Wetter im Oktober in Deutschland

Heftiger Wintereinbruch mit Schnee-Chaos? Experten warnen vor La Niña

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  • Jason Blaschke
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Wetter-Experten zufolge könnte das La Niña-Ereignis einen harten Winter begünstigen. Bereits 2020 sorgte das Phänomen für Schnee-Chaos.

Update, 20. Oktober: Deutschland könnte ein eiskalter und schneereicher Winter bevorstehen. Anlass für die neuste Prognose ist ein sogenanntes La Niña-Ereignis, welches unmittelbar bevorsteht. Im Winter 2020 sorgte La Niña in Teilen von Deutschland für viel Schnee und Bibber-Temperaturen. „In den Südalpen fielen damals zum Beispiel in wenigen Stunden über vier Meter Schnee“, heißt es Berichten des Senders ProSieben zufolge von Meterologen zu den Auswirkungen von La Niña auf Deutschland.

Doch inwieweit La Niña Schneefall und Temperaturen in Deutschland 2021 wieder beeinflussen wird, ist noch unklar. Die neusten Prognosen des amerikanischen NOAA-Wettermodells sagen aber laut Meteorologen einen harten Winter in Europa und somit auch bei uns Deutschland voraus. Über die Prgnosen des NOAA-Modells hatte echo24.de bereits berichtet. Aber was ist eigentlich dieses La Niña-Ereignis, das für eisige Temperaturen und viel Schnee in Deutschland sorgen könnte?

Schnee-Chaos für Deutschland? La Niña könnte Deutschland im Winter zittern lassen

La Niña nennt man veränderte Meeresströmungen, die im Pazifischen Ozean auftreten. Normalerweise fließt im Südpazifik kaltes Wasser entlang der Küste Südamerikas in Richtung Australien. Kommt es allerdings zum La Niña-Ereignis, ist das Wasser deutlich kälter, welches von Südamerika in Richtung Australien strömt. Die Folge: Auch die Luft über dem Pazifik kühlt sich deutlich ab, was sich wiederum auf die weltweiten Luftströme auswirkt.

Die Luftströme wiederum bestimmen die Wetterlage auf der ganzen Welt – also auch den Winter in Deutschland. Und sind eben die Luftströme kälter, spiegelt sich das auch in den Temperaturen wider. Hinzu kommt, dass neben La Niña noch weitere Faktoren einen eisigen und schneereichen Winter in Deutschland begünstigen könnten. Dazu zählt zum Beispiel auch die eiskalte Luft des Polarwirbelsplits, über die echo24.de ebenfalls schon berichtet hatte.

Frost-Schock in Deutschland: Wetter-Experten erwarten hier „40 cm Neuschnee“

Update, 13. Oktober: Das Wetter in Baden-Württemberg und der kompletten Bundesrepublik zeigt sich in den kommenden Tagen von seiner frostigen Seite. Eiskalte Polarluft aus der Arktis lässt die Temperaturen purzeln – und wegen des böigen Nordwinds ist es gefühlt sogar noch ein paar Grad kühler. Doch nun kommt der knallharte Frost-Schock: Berichten von weather.com zufolge erfasst die eisige Polarluft ab Mittwoch ganz Deutschland, im Süden ist laut Wetter-Experten mit Bodenfrost zu rechnen.

Wer also noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte schnell handeln – insbesondere, wenn man morgens oder abends unterwegs ist. Hinzu kommt, dass nasses Laub auf der Straße gefrieren kann und neben Glatteis zu einer weiteren Gefahr für Autofahrer wird. Die sollten zudem bedenken, dass es einen neuen Bußgeldkatalog in Deutschland gibt, der teilweise drakonische Strafen für alle Verkehrssünder vorsieht – und dazu gehören auch Autofahrer, die mit der falschen Bereifung unterwegs sind.

