Erste Wetterprognose

Wetter: Winter-Chaos 2021? Das erwarten Experten im verrückten Wetter-Jahr

Alle Autoren
    schließen
  • Julia Thielen
    Julia Thielen
  • Christina Rosenberger
    Christina Rosenberger
  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa

Der Winter könnte sich in diesem Jahr eisig anfühlen. Das zumindest lässt sich nach einer ersten Prognose von Wetter-Experten spekulieren.

Update, 7. September: Wenn man einen Meteorologen Anfang September fragt, wie das Wetter im Winter wird, könnte es gut sein, dass er nur die Augen verdreht. Dabei ist es nur logisch, dass der Blick in Richtung Weihnachten schwingt, sobald die Adventssüßigkeiten nach den Sommerferien wieder in den Regalen der einschlägigen Supermärkte auftauchen. In diesem Jahr waren die Experten allerdings sogar schneller als die Schokonikoläuse. So hat der amerikanische Wetterdienst NOAA bereits im August einen Blick auf ein Langzeitmodell gewagt. Und das gibt wirklich einen überraschenden Hinweis auf die Temperaturen in diesem Jahr, wie echo24.de* berichtet.

Dass Meteorologen normalerweise nur ungern so früh eine Prognose abgeben, liegt daran, dass eine absolut präzise und damit zuverlässige Aussage über das Wetter erst wenige Tage - je nach Wetterlage manchmal erst Stunden zuvor - möglich ist. Dennoch können Wettermodelle mittlerweile anhand verschiedener Trends ablesen, wie das Wetter auch in fernerer Zukunft aussehen könnte.

Wetter: „Eiswinter“? So kalt wird‘s laut Experten wirklich

Auf den ersten Blick wirkt es unspektakulär, was die NOAA für den Winter 2021/22 ausmalte. Er soll durchschnittlich werden - mit 0,5 Grad zu viel oder zu wenig im jahrelangen Vergleich. Doch in jüngerer Zeit ist genau das alles andere als Durchschnitt. In den letzten 20 Jahren vielen die Winter rund 1,3 Grad wärmer aus als der langjährige Mittelwert.

Selbst der Winter 2020/21 war laut Deutschem Wetterdienst zu warm. Mit 1,8 Grad Celsius immerhin 1,6 Grad über dem Mittelwert. Und das, obwohl uns vor allem die tagelange Frostpeitsche aus dem Februar im Gedächtnis geblieben sein dürfte. Die brachte immerhin arktische Temperaturen nach Deutschland* - mit einem gemessenen Tiefstwert von -26,7 Grad.

Winter 2021: Eisige Temperaturen? So kalt wird es wirklich

Im Umkehrschluss lässt das heftige Spekulationen für den kommenden Winter zu. Denn: Wenn dieser im Schnitt noch einmal zwischen 1,3 bis 2,3 Grad kälter wird, könnte das noch frostigere Tage bedeuten. Abhängig ist das auch vom Polarwirbel, der nun bereits Fahrt aufnimmt* und unseren Winter maßgeblich mitbeeinflusst.

Die Alternative wäre natürlich, dass es dauerhaft kühler wird als im vergangenen Jahr. Denn dort gab es - ebenfalls im Februar - mit einem Maximum von 22 Grad auch das andere Extrem. Fest steht: Sollte die NOAA-Prognose tatsächlich zutreffen, dürfte uns der Winter in Deutschland wirklich wie ein „Eiswinter“ anfühlen. Das hatte auch Meteorologe Dominik Jung unlängst bei wetter.net erklärt (siehe Update vom 18. August).

