Wetter in Deutschland

Schnee-Prognose von Wetter-Experten – Polarwirbel sorgt für Überraschung

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Der Polarwirbel bestimmt, wie der Winter in Deutschland wird. Anfang Herbst – also jetzt – nimmt dieser schon Fahrt auf. Ist es bereits absehbar, wie viel Schnee es geben wird?

Bei einem Blick aus dem Fenster ist es momentan kaum zu glauben, dass wettertechnisch in diesem Jahr noch mal Besserung in Sicht ist. Doch tatsächlich soll es laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland einen sonnigen und überwiegend trockenen Spätsommer* geben. Während das ungemütliche Herbstwetter noch mal verscheucht wird, werden aktuell über dem Nordpol bereits die Weichen für den Winter 2021/2022 gestellt. Der Polarwirbel nimmt jetzt schon an Fahrt auf. echo24.de* erklärt, was das für diesen Winter bedeutet.

Winter 2021: Polarwirbel nimmt Fahrt auf – was das für das Wetter in Deutschland bedeutet

Wie frostig oder mild ein Winter wird, hängt von dem Polarwirbel ab. Doch was ist eigentlich ein Polarwirbel? Der Polarwirbel bildet sich zum Herbstbeginn – also genau jetzt zu dieser Zeit, wenn die Tage bei uns kürzer werden und die Sonne den Nordpol kaum noch erreicht. Auf der Erde gibt es zwei Polarwirbel: einen über der Arktis und einen über der Antarktis. Polarwirbel sind riesige Höhentiefs mit einem Durchmesser von rund 1.000 Kilometern. Die Temperaturen des Wirbels betragen hoch oben teilweise bis zu minus 80 Grad.

Relevant für den Verlauf des Winters in Deutschland ist der Polarwirbel über dem Nordpol. Die Wirbel sind jedes Jahr unterschiedlich stark ausgeprägt. Ist der Polarwirbel instabil, kann es zu einem Polarwirbelsplit kommen, der dann in Deutschland für arktische Kälte sorgt. Kommt dann noch viel Niederschlag dazu, gibt es jede Menge Schnee – so wie im vergangenen Jahr im Schwarzwald. Im Winter 2020/2021* ist der Polarwirbel bereits im November zerbrochen und hat sich geteilt.

Doch zurück zum Winter 2021/2022: Wie stark sich der Polarwirbel in diesem Jahr entwickelt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Auch nicht, ob es zu einem Polarwirbelsplit kommen wird. Dieser ist übrigens gar nicht so selten – wie der Wetter-Experte Paul Heger auf dem Wetterportal wetter.com im vergangenen Jahr erklärte, kommen Polarwirbelsplits „im Schnitt etwa alle zwei Jahre“ vor. „Aber mit großer, kaum abschätzbarer Variabilität. In den 1990ern gab es nur zwei Polarwirbelsplits. In den 2000ern ganze neun“, erklärt der Meteorologe.

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Polarwirbel 2021/2021: Wie wird das Wetter diesen Winter in Deutschland?

Eine erste Prognose für den Winter 2021/22* gibt es bereits von dem amerikanischen Wettermodell NOAA – und die ist für alle Winter- und Schnee-Fans auf den ersten Blick nicht sonderlich vielversprechend. Denn nach dem NOAA-Modell soll der Winter in Deutschland durchschnittlich warm ausfallen. Aber: Laut dem wetter.net-Meteorologen Dominik Jung lagen die Winterprognosen der Langfristmodelle in den letzten Jahren deutlich über dem Klimamittel – heißt, sie waren zu warm.

Zum ersten Mal seit Langem prognostizieren die Experten einen durchschnittlich warmen Winter – den viele Deutsche als zu kalt empfinden könnten. „Ein normaler Durchschnittswinter wäre wahrscheinlich für die meisten von uns ein zu kühler Winter“, erklärt Dominik Jung in seiner Analyse der NOAA-Winterprognose. Einen Dämpfer versetzt hingegen die Prognose der NASA – laut der soll dieser Winter, wie in den vergangenen Jahren, ebenfalls zu warm ausfallen.

Wirklich eindeutig und sicher sind die Prognosen bislang noch nicht. Eine klare Tendenz für den Winter 2021/2022 hat sich noch nicht herauskristallisiert und die Wettermodelle sind sich teilweise uneinig. Verlässlichere Prognosen dürfe es geben, sobald sich der Polarwirbel über dem Nordpol fertig gebildet hat. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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