Frost-Schock in Deutschland: Experten erwarten „40 Zentimeter Neuschnee“

Doch nicht nur auf Frost und Glatteis müssen sich die Menschen in Deutschland ab sofort einstellen. Auch Schnee ist in ab Mitte Oktober eine Wetterlage, die insbesondere Menschen in der Alpenregion nicht unterschätzen sollten. Im Wetter-Update vom 9. Oktober hatte echo24.de berichtet, dass in den Hochlagen der Alpen „15 bis 30 Zentimeter Neuschnee“ fallen können. Das Portal weather.com legt in seiner neusten Wetterprognose im wahrsten Sinne des Wortes noch eine Schippe obendrauf.

„In Stau-Lagen oberhalb von 1000 Metern kommen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee bis Mittwochabend zusammen“, heißt es in der aktuellen Meldung von weather.com zum Schneefall ab Mittwoch, 13. Oktober, in Deutschland. Die Meteorologen von weather.com gehen aber davon aus, dass ab Mittwoch auch in tieferen Lagen in Deutschland erster Schneefall einsetzen kann – und zwar in Süddeutschland. „In der Nacht zum Mittwoch schneit es bis Kempten und Rosenheim.“

Frost-Schock in Deutschland: Schneefall soll in Süddeutschland einsetzen

In Bayerns Landeshauptstadt München sei zudem Schneeregen möglich, eine Schneedecke werde sich aber nicht ausbilden. Schon am Wochenende könnte laut weather.com mit Frost und Schneedecke aber wieder Schluss sein. Denn die Temperaturen sollen in Deutschland wieder über die 0-Grad-Marke steigen. Wer in Schnee will, sollte also noch vor Ende der Woche in die Alpen fahren – oder alternativ ins Erzgebirge in Sachsen oder in den Bayrischen Wald.

Denn hier kann Berichten von weather.com zufolge von Dienstag bis Mittwoch ebenfalls Neuschnee fallen. Von einer gigantischen Schneedecke ist nicht auszugehen, doch sicher ist: Der Winter zieht auch in die Mittelgebirge in Deutschland ein. Es kann also nicht mehr lange dauern, bis es auch in tieferen Lagen zum ersten Schneefall kommt. Die Chancen dafür sind groß. Der Grund: Ein eisiger arktischer Polarwirbelsplit bringt „sibirische Eisluft“ nach Deutschland und lässt uns zittern.

Kälte-Hammer in Deutschland: Erster Schnee – Experte sagt, wo und wann

Update vom 11. Oktober: Nun lässt der erste Schneefall nicht mehr lange auf sich warten! Laut Wetterexperten soll es schon in der Nacht zum Dienstag so weit sein. Bereits am Montag kommt die Kaltfront nach Deutschland und bringt ungemütliches Wetter mit. Damit kommen überwiegend Schauer, aber auch der erste Schnee ist in höheren Lagen sehr wahrscheinlich.

Der erste Regen am Montag fällt in von der Mitte bis in den Osten. Es folgen Schauer im Nordwesten und Gewitter an den Küsten. Am Nachmittag kommt der Regen dann auch im Süden an. Die Temperaturen liegen zwischen 10 und maximal 15 Grad.

Am Dienstag soll dann der erste Schnee in den Alpen und Mittelgebirgen oberhalb von 1300 und 1500 Metern fallen. In der Nacht zum Mittwoch ist sogar noch mehr Schnee vorprogrammiert: Die Schneefallgrenze sinkt auf 1000 Meter. Das bedeutet, es schneit in den höchsten Lagen der östlichen Mittelgebirge und sogar im Schwarzwald könnten die ersten Flocken fallen.

Kälte-Schock in Deutschland: „30 Zentimeter Neuschnee“

Update vom 9. Oktober: In Deutschland ist der Herbst eindeutig angekommen – in manchen Regionen ist es sogar schon richtig winterlich. In der vergangenen Woche hat es bereits jede Menge Neuschnee in den Bergen gegeben. Und auch in der kommenden Woche erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch mehr Schnee. Ab Dienstag (12. Oktober) soll es laut DWD sogar „markanten Schneefall“ in den Alpen geben.

