1. echo24
  2. Welt

Erkältungszeit: Wie gefährlich ist das RS-Virus für Erwachsene?

Erstellt:

Von: Michaela Ebert

Kommentare

Für Säuglinge und Kinder bis vier Jahre kann das RS-Virus durchaus eine Gefahr darstellen. Doch wie sieht es bei Erwachsenen aus? Wie gefährlich ist eine Infektion mit dem Erreger für sie?

Ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase und der Kopf beginnt auch schon zu dröhnen – aktuell macht eine heftige Erkältungswelle die Runde. Verschont wird dabei beinah niemand. Ob Corona, Influenza oder das sogenannte „Human Respiratorische Synzytial-Virus“, auch RS-Virus genannt – die Symptome sind manchmal gar nicht so einfach voneinander zu unterscheiden.

Gerade unsere Kleinsten infizieren sich aktuell immer häufiger mit den aggressiven Erkältungsviren, besonders häufig sogar mit dem RS-Virus. Kindergärten und Schulklassen bleiben leer, dafür platzen die Wartezimmer von Kinderarztpraxen und -kliniken aus allen Nähten, bis Ärzte und Pflegekräfte an ihre Belastungsgrenze stoßen. Das erschreckende daran: Gerade für Kleinkinder kann der Erreger durchaus gefährlich werden. Beispielsweise steigt durch eine Infektion „das Risiko, im größeren Kindesalter Asthma zu entwickeln“, wie echo24.de bereits berichtet.

Halsschmerzen, Husten und Fieber: Diese Symptome kann das RS-Virus verursachen

Letztendlich kann eine Infektion unabhängig vom Alter jedoch jeden treffen – auch die Erwachsenen. Doch wie sieht es bei ihnen aus? Wie gefährlich ist das RS-Virus für Erwachsene wirklich?

Unangenehm sind sie definitiv, die Symptome einer Infektion mit dem RS-Virus. Sie lassen sich für Erwachsene laut Robert-Koch-Institut folgendermaßen zusammenfassen:

RS-Virus bei Erwachsenen: Wie gefährlich ist eine Infektion?

In den meisten Fällen äußert sich eine Infektion mit dem Virus bei Erwachsenen jedoch eher als harmlose Erkältung. Viele haben nahezu kaum gesundheitliche Einschränkungen und müssen nicht mal zum Arzt. Oftmals sind die Infektionen daher sogar nicht diagnostiziert.

Die Krankheitssymptome klingen bei den meisten Infizierten nach etwa einer Woche wieder ab. Das Lungengewebe, das von den Viren angegriffen wurde, regeneriert sich innerhalb von vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit sollte jedoch beim Sport darauf geachtet werden, sich nicht allzu großer Anstrengung auszusetzen.

Menschliches Immunsystem: So reagieren Erwachsene auf das RS-Virus

Dass Erwachsene weniger stark auf das RS-Virus reagieren, lässt sich mit der Entwicklung des menschlichen Immunsystems über den Lauf der Lebensjahre hinweg begründen. Dieses konnte nämlich bereits „lernen“, richtig auf das Virus zu reagieren. Mit jedem Kontakt eines Erregers einer bestimmten Virusgruppe bringt sich das Immunsystem auf den neusten Stand – das führt zum sogenannten „Nachholeffekt“.

Woman laying in bed with headache, Frau, die Verlegung mit Kopfschmerzen im Bett
Erkältungszeit: Wie gefährlich ist das RS-Virus für Erwachsene? © Blend Images/JGI/Jamie Grill

Durch diesen äußern sich die Folgeinfektionen häufig milder. Säuglinge und Kleinkinder bis vier Jahre hingegen treffen derzeit – auch begründet durch die pandemiebedingten Maßnahmen – das erste Mal überhaupt auf die RS-Viren. Da Menschen im „Zustand vor dem Erstkontakt“ mit einer Virengruppe „immunologisch naiv“ sind, kommt es gerade bei den Kleinsten zu so einer heftigen Krankheitswelle mit vielen schwereren Verläufen. Ist dieser Erstkontakt überstanden, geht auch das Immunsystem gestärkt daraus hervor.

RS-Virus: Vorsicht bei Vorerkrankten und Erwachsenen im höheren Alter

Aber: Bei Vorerkrankten, Erwachsenen im höheren Alter oder Infizierten mit schwerem Verlauf kann die vermeintlich harmlose Erkältung auch Folgen haben. In einigen wenigen Fällen verändert sich durch den Befall des RS-Virus das Lungengewebe derart, dass Betroffene später unter Asthma oder überempfindlichen Bronchien leiden könnten.

Glüklicherweise gibt es einige Tipps, wie sich Erwachsene vor dem RS-Virus schützen können.

Auch interessant

Kommentare