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Riesige Whatsapp-Störung zeigt: So abhängig sind wir vom Messenger

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Von: Markus Merz

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Massive Whatsapp-Störung zeigt, wie abhängig wir von dem Messenger sind. © picture alliance/dpa/Fabian Sommer

Zwei Stunden lang steht die Whatsapp-Welt am Dienstag still. Nichts geht mehr beim Messenger-Riesen, der down ist, lahmgelegt von einer großen Störung. Das zeigt: Wir sind abhängig von Whatsapp.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der weltweit größte Messenger-Dienst Whatsapp mal wieder von einer massiven Sicherheitslücke betroffen ist. Kritisch sei diese zu behandeln, teilten mehrere Branchen-Magazine mit. Für Nutzer ein echtes Problem, gegen die nur eine Maßnahme wirklich hilft: Regelmäßiges updaten der App selbst. Oder: Ganz auf Whatsapp verzichten.

Aber wer kann das schon in Zeiten, in denen bei Facebook längst nicht mehr alle Freunde oder Verwandte unterwegs sind (die jüngere Generation war da nie und wird es wohl auch nie sein), Instagram taugt nicht als Messenger-App und bei TikTok tummeln sich die Eltern- oder Großeltern eher selten bis gar nicht. Was bleibt, ist Whatsapp. Oder Alternativen wie Signal oder auch Telegram. Aber auch da gilt: Wer in einer App alle für sich wichtigen Menschen erreichen will, der wird nur bei Whatsapp wirklich glücklich.

Whatsapp zwei Stunden lang down: Alternativen gesucht

Ist das ein Problem? Abhängig zu sein von nur einer App, abhängig von einem digitalen Firmen-Riesen? Ganz sicher sogar. Das hat die massive und weltweite Störung von Whatsapp am Dienstag, den 25. Oktober, mal wieder gezeigt. Zwei Stunden lang, von 9 bis 11 Uhr deutscher Zeit, ging bei Whatsapp gar nichts mehr. Nachrichten gingen nicht raus, kamen nicht rein.

Schnell wichen die Menschen aus auf iMessage, SMS oder eben doch Nachrichten bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. Sofort trendete der Hashtag #whatsappdown. Binnen weniger Minuten gingen alleine in Deutschland mehr als 200.000 Störungs-Meldungen ein.

Manche Meldungen bei Social Media oder in einschlägigen Blogs lasen sich so, als sei die Welt stehengeblieben. Zwei Stunden kein Whatsapp? Was soll man da nur tun? Anrufen? Oder sich gar mit den umstehenden Personen unterhalten? Klingt nach einer verrückten Idee, kann aber helfen. Ein bisschen Entschleunigung schadet uns allen nicht.

Weniger Whatsapp, mehr Störung

Für etwas Entspannung, das muss man Whatsapp zugute halten, sorgt der Messenger-Dienst seit kurzem selbst. Den eigenen Online-Status kann nun jeder Nutzer individuell verwalten. Rechtfertigungen auf Vorwürfe wie „Du warst online, aber hast mir nicht geantwortet“ gehören damit der Vergangenheit.

Vielleicht würde uns aber die eine oder andere weitere Störung bei Whatsapp gut tun. Der eigenen Entspannung zuliebe.

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