Weiterhin steigende Gas- und Ölpreise?

Heizkosten-Explosion wegen Wetter-Phänomen? Experten warnen Verbraucher

In Deutschland sind Öl und Gas so teuer wie lange nicht. (Symbolbild)
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In Deutschland sind Öl und Gas so teuer wie lange nicht. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Energiepreise steigen: Gas und Heizöl werden immer teurer. Das könnte für Verbraucher happig werden – besonders, wenn ein bestimmtes Wetterphänomen Eiseskälte bringt.

Schneemann bauen, Schlittenfahren, Schneeballschlacht – der Winter steht in Deutschland vor der Tür. Experten spekulieren schon seit Wochen auf Frost, Eiseskälte und sogar Schnee im Oktober. Das klingt wie Musik in den Ohren von Winterfans! Doch viel Kälte hat natürlich auch den Effekt, dass höhere Heizkosten anfallen – und die könnten besonders im Winter 2021/22 explodieren.

Denn ob Kälte und Schnee nach Deutschland kommen, entscheidet sich jedes Jahr an ganz anderen Stellen auf der Erde – durch Wetterphänomene wie den sogenannten Polarwirbelsplit. Dieser sorgte bereits Anfang 2021 für viel Furore, als er arktische Kälte zu uns nach Deutschland brachte.

Winter 2021: Darum könnten Heizkosten explodieren – Polarwirbelsplit

Der Polarwirbel entsteht traditionell immer im Oktober und kreist dann zunächst über der Arktis. Wenn dort dann warme und kalte Luft aufeinanderprallen, dann droht der „Split“ – also die Teilung des Polarwirbels. Wie echo24.de bereits ausführlich berichtete, könnte das auch im kommenden Winter wieder passieren und laut Meteorologin Corinna Borau „wahre Schneemassen“ mit sich bringen. Auch der Wetterexperte Dominik Jung spricht von einer „Arktis-Kälte“, die Deutschland im Winter 2021 droht.

Zeitgleich heben viele Gasversorger die Preise an. Wie das Vergleichsportal Verivox berichtet, haben 42 Gasanbieter für September, Oktober und November Preiserhöhungen angekündigt – um durchschnittlich 13 Prozent. Gegenüber tagesschau.de sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck: „Wir erwarten im Herbst eine größere Gaspreiswelle.“

Winter 2021: Gas und Heizöl – Preise teils auf neuen Höchstständen

Auch der sogenannte „Tarifaufpasser“ SwitchUp schließt sich dieser Einschätzung an. Geschäftsführer Arik Meyer erklärte: „In den nächsten drei Monaten werden höchstwahrscheinlich viele Basis-Tarifkunden Post von ihrem Versorger bekommen, in der Preiserhöhungen angekündigt werden.“ Immerhin besitzen mehr als 30 Millionen Haushalte in Deutschland einen Gasanschluss. Stichtag für die Preisanhebungen zum Jahreswechsel ist der 18. November.

Ebenso finster sieht es beim Heizöl aus. Wie RTL berichtet, treibt die angespannte Versorgungslage im Energiesektor die Ölpreise auf immer neue Höchststände. Der US-Ölpreis notiert demnach sogar auf dem nächsten Niveau seit sieben Jahren. Dafür verantwortlich scheint, dass die Preise für Gas und Kohle in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind – so komme laut rtl.de Öl als Alternative zunehmend in Betracht.

Gepaart mit den womöglich eisigen Temperaturen im kommenden Winter könnten die Aussichten auf ein mollig warmes Heim tatsächlich für viele eine extrem teure Angelegenheit werden. Doch was die klirrende Kälte angeht, sollten wir alle trotz erster Prognosen noch etwas abwarten. Denn Meteorologen machen normalerweise ungern weit im Voraus Wettervorhersagen. Das liegt daran, dass Prognosen, die weit im Voraus getroffen werden, sehr unsicher sind. Bleibt also abzuwarten, wie teuer das Heizen im Winter 2021/22 tatsächlich wird.

Das aktuelle Wetter für Baden-Württemberg und Heilbronn gibt es täglich im Wetter-Ticker von echo24.de.

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