Wetter in Deutschland

Kaltfront trifft auf Deutschland: Temperatursturz sorgt für Schnee-Massen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Eine Kaltfront lässt polare Meeresluft nach Deutschland strömen. Experten erwarten in der ersten Novemberwoche bis zu einem halben Meter Neuschnee.

Der November 2021 hat bereits mit herbstlich frischen Temperaturen gestartet. Seit der Zeitumstellung auf Winterzeit am 31. Oktober wird es zudem auch noch richtig früh dunkel – es fühlt sich bereits immer mehr nach Winter an. Ein Blick auf den 10-Tage-Trend zeigt: In den kommenden Tagen wird es immer kühler, vor allem nachts.

„Rückseitig der Kaltfront eines Tiefs vor der norwegischen Küste fließt subpolare Meeresluft nach Deutschland“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auf Deutsch: Es wird kalt. Richtung Mitte und Ende der ersten Novemberwoche wird es in Deutschland zudem immer regnerischer.

Kaltfront trifft auf Deutschland: Polare Meeresluft sorgt für eisige Temperaturen und Neuschnee

Eine Regenfront sorgt am Donnerstag laut des Meteorologen Paul Heger von wetter.com für reichlich „Schnee im Süden/Südwesten, später auch für Schnee in den östlichen Bergen.“ Er kommentiert: „Bei teilweise fünf oder vier Grad kein Wunder.“ Etwas trockener, aber dennoch kühl und trüb ist es im Nordwesten.

Der Meteorologe warnt zudem vor Schneebruch, da sehr große Massen an Neuschnee erwartet werden. Anhand einer Deutschlandkarte zeigt Paul Heger, wo er sicher von Schneefall von Donnerstag (4. November 2021) bis Freitag ausgeht und Schneebruch für möglich hält: „Alles was weiß ist, das sind hier die Regionen, wo ich sehr sicher von Schneefall ausgehe – also Alpen, Schwarzwald, schwäbische Alb, teilweise auch die höheren Lagen vom Bayrischen Wald und auch in Richtung Erzgebirge.“

Was ist Schneebruch?

„Als Schneebruch werden Bruchschäden an Bäumen durch Schneelast bezeichnet“, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Der auf den Zweigen liegen gebliebene Schnee kann so schwer werden, dass Zweige abbrechen. Schneebruch kommt vor allem im Herbst vor, wenn die Bäume noch von Laub bedeckt werden – dadurch kann der Schnee besser liegen bleiben. Schwache Bäume können sogar vollständig umknicken.

Kaltfront trifft auf Deutschland: Experten erwarten einen halben Meter Neuschnee

In der Nacht von Montag (1. November) auf Dienstag hat es bereits 20 Zentimeter Neuschnee in den Alpen gegeben. Wie *hna.de berichtet, wird in dieser Woche sogar bis zu einem halben Meter Neuschnee in den Bergen erwartet. Laut des Deutschen Wetterdienstes sinkt die Schneefallgrenze in Deutschland immer weiter – dadurch könnte in der ersten Novemberwoche auch in den Tallagen der erste Schnee durchaus liegen bleiben.

Und das alles sogar noch vor dem Winteranfang! Denn sowohl der meteorologisch als auch kalendarische Winteranfang liegen beide erst im kommenden Monat. Der meteorologische Winteranfang ist am 1. Dezember, der kalendarische sogar erst kurz Weihnachten, am 21. Dezember. Experten wagen übrigens bereits erste Prognosen, ob es in diesem Jahr endlich mal wieder weiße Weihnachten 2021 geben wird. *echo24.de und *hna.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thielen

Das könnte Sie auch interessieren