Meteorologen sehen erneutes Comeback

Heftiges Wetter-Phänomen: „Blutregen“ fegt über Deutschland

  • Julia Thielen
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Das Wetter in Deutschland bringt einmal mehr ein fieses Phänomen mit sich. Der sogenannte „Blutregen“ rauscht am Mittwoch oder Donnerstag über uns hinweg.

Früher galt er als schlechtes Omen. Heute klingt nur noch sein Name gruselig. Die Rede ist vom sogenannten „Blutregen“. Das fiese aber durchaus beeindruckende Wetter-Phänomen hat sich zuletzt bereits häufig in Deutschland gezeigt. Auch für die kommende Woche erwarten Meteorologen erneut den rötlich-braunen Niederschlag.

Wetter Deutschland: „Blutregen“ - fieses Phänomen schlägt wieder zu

Erst am Freitag, 26. Februar, fiel in weiten Teilen Deutschlands dank Tief Erick „Blutregen“ vom Himmel. Doch er ist kein Vorzeichen für drohendes Unheil, wie man früher glaubte. Stattdessen lässt sich das Wetter-Phänomen ganz einfach erklären: Blutregen ist eine rötliche bis bräunliche Färbung des Regens, „welche hauptsächlich durch Wüstensand und/oder Staub verursacht wird“, wie es von den Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) heißt. Der Regen wäscht die Sandpartikel aus der Luft und setzt sich dann oft als rötliche Tropfen ab.

Das Wetter-Phänomen kann sich dann allerdings als ziemlich fies entpuppen. Bleibt „Blutregen“ auf Autos oder Fahrrädern liegen, ist nämlich nicht nur waschen angesagt. Man sollte dabei auch besonders vorsichtig sein. Denn der im Regen enthaltende Sand kann unter Umständen Kratzer im Lack verursachen.

„Blutregen“ über Deutschland: Experten sehen erneutes Comeback von Wetter-Phänomen

Trotzdem ist der „Blutregen“ ein durchaus beeindruckendes Schauspiel. Nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Färbung. Der oft enthaltene Saharasand birgt Mineralien - und kann so sogar als guter Dünger für die Natur fungieren, wie Wetter-Experte Andreas Machalica auf wetter.com erklärt. Außerdem würde durch den Regen das derzeit „trübe Sonnenlicht wieder klarer“. Das hatte der Saharasand, der nach Deutschland geweht worden war, zuletzt buchstäblich eingestaubt.

Trotzdem kehren die extrem hohen Temperaturen der letzten Tage nicht zurück. „Der Blutregen spült den Rekord-Frühling weg“, erklärte Meteorologe Dominik Jung bei wetter.net. Laut den Experten des DWD bleibt das Wetter in Deutschland zu Beginn der nächsten Woche aber vor allem im Süden Deutschlands weitestgehend „sonnig und sehr mild“.

Wetter Deutschland: Nach „Blutregen“ - es droht wieder arktische Kälte

Das dafür verantwortliche Hoch könnte laut weatherchannel.com-Meteorologe Jan Schenk „Mittwoch oder Donnerstag neuen Saharasand“ mit sich tragen und das Wetter in Deutschland erneut beeinflussen. Infolgedessen könnte es auch erneut zum Wetter-PhänomenBlutregen“ kommen. Und nicht nur das.

„Es wird wieder winterlicher“, erklärt Schenk. Dann könnten sogar gleich zwei Wetter-Phänomene in Deutschland aufeinandertreffen. Die Auswirkungen des Polarwirbelsplits könnten erneut für arktische Kälte sorgen und dann möglicherweise sogar „Blutschnee“ vom Himmel fallen. Laut einigen drastischen Prognosen könnte der Frühling damit jedenfalls in weite Ferne rücken.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/imago-images

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