Mitte März mit erschreckender Prognose

Waldbrandgefahr im März: Vorsicht in diesen Teilen Baden-Württembergs

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen

Das gute Wetter hat in Deutschland im wahrsten Sinne auch Schattenseiten. Am Wochenende herrscht teils extrem hohe Waldbrandgefahr.

Update, 23. März: Auch weiterhin ist es zu trocken in Baden-Württemberg. Waldbrandgefahr ist die Folge – schon vor etwa zwei Wochen mussten die Feuerwehren im Südwesten am Wochenende gleich mehrmals ausrücken, um Wälder und Flächen zu löschen, die Feuer gefangen hatten. Denn bereits seit einigen Wochen regnet es so gut wie gar nicht mehr und auch in der kommenden Woche sieht es nicht besser aus.

Wetter in Baden-Württemberg: DWD ruft Waldbrand-Gefahrenstufen 3 und 4 aus

Wie der Deutsche Wetterdienst DWD berichtet, erwarten Wetter-Experten in Baden-Württemberg frühestens im April wieder Niederschläge. Dementsprechend wächst auch die Waldbrandgefahr weiter an. Auf dem Waldbrandgefahrindex, den der DWD täglich aktualisiert, verzeichnet Baden-Württemberg flächendeckend Stufe 3 von 5 – im Osten des Landes, rund um Heilbronn beispielsweise, herrscht sogar Waldbrandgefahrenstufe 4.

Die Politik ist wegen des trockenen Frühlings besorgt. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hau (CDU) warnte im SWR vor der Brandgefahr durch altes Laub, Nadeln und herumliegende Äste. Der wenige Regen habe kaum zur Entspannung beigetragen. em schließt sich auch Cordula Saumleit, die Leiterin des Forstamts im Kreis Esslingen an.  Die Menschen würden die Gefahr unterschätzen, die im Frühjahr von trockenen Blättern und Ästen ausgehe. Schon ein Funke sei genug, um einen ganzen Wald in Brand zu setzen – beispielsweise von Zigaretten. Deshalb gilt auch in ganz Baden-Württemberg ab Anfang März ein generelles Rauchverbot in den Wäldern.

Wetter in Baden-Württemberg: Mehrere Brände im Südwesten – es ist zu trocken

Update, 13. März: Es ist extrem trocken – mitten im März sind deshalb in Baden-Württemberg gleich mehrere Wald- und Flächenbrände ausgebrochen. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtet, sind besonders im Kreis Esslingen am Wochenende immer wieder Feuer entbrannt. So musste die Feuerwehr am Stadtrand von Nürtingen einen Brand löschen, außerdem gerieten am Samstagabend in Plochingen ein Grill und daneben gestapeltes Holz in Brand.

In Bissingen/Teck brannten außerdem etwa 100 Quadratmeter Rasenfläche. Aber auch im Zollernalbkreis, in Albstadt, musste die Feuerwehr ausrücken. Das Verbrennen von Grünschnitt war am Samstagnachmittag außer Kontrolle geraten. Starker Wind hatte Funken auf eine Grasfläche getragen und sowohl den Rasen als auch mehrere kleine Bäume entzündet. Im Kreis Tübingen, in Ammerbuch, brannte eine 45 Quadratmeter große Fläche.

Wetter in Baden-Württemberg: „Alarmstufe 4“ löst mehrere Brände aus

Erstmeldung, 12. März: Überwiegend Sonne, Temperaturen im zweistelligen Bereich und wenige Wolken – in Baden-Württemberg und weiten Teilen Deutschlands ist der Frühling angekommen. Das Wetter im Südwesten ist freundlich, Niederschlag sucht man seit Tagen vergeblich. Doch was auf den ersten Blick erstmal die allermeisten freut, kann auch rasch zu Problemen führen.

Denn wie der Meteorologe Jan Schenk auf The Weather Channel berichtet, ist es schon jetzt sehr trocken und die Situation verschärft sich auch weiter. Denn am Wochenende ist erneut schönes Wetter angesagt. Das lockt auch viele Menschen zu Tagesausflügen und Spaziergängen in die Natur. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Denn die allgemeine Feuergefahr steigt im ganzen Bundesgebiet.

Wetter in Deutschland: „Alarmstufe 4“ wegen Waldbrandgefahr – Experte warnt

Für die Jahreszeit ist es nämlich außergewöhnlich warm. „Besonders im Westen erwarten uns überdurchschnittlich hohe Temperaturen“, berichtet Wetter-Experte Schenk und meint damit Werte von bis zu 14 Grad in Köln und bis zu 13 Grad in Stuttgart. Am Samstag und am Sonntag herrscht in ganz Deutschland teils extrem hohe Waldbrandgefahr. Auch in der Region rund um Heilbronn ist Alarmstufe 4 angesagt, diese zieht sich dann weiter nach Osten bis hoch nach Berlin.

Aber auch der Rest Deutschlands befindet sich am Wochenende mit wenigen Ausnahmen zumindest im „orangen“ Bereich des Waldbrandgefahrenindexes auf Stufe 3. Am Sonntag könnte in der Lausitz, rund um Hoyerswerda, sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen werden.

Waldbrandgefahr im März: So verhalten Sie sich richtig in der Natur

Des Weiteren ist auch der sogenannte „Grasfeuerindex“ in ganz Deutschland am Wochenende extrem hoch. Beinahe ohne Ausnahme steht die Gefahr für Flächenbränden somit auf der zweithöchsten Stufe. Deshalb bittet Meteorologe Jan Schenk auch eindringlich, vorsichtig mit der Natur umzugehen und die hohe Feuergefahr auch bei Spaziergängen oder Ausflügen zu bedenken.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte auch in der Region rund um Heilbronn immer wieder hohe Waldbrandgefahr geherrscht. Daher warnte auch die Stadt bereits einige Male davor, im Wald Feuer zu machen, Kerzen oder Fackeln anzuzünden. Außerdem ist es bei Waldbrandgefahr besonders wichtig, keine Glasscherben in der Natur herumliegen zu lassen, da sie wie Brenngläser wirken können. Zusätzlich ist bei jedem Ausflug zu bedenken: In Baden-Württemberg gilt zwischen dem 1. März und 31. Oktober im Wald ein Rauchverbot.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema