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Behandlung von RS-Virus: Deshalb wirken keine Antibiotika gegen die Atemwegserkrankung

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Von: Juliane Reyle

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Antibiotika werden bei bakteriellen Infektionen verschrieben. Bei der medikamentösen Therapie gegen das RS-Virus wirkt es nicht –doch es gibt eine Ausnahme.

Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien. Das RS-Virus ist – wie der Name schon verrät – ein Virus, daher wirken Antibiotika bei einer Infektion nicht. Gegen das RS-Virus können stattdessen antivirale Medikamente eingesetzt werden, wie „kindergesundheit-info.de“ schreibt. Um festzustellen, ob es sich bei der Erkrankung um eine virale oder bakterielle Infektion handelt, muss ein Arzt zurate gezogen werden.

Superinfektion kann dazu führen, dass Antibiotika während RS-Virus-Infektion eingesetzt werden

Wird eine Infektion mit dem RS-Virus oder einem anderen Virus festgestellt, so helfen generell keine Antibiotika. Es sei denn, eine Person leidet zeitgleich unter einer Virus-Erkrankung und Bakterien. Dann handelt es sich um eine sogenannte Superinfektion, auch Sekundärinfektion genannt.

Die Schleimhaut der Atemwegsorgane kann bei einer Virusinfektion so geschädigt werden, dass zusätzlich Bakterien eindringen und sich vermehren können, erklärt die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“. Dann kommt es leicht zu einer Sekundärinfektion.

Erhält ein Patient Antibiotika bei Infektion mit dem RS-Virus handelt es sich um einen „Behandlungsfehler“

Momentan sind Kinderkliniken aufgrund des RS-Virus überfüllt. Mancherorts fühlen sich Eltern mit ihren erkrankten Kindern alleine gelassen. Erhält ein Kind bei einer RS-Virus-Infektion Antibiotika, mit dem Ziel, damit den viralen Infekt zu behandeln, so „handelt es sich dabei um einen ärztlichen Behandlungsfehler“, erklärt Dr. Eckert in einem Interview mit echo24.de. Denn wie bereits beschrieben, bekämpft Antibiotika Bakterien – und keine Viren.

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