Wird der Polarwirbel brechen?

Wintereinbruch: Experte ganz sicher – Dauerfrost und -10 Grad drohen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Zwar nicht zu Weihnachten, dafür aber zum Jahreswechsel erwartet ein Experte einen heftigen Wintereinbruch mit Dauerfrost, Schnee und bis zu -10 Grad.

Es ist eine Farce: Pünktlich zum 1. Advent hat es bereits in einigen Regionen einen richtigen Wintereinbruch gegeben – doch jetzt, kurz vor Weihnachten, zieht eine Warmfront über Deutschland und sorgt für milde Temperaturen. Hoffnung auf Weiße Weihnachten 2021 scheint es nur noch in wenigen Gebieten zu geben. Dabei könnten wir laut Experten Weiße Weihnachten sogar nur knapp verpassen, denn zum Jahreswechsel soll es in Deutschland richtig eisig werden.

Die Wettermodelle sagen aktuell einen langen und eisigen Winter 2021/2022 vorher. Laut RTL-Meteorologe Björn Alexander dürften die Temperaturen in Deutschland nach den aktuellen Prognosen „ab dem Jahreswechsel in den Dauerfrostbereich rutschen“, wie wetter.de berichtet. Und weiter: „Nachts würde es knackig bis eiskalt. Sollte sich noch Schnee dazu gesellen, dann wäre verbreitet auch strenger Frost, also unter -10 Grad möglich.”

Wintereinbruch in Deutschland: Experte erwartet Dauerfrost, Schnee und -10 Grad

Ob der Winter in Deutschland zum Jahreswechsel Fahrt aufnimmt, hängt vor allem auch vom Polarwirbel ab. Der Polarwirbel bildet sich jeden Herbst über dem Nordpol, hoch oben in der Luft herrschen eisige Temperaturen von bis zu minus 80 Grad. Ist der Wirbel stabil, bleibt die Luft über der Arktis gefangen, schwächt er aber ab und bricht, kann die eisige Polarluft entweichen und mit den richtigen Winden bis nach Deutschland strömen. In diesem Fall sprechen Meteorologen von einem „Polarwirbelsplit“.

Zum sogenannten „Polarwirbelsplit“ könnte es tatsächlich zeitnah kommen. Denn laut Experten schwächelt der Polarwirbel bereits in diesem Jahr. Zwar nicht pünktlich zu Weihnachten, aber möglicherweise zum Jahreswechsel könnte es tatsächlich einen Polarwirbelsplit geben und eisige Luft nach Europa – bis nach Deutschland – strömen. Dadurch sind dann auch Temperaturen von -10 Grad und Dauerfrost möglich.

Polarwirbelsplit zum Jahreswechsel sorgt für eisigen Wintereinbruch in Deutschland

Berechnungen der Wettercomputer zufolge soll es im letzten Dezemberdrittel zu einer Abschwächung des Polarwirbels kommen, wie wetter.de berichtet. Die Voraussetzungen für einen Polarwirbelsplit sind zumindest gegeben: Die Arktis wird von immer weniger Meereis bedeckt. Laut wetter.de ist das Meereis ein entscheidender Indikator für einen Polarwirbelsplit: Je weniger Eis vorhanden ist, desto wärmer ist auch die Luft darüber und desto schwächer der Polarwirbel – denn dieser braucht für seine Stabilität eisige Luft.

In diesem Jahr ist das Meereis zwar nicht auf einem historischen Tiefstand, dennoch gibt es verhältnismäßig immer weniger Eis in der Arktis. Durch das fehlende Meereis entsteht wärmere Luft, welche ein Polarwirbelsplit im Winter 2021/2022 begünstigt und Deutschland droht die Artskis-Kälte, wie echo24.de bereits berichtete. 

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