Entsetzliche Tat in Bayern

Bluttat in Würzburg: Bayerns Innenminister schließt islamistischen Anschlag nicht aus

Schwer bewaffnete Polizisten in Schutzmontur stehen Rücken an Rücken
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Schwer bewaffnet: Die Polizeikräfte kamen teilweise in Schutzmontur zum Tatort.
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Ein Mann hat in der Würzburger Innenstadt Passanten mit einem Messer attackiert und drei Menschen getötet und weitere verletzt. Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest.

Update, 25. Juni 22.40 Uhr: Bei einer Messerattacke in Würzburg sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur drei Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der sich ein Bild von der Lage am Tatort machte, sei auch ein kleiner Junge verletzt worden. Sein Vater sei wahrscheinlich getötet worden.

Der Verdächtige war der Polizei bereits vor der Tat bekannt. Das sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Der 24-Jährige sei Polizei-auffällig geworden; weswegen, blieb zunächst unklar, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Er ist nach Angaben der Ermittler nicht wegen Straftaten polizeibekannt, die in „Richtung Islamismus bisher hindeuten“, wie ein Würzburgs Polizeisprecher sagte. „Wir müssen natürliche alle Erkenntnisse zusammentragen, die es irgendwo gibt.“ Das werde einige Zeit dauern. Der Verdächtige habe bei den Ermittlern kurze Angaben gemacht. Was er sagte, blieb ebenfalls unklar.

Messerattacke in Würzburg: Innenminister Joachim Herrmann schließt islamistischen Anschlag nicht aus

Herrmann schließt hingegen zum jetzige Zeitpunkt einen islamistischen Anschlag nicht aus. „Es gibt jedenfalls Indizien dafür, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ein Zeuge gab Herrmann zufolge an, der Verdächtige habe bei der Tat „Allahu Akbar“ gerufen.

Schuchardt sagte, der Verdächtige habe einen Migrationshintergrund, sei seit fünf Jahren im Land und in psychiatrischer Behandlung gewesen. Er zeigte sich sehr betroffen über dieses „schreckliche Verbrechen“. Zahlreiche couragierte Bürgerinnen und Bürger hätten sich dem Mann in den Weg gestellt und versucht, ihn zu stoppen. Er finde es unglaublich, dass diese Menschen so engagiert gehandelt und ihr eigenes Leben gefährdet hätten.

Bluttat in Würzburg: Mann tötet und verletzt mehrere Menschen - darunter kleinen Jungen

Update, 25. Juni 21.30 Uhr: Bei einer Messerattacke in Würzburg sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur drei Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden. Die Hintergründe der Attacke am Freitag mitten in der Innenstadt waren zunächst unklar. Ein Großteil des Gebietes wurde am Nachmittag abgeriegelt. Der mutmaßliche Täter, ein 24 Jahre alter Somalier, sei überwältigt und festgenommen worden, hieß es. Die Polizei habe dafür schießen müssen. Der Verdächtige sei verletzt worden, aber außer Lebensgefahr.

Wie dpa weiter berichtet, sei der Verdächtige in psychiatrischer Behandlung gewesen. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Würzburg, der sich ein Bild von der Lage am Tatort machte. Seinen Angaben zufolge ist auch ein kleiner Junge verletzt worden. Sein Vater sei wahrscheinlich getötet worden.

Bluttat in Würzburg: Tote und Verletzte bei Messerattacke in der Innenstadt

Erstmeldung, 25. Juni: Eine schreckliche Tat erschütterte heute Nachmittag die Stadt Würzburg. Ein Mann hat scheinbar wahllos Passanten attackiert und mehrere Menschen getötet. Nach Polizeiangaben vom Freitag wurden zudem weitere Menschen verletzt. Doch was war genau passiert? Mit genauen Informationen hielten sich die Ermittler zunächst zurück.

Denn die Hintergründe der Attacke mitten in der Innenstadt waren zunächst unklar, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Ein Großteil des Gebietes wurde am Nachmittag abgeriegelt. Der mutmaßliche Täter sei überwältigt und festgenommen worden, hieß es. Die Polizei habe dafür allerdings schießen müssen. Ob der Mann dabei verletzt wurde, war zunächst nicht gesagt worden.

Messerattacke in Würzburg: Mehrere Tote nach Bluttat - Motive des Täters noch unklar

Nach dem Messerangriff in Würzburg, bei dem mehrere Menschen getötet worden sind, äußert sich die Polizei nun zu weiteren mutmaßlichen Tätern: „Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter“, sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Doch wieso kam es überhaupt zu dieser schlimmen Bluttat? Laut dpa ist über die möglichen Motive des Festgenommenen zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17.00 Uhr alarmiert worden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist auf dem Weg nach Würzburg. Er werde sich am Tatort ein Bild der Lage machen, sagte ein Sprecher des CSU-Politikers. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äußern.

Entsetzliche und schockierende Nachricht aus Würzburg: Wir trauern mit den Opfern und deren Familien. Wir bangen und hoffen mit den Verletzten.

Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter.

Die ersten Reaktionen aus der Bundespolitik ließen auch nicht lange auf sich warten. „Es sind furchtbare Nachrichten aus Würzburg“, so auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt auf Twitter.

Würzburg: Angriff mit Axt vor fünf Jahren

Vor knapp fünf Jahren, am 18. Juli 2016, waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen.

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