Die Schneefallgrenze liegt am Dienstag bei 1.400 Metern, am Mittwoch soll sie sogar auf 1.200 Meter sinken. Laut wetter.de sind Schneeschauer Mitte nächste Woche sogar schon auf einer Höhe von 800 Metern möglich. „In den Alpen dürfte es ab 1.000 Meter Höhe für eine dünne Neuschneedecke reichen, in den Hochlagen sind weitere 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee drin“, heißt es auf wetter.de.

Bundesweit sinken weiterhin vor allem die nächtlichen Temperaturen immer wieder bis nahe an den Gefrierpunkt – regional, vor allem im Bergland, auch immer wieder auf unter null Grad. Der DWD warnt zudem vermehrt vor leichtem Frost in der Nacht. Vor allem Bodenfrost ist zu dieser Jahreszeit bundesweit keine Seltenheit mehr, nun gesellt sich auch gebietsweise Luftfrost dazu.

Kaltfront trifft Deutschland – Experte erwartet „20 Zentimeter Neuschnee“

Erstmeldung vom 6. Oktober: Kaum hat sich der Spätsommer verabschiedet und der Herbst ist angekommen, soll es in manchen Regionen bereits die ersten Schneeflocken geben! Das Wetter in Baden-Württemberg und ganz Deutschland wird aufgrund einer Kaltfront richtig ungemütlich. „Tiefdruckeinfluss sorgt für unbeständiges und herbstlich kühles Wetter“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). In einigen Regionen soll es nicht nur herbstlich, sondern sogar schon richtig winterlich werden – der erste Schnee in Deutschland kündigt sich an*, wie *bw24.de berichtet.

Am Mittwoch (6. Oktober) gibt es bis zum Mittag laut DWD in den Alpen oberhalb von 1.500 bis 1.700 Metern zeitweise den ersten Schneefall mit einer dünnen Neuschneeauflage. „Die Lagen über 1.500 bis 1.800 Meter werden am Mittwochmorgen leicht angezuckert sein. In Höhen über 2000 Meter sind dagegen zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee zu erwarten“, prognostiziert der RTL-Meteorologe Carlo Pfaff im Gespräch mit wetter.de.

Vor allem für unerfahrene Wanderer kann dieser doch eher plötzliche Schneefall ohne entsprechende Ausrüstung schnell gefährlich werden. Am besten sollte vor jeder Wanderung die Wetterlage gründlich gecheckt werden. Auch Winterreifen sind für einen Ausflug in die Berge nicht verkehrt, um trotz Nässe und Glätte sicher auf den Straßen unterwegs zu sein.

Wetter Deutschland: Experte erwartet hier jede Menge Neuschnee

Zwar gibt es aktuell erstmal nur in den Bergen Schnee, doch Experten sprechen bereits von „Oktoberschnee“, welcher gegen Ende des Monats bis ins Flachland reichen soll. Derzeit ist außerhalb der Alpen noch nichts von den weißen Winter-Vorboten zu sehen. Die Tageshöchstwerte bewegen sich in dieser Woche deutschlandweit zwischen zehn und 19 Grad. Doch in der Nacht zum Donnerstag wird es mancherorts – nicht nur in den Alpen – so richtig kalt: Auf bis zu einem Grad sinken die nächtlichen Temperaturen, vor allem im Osten kommt es zu örtlichem Bodenfrost.

Je weiter die Woche voranschreitet, desto kühler wird es vor allem nachts. In der Nacht zum Freitag sinken die Temperaturen mancherorts bis auf den Gefrierpunkt, in der Nacht zum Samstag im Mittelgebirgsraum sogar darüber hinaus auf bis zu minus drei Grad. In der Nacht zum Sonntag wird es sogar noch eisiger: Auf bis zu minus fünf Grad sinken dann die nächtlichen Temperaturen. Wer also frostempfindliche Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten stehen hat, sollte so langsam das Winterquartier einrichten. *echo24.de und *bw24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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