Sturm und Schneemassen – eine gefährliche Kombi

Blitz-Wintereinbruch: DWD warnt! Bis zu einem Meter Neuschnee droht

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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    Julia Cuprakowa
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In Deutschland gibt es einen Blitz-Wintereinbruch: Bis zu einem Meter Neuschnee wird erwartet, auch Flocken bis ins Flachland. Dazu wird es stürmisch.

Update, 1. Februar: In Deutschland steht totales Wetter-Chaos auf dem Programm: Ein Sturmtief zieht übers Land und bildet in Kombination mit einem Blitz-Winter eine gefährliche Kombination – der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zu einem Meter Neuschnee. Vor allem für Autofahrer kann der Blitz-Wintereinbruch gefährlich werden kann. Ein echtes Schneechaos steht bevor.

Die Schneefälle nehmen ab Dienstag (1. Februar) stetig zu, die Wetter-Warnungen des DWD dauern aktuell bis Donnerstag an. Am Dienstag schneit es vor allem im Bergland und Südosten Deutschlands. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 400 und 800 Metern, innerhalb von 12 Stunden soll es etwa 10 Zentimeter Neuschnee geben. Auch in tieferen Lagen sind ein paar Flocken möglich, der DWD warnt zudem vor Glätte.

Die Schneefälle ergeben zusammen mit den Sturm-Prognosen eine gefährliche Kombination: Während es im Flachland verhältnismäßig ruhig bleibt, werden am Dienstag in Hochlagen laut dem DWD „schwere Sturmböen“ mit bis zu 130 km/h erwartet. Besonders stürmisch soll es auf dem Brocken und dem Fichtelberg werden. In Kombination mit dem Neuschnee kommt es so zu gefährlichen Schneeverwehungen. Am Mittwoch spitzt sich die Situation zu.

Wintereinbruch in Deutschland – DWD warnt: Sturm und Schneemassen

Auch in der Nacht zum Mittwoch wird Sturm erwartet, „in einigen Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen orkanartige Böen oder Orkanböen“, schreibt der Deutsche Wetterdienst. Der Schneefall nimmt außerdem weiter zu, es gibt teils „kräftige Schneefälle“ mit örtlich bis zu 30 Zentimeter Neuschnee innerhalb von 12 Stunden – überwiegend in den Alpen. Aber auch für das Erzgebirge und im Bayrischen Wald kündigen sich 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee an.

Echte Schneemassen bekommt der Schwarzwald ab: „Im Schwarzwald bis Mittwoch örtlich an die 60 cm Neuschnee, mit den höchsten Mengen im Südschwarzwald“, schreibt der DWD in der aktuellen Wetterwarnung. Zudem sind oberhalb von 600 bis 800 Metern starke Schneeverwehungen möglich. Das kann vor allem für Autofahrer schnell gefährlich werden, aber auch für Schneeliebhaber auf der Piste. Zudem warnt der DWD vor Schneebruch. Eingeschneite Bäume sollten demnach vermieden werden.

Tatsächlich übertreffen die Schnee-Prognosen für die Alpen aktuell alles: Dort wird „länger andauernder und teils sehr ergiebiger Schneefall“ erwartet, bis in die Nacht zum Donnerstag 30 bis 50 Zentimeter. In höher liegenden Staulagen soll es ordentliche Schneemassen geben, laut DWD sollen bis zu „100 cm Neuschnee“ fallen – also ein ganzer Meter Schnee.

Wer einen Ausflug in eine Schneeregion plant, sollte sich vorab ausgiebig informieren. Zum einen sollten vor Ort Sicherheitshinweise beachtet werden, aber auch die Anreise könnte bereits ungemütlich oder gar gefährlich werden und in einem Verkehrschaos durch unerwartete Schneemassen, Glätte und Schneeverwehungen enden. Übrigens: echo24.de verrät, was zu tun ist, wenn sich das Auto im Schnee festfährt.

Wetter-Chaos in Deutschland: Sturmböen und Schnee – Experten warnen

Erstmeldung, 31. Januar 2022: Kaum ist das Orkantief „Nadia“, das vor allem in Nord- und Ostdeutschland für Schäden und Behinderungen gesorgt hat, abgezogen, kommt am heutigen Montag die „kleine Schwester“ Tief „Odette“ nach Deutschland. Und das neue Tief hat es in sich, wie echo24.de im aktuellen Wetter-Ticker mitteilte.

Zwar bringt es weniger Wind, aber dafür deutlich mehr Regen und im Bergland viel Schnee mit sich, wie die Wetter-Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) berichten. Am Dienstag greifen schließlich die Ausläufer von Tief „Philine“ auf Deutschland über, die weiterhin für Wind, Regen und im Bergland für Schnee sorgen.

Wetter in Deutschland: Sturmböen und Schnee – Experten warnen Schneeverwehungen und Glätte

Für dieses sehr wechselhafte Wetter in Deutschland ist die großräumigen Wetterlage „Nordwest zyklonal“ abgekürzt NWZ verantwortlich. Die Wetterlage NWZ stellt sich ein, wenn sich ein Hoch über Westeuropa beziehungsweise über dem Nordatlantik, nicht weit weg von den Britischen Inseln, befindet und gleichzeitig über dem Nordmeer und Skandinavien tiefer Luftdruck herrscht. Dadurch ergibt sich über Mitteleuropa eine nordwestliche Höhenströmung, in der die Tiefdruckgebiete entlang ziehen.

Glück für die höheren Lagen – denn so eine Wetterlage ist der Schneebringer für die Berge. Vor allem für die Alpen ist das der Fall, da sie quer zur Hauptströmung liegen. Die ganze Feuchtigkeit, die die Tiefdruckgebiete auf der Brust haben, wird dann gegen die Mittelgebirge beziehungsweise gegen die Alpen gedrückt.

Für das Flachland dagegen bedeutet diese Wetterlage meistens nasskaltes Wetter, ohne dass sich eine nachhaltige Schneedecke bilden kann, wie DWD weiter berichtet. Bei solchen Wetterverhältnissen sollten Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen – der ADAC gibt Tipps, worauf Autofahrer bei Schnee und Glätte besonders achten müssen.

Sturm-Chaos in Deutschland: Sturmböen um 100 km/h und winterliche Straßenverhältnisse

Zurück zum heutigen Montag (31. Januar): Tief „Odette“ liegt momentan mit dem Kern über Norddeutschland. An seiner Südwestflanke in West- und Süddeutschland weht der Wind stark bis stürmisch mit Böen zwischen 60 und 75 km/h. In den Hochlagen der westlichen und südlichen Mittelgebirge und der Alpen treten teils schwere Sturmböen um 100 km/h auf.

Autofahrer aufgepasst: Wetter-Experten warnen vor Schneeverwehungen auf den Straßen (Symbolbild).

Zudem fällt vielerorts Regen, Schneeregen und im Bergland oberhalb 400 bis 600 m Schnee. Dabei werden 5 bis 15 Zentimeter, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald um 20 Zentimeter erwartet. An den Alpen fallen sogar 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee. In Verbindung mit dem kräftigen Wind warnen Wetter-Experten vor Schneeverwehungen in den Hochlagen.

Zusammengefasst: Es muss vor allem in Lagen ab 400 bis 600 Meter mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden. In den Alpen, wo insgesamt bis ein Meter Neuschnee fällt, steigt die Lawinengefahr außerdem deutlich an. In tieferen Lagen besteht vor allem nachts die Gefahr von Glätte durch überfrierende Nässe oder geringfügigen Schnee.

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