Durchschnittstemperatur im WinterTemperatur
langjähriger Mittelwert+0,2 Grad Celsius
letzte 20 Jahre+1,4 Grad Celsius
Winter 2020/21+1,8 Grad Celsius
erste NOAA-Prognose Winter 2021/22-0,3 Grad bis +0,7 Grad Celsius

Ob es wirklich so kommt, das wird sich in den kommenden Monaten immer besser herauskristallisieren. Falls ja, so die bisherige Prognose, könnten auch Schneefans auf ihre Kosten kommen. Im Zusammenspiel mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und ebenfalls vorhergesagtem durchschnittlichem Niederschlag könnte Schnee womöglich auch länger liegen bleiben.

Winter 2021: Schnee-Chaos? Erste Wetter-Prognose vom NOAA da

Update vom 30. August: Derzeit lässt das Wetter in Deutschland zu wüschen übrig. Obwohl es erst Ende August ist, scheint der Herbst Deutschland* schon längst erreicht zu haben, wie echo24.de* berichtet. Läutet der frühe Herbstanfang also einen kalten bis normalen Winter ein? Laut NOAA-Prognose dürfen sich die Schnee-Fans freuen. Doch laut Wetter-Statistik der letzten Jahre soll der Winter 2021/22 auch dieses Jahr zu mild ausfallen.

Auch manche Langfristprognosen unterstützen diesen Wettertrend. So soll das Langfristmodell der NOAA berechnet haben, dass die Monate September, Oktober und November mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad eher normal ausfallen, wie wetterprognose-wettervorhersage.de berichtet. Für die Wintermonate 2021/22 von Dezember bis Februar 2022 wird eine Abweichung der Temperatur von +1,5 bis +2,5 Grad und im Trend bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert.

Wenn man also den Berechnungen und Wettertrend-Prognosen der NOAA für den Winter 2021/22 Glauben schenken will, so muss man davon ausgehen, dass auch der diesjährige Winter zu mild ausfallen wird. Es bleibt also weiterhin spannend!

Winter 2021: Schneemassen und Frost-Keule? Dieses Wetter erwarten Experten

Update vom 25. August: Winterfreunde warten auf einen normalen bis kalten Winter 2021/2022. Laut NOAA-Vorhersage stehen die Chancen dafür gut, wie echo24.de* in einer ersten Meldung am 18. August bereits ausführt. Es gibt aber auch andere Prognosen – und die sagen einen milden Winter vorher. Rückblickend waren die Wintermonate der letzten acht Jahre allesamt zu warm. Laut wetterprognose-wettervorhersage.de lag die durchschnittliche Abweichung der Wintermonate der letzten 20 Jahre in etwa um +1,3 Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Hinzu kommt, dass auch in den mittleren Lagen zwischen 300 und 600 Meter immer weniger Schnee und Frost gibt. Die Frostgrenze schwankte in den letzten Wintern meist zwischen 500 und 800 Meter, früher lag diese zwischen 300 und 600 Meter. Berücksichtigt man diese Entwicklung und nimmt weitere statistische Zahlen hinzu, zeichnet sich ein deutlicher Trend für die Wintersaison. Kurz gefasst: Nach dieser Statistik ist mit höherer Wahrscheinlichkeit ein zu warmer Winter 2021/2022 zu erwarten.

Winter-Wetter 2021/2022: Unterschiedliche Prognosen - erste Experten-Vorhersagen

Aber: Das Wetter hält sich selten an Statistiken. Deswegen bleibt es weiterhin spannend - und Winterfreunde müssen sich noch etwas gedulden und überraschen lassen, wie der Winter 2021/2022 tatsächlich ausfällt.

Winter 2021: Schneemassen und Mega-Frost? Die Experten-Vorhersage

Erstmeldung vom 18. August: Das Wetter spielt Europa bereits den ganzen Sommer lang immer wieder böse Streiche. Erst musste Deutschland zittern, weil in der Eifel eine Jahrhundertflut ganze Städte zerstörte und unzählige Todesopfer forderte, dann folgten in Griechenland und der Türkei massive Waldbrände. Ein Zeichen des Klimawandels*, wie echo24.de* berichtet. Doch bedeutet der heiße Sommer auch gleich einen milden Winter?

