Erneut Hochwasser-Gefahr in Deutschland?

Wetter in Deutschland: DWD warnt erneut vor Unwetter am Wochenende

  • Lisa Klein
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Am Wochenende zieht das nächste Gewittertief über Deutschland. Bis Mitte nächster Woche muss erneut mit Unwettern und Hochwasser durch Starkregen gerechnet werden.

Bereits zum kommenden Wochenende steuert das nächste Gewittertief aus Frankreich auf Deutschland zu. Bis Freitag bleibt das Wetter in Deutschland und Baden-Württemberg überwiegend sommerlich sonnig und ruhig – doch bereits in der Nacht zum Samstag kippt das Wetter. Die Unwetter-Lage nimmt im Laufe des Samstags zu, auch am Sonntag kann es zu heftigen Gewittern kommen und die kommende Woche startet mit schauerartigen Regenfällen.

Die Sorge vor erneuten Überschwemmungen und Hochwasser in Deutschland ist groß. Zwar soll es ab Herbst 2021 eine App geben, die vor Sturzfluten warnt, doch die kommt für einige Regionen zu spät. Die Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erschüttert ganz Deutschland. Und auch Baden-Württemberg hatte punktuell mit Extremwetter zu kämpfen, im Stadtgebiet Lörrach wurde wegen Überschwemmungen sogar der öffentliche Notstand ausgerufen.

Einige Regionen, darunter auch die Region Stuttgart, wappnet sich nun vor möglichem Hochwasser. Ob das Gewittertief, welches am Wochenende auf Deutschland trifft, erneut ganze Dörfer überflutet, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden – die Sorge allerdings ist groß. „Ab dem kommenden Wochenende sind sehr wahrscheinlich wieder Unwetter unterwegs in Deutschland. Und dann drohen heftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, mit Hagel und auch mit Sturmböen – also die volle Unwetter-Palette“, erzählt der Meteorologe Alban Burster von dem Wetterportal wetter.com.

Unwetter-Warnung am Wochenende in Deutschland: Starkregen und Gewitter kommen

Zusammenbrauen wird sich das Unwetter bereits am Donnerstag, auch wenn Deutschland am Donnerstag und Freitag vorerst noch verschont bleibt. Ein Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik „rückt Freitag schon Richtung Bretange und schaufelt auf seiner Vorderseite eine sehr heiße und schwüle Luftmasse zu uns“, erläutert der Wetterexperte. Diese schwülen Luftmassen sind ein „Nährboden für sehr heftige Schauer und Gewitter“.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für die Nacht zum Samstag im Südwesten gebietsweise aufkommenden schauerartigen, teils gewittrigen Regen vorher. Im Rest des Landes bleibt es gering bewölkt oder klar und trocken. Am Samstag wird es im Laufe des Tages zunehmend wolkig bis stark bewölkt, es werden schauerartige Regenfälle und teils kräftige Gewitter erwartet.

Unwetter-Warnung: Starkregen und Hagel möglich

Der DWD warnt vor lokalen Unwettergefahren durch Starkregen oder größeren Hagel. Die Tageshöchstwerte bewegen sich am Samstag in Deutschland zwischen 23 und 28 Grad. Abgesehen von Gewitterböen weht meist nur ein schwacher Wind. In der Nacht zum Sonntag folgen dann weitere Regenfälle und Gewitter, die sich über die Mitte ost-nordostwärts ausbreiten. Gebietsweise warnt der DWD vor Starkregen. Die nächtlichen Temperaturen bewegen sich zwischen 14 und 20 Grad.

Am Sonntag ist es in Deutschland unterschiedlich bewölkt mit schauerartigen Regenfällen und Gewittern. „Regional eng begrenzt“ gilt laut Deutschen Wetterdienst „Unwettergefahr durch heftigen Starkregen“. Gebietsweise gibt es am Sonntag aber auch längere trockene Abschnitte. Häufig ist es schwülwarm mit Höchstwerten von rund 22 Grad in den westlichen Mittelgebirgen und bis zu 29 Grad Richtung Oder und Neiße.

Unwetter in Deutschland: Weiterhin Hochwasser-Gefahr und Starkregen

In der Nacht zum Montag sollen die Gewitter laut DWD wieder nachlassen, gebietsweise kommt es noch zu Regen, örtlich auch zu kräftigen Regengüssen. Die nächtlichen Tiefstwerte betragen um die 19 Grad im Nordosten und rund 13 Grad im westlichen und südwestlichen Mittelgebirgsraum.

Auch in der kommenden Woche ist, was das Thema Unwetter angeht, keine Besserung in Sicht: Der Deutsche Wetterdienst spricht von „wechselnde bis starke Bewölkung mit schauerartigen Regenfällen und Gewittern“ am Montag und Dienstag, dazu kommt lokale Starkregengefahr. Die Tageshöchsttemperatur bewegen sich meist zwischen 23 und 29 Grad mit den höheren Werten im Osten des Landes, dazu ist es aufgrund der Regenfälle schwülwarm.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa/dpa-tmn

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