Nicht, wenn es nach den Wetter-Experten des amerikanischen Wetterdienstes NOAA geht. Diese Institution hat mithilfe von modernster Technik schon jetzt eine Prognose erstellt, wie der Winter 2021/2022 aussehen könnte - und die Einschätzung der Meteorologen überrascht.

Winter 2021/2022: Langfristmodelle mit erstaunlicher Prognose

Geht es nach dem Wettermodell der amerikanischen Experten, so könnte auch Deutschland ein verhältnismäßig eisiger Winter erwarten. Laut dem wetter.net-Meteorologen Dominik Jung lagen die Winterprognosen der Langfristmodelle in den letzten Jahren deutlich über dem Klimamittel – heißt, sie waren zu warm. Das ist in der NOAA-Vorhersage für den kommenden Winter 2021/2022 nun nicht mehr der Fall. Zum ersten Mal seit Langem prognostizieren die Experten einen durchschnittlichen Winter – der für viele Deutsche als zu kalt empfunden werden könnte.

„Ein normaler Durchschnittswinter wäre wahrscheinlich für die meisten von uns ein zu kühler Winter“, erklärt Dominik Jung in seiner Analyse der NOAA-Winterprognose. Denn viele Menschen seien, so der Meteorologe, normale Wintertemperaturen gar nicht mehr gewohnt. Doch Wintersport-Freunde könnten ihre wahre Freude mit der kommenden kalten Jahreszeit haben, denn auch Schnee könnte laut der Vorhersage der US-Experten in diesem Jahr in Massen fallen.

Winterprognose 2021/2022: Gute Nachrichten für Wintersport-Fans?

wetter.net-Meteorologe Jung sieht diese Prognose für die Niederschläge im kommenden Winter als überraschend an. Er erklärt, auf dem Schaubild der NOAA-Prognose könne man sehen, dass es „weder zu trocken, noch zu nass wird“. Ein sehr durchschnittlicher Winter also. Nur in den Alpen zeigt das Wettermodell viele Niederschläge. Laut Jung „vielleicht ein sehr schneereicher Winter in den Alpen.“

Winterwetter wird dieses Jahr laut ersten Prognosen wieder möglich. (Symbolbild)

Allerdings ist diese Prognose „wirklich nur ein erster, ganz grober Trend“, versichert Jung. Denn die Jahreszeiten-Trends können laut dem Experten nur versuchen, abzuschätzen, ob eine Jahreszeit wärmer oder kühler ausfallen wird als im Mittel. „Niemand sollte seinen Urlaub danach planen“, meint Jung, die Jahreszeitenprognosen der Wetterdienste seien „einfach nur klimatologische Monatstrends“. Am Ende müsse man abwarten, was wirklich daraus wird.

Winterprognose 2021/2022: Noch keine verlässlichen Angaben möglich

Das bestätigt auch der Deutsche Wetter-Dienst (DWD). Dieser erklärt: Mit einem Klimavorhersagesystem lässt sich nicht das Wetter der kommenden Wochen, Monate und Jahre für einen bestimmten Tag an einen bestimmten Ort vorhersagen. Vielmehr ist das Ziel, klimatische Tendenzen über längere Zeiträume und größere Gebiete vorherzusagen und als Abweichungen von einem Normalzustand darzustellen.

Deshalb bleibt es spannend. Zunächst aber wird es nochmals wärmer. In Baden-Württemberg stehen wohl die letzten warmen Sommertage bevor*. Das berichtet echo24.de* in einem gesonderten Artikel. Auch bei fr.de* erwartet man am Wochenende Samstag (21. August) und Sonntag (22. August) demnach sogar in manchen Regionen nochmals bis zu 30 Grad*. Doch auch die Prognose für den Herbst* sieht laut Wetter-Experten gut aus. Demnach könnte der Herbstanfang erneut milde Temperaturen und sogar noch ein paar wärmere Tage bringen. *echo24.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema