„Teils unmöglich, das Haus zu verlassen“

Wetter Deutschland: Mega-Schneemengen - Experten rechnen mit einer Katastrophe

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  • Jason Blaschke
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Teilen Deutschlands droht am Sonntag die totale Schneekatastrophe. Der DWD warnt mancherorts vor gigantischen Mengen Neuschnee, Eisregen und Blitzeis.

  • Am Wochenende droht in vielen Teilen Norddeutschlands ein totales Schneechaos.
  • In einigen Regionen Deutschlands werden gigantische Mengen Neuschnee erwartet.
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit vor Neuschnee, Eisregen und Blitzeis.

Update, 6. Februar: Was ist nur los in der Bundesrepublik? Während in Baden-Württemberg das Wetter beinahe frühlingshaft ist, droht Norddeutschland ein heftiger Schneesturm mit eisigen Temperaturen. Grund dafür ist ein arktischer Kaltluft-Wirbel, der sich am Wochenende über Deutschland bildet. „Die Auswirkungen dieser Wetterlage werden dramatisch sein“, erklärt Franz Molé, Vorhersage-Chef des Deutschen Wetterdienstes (DWD), in der Bild-Zeitung zur aktuellen Wetterlage.

Wetter Deutschland: Mega-Schneemengen: Experten sagen Katastrophe voraus

Laut DWD sollen sich die Menschen in Norddeutschland darauf einstellen, dass es unter anderem zu Stromausfällen kommen kann. Die Wetter-Experten des DWD rechnen damit, dass in der Nacht zu Sonntag und am Sonntag mancherorts bis zu 40 Zentimeter Neuschnee geben könnte. Besonders betroffen seien Niedersachsen und Teile von NRW. Und das ist noch nicht alles. Neben eisigen Temperaturen und gigantischen Schneemengen ist mit stürmischem Ostwind zu rechnen.

Die Wetter-Experten rechnen in Deutschland mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Das wiederum könnte vielerorts zu Schneeverwehungen führen. Der DWD warnt: Es könnte unmöglich werden, das Haus zu verlassen. Grund dafür sei neben Schnee und Wind mögliches Glatteis. Wie die Bild-Zeitung berichtet, könnten Eisregen und Blitzeis zu mehreren Zentimetern starken Eisschichten führen. Schon am Sonntagabend könnte es Experten zufolge dazu kommen.

Wetter Deutschland: Schnee-Katastrophe: Extreme auch in Baden-Württemberg?

Molé ist sehr besorgt. Auf bild.de erklärt der Wetter-Experte: „Es schaukelt sich hoch ab Samstag in der zweiten Tageshälfte.“ Heißt: Wer am Wochenende plant, das Haus zu verlassen, sollte mancherorts die Schneeketten anlegen und vorsichtig fahren. Die Autobahnmeistereien haben sich auf die mögliche Wetter-Katastrophe in Deutschland bereits vorbereitet. 100 Räum- und Streufahrzeugen stehen im Norden bereit, heißt es in der Bild-Zeitung zur bald kommenden Wetter-Katastrophe.

Neben Verkehrschaos und Stromausfällen muss am Sonntag und in der Nacht auf Sonntag zudem mit Zugausfällen in Norddeutschland gerechnet werden. Der Süden Deutschlands soll von der Wetter-Katastrophe verschont bleiben. Die Experten des DWD prognostizieren für Süddeutschland stürmische Böen und Temperaturen von bis zu 15 Grad Celsius. Doch schon in der kommenden Woche könnte auch Baden-Württemberg die „Eiszeit“ bevor stehen, sagen mehrere Meteorologen.

Wetter Deutschland: Schnee-Katastrophe: DWD-Experten warnen vor Unwetter

Update vom 5. Februar: Jetzt wird es richtig heftig! Am Wochenende erwartet der DWD extremes Unwetter durch starken Schneefall mit Verwehungen, südlich davon gibt es gefrierenden Regen und ebenfalls Unwetter. Bereits heute fällt von der Deutschen Bucht bis Brandenburg etwas Schnee und es kommt zu Glätte durch Schneematsch oder etwas Neuschnee.

Meteorologen sprechen schon heute von einem „denkwürdigen Ereignis mit Seltenheitswert“ und ziehen Vergleiche zum Winter 1978/79. Zwischen Nord- und Süddeutschland erwarten Experten ein Temperaturgefälle von rund 20 Grad. „So etwas kommt nicht alle Tage vor“, sagte ein Meteorologe des DWD in Offenbach gegenüber der dpa.

Wetter Deutschland: Schnee-Katastrophe droht - Experten warnen eindringlich

In der Nacht zum Samstag von Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen bis zur Lausitz leichte Schneefälle, vereinzelt gefrierender Regen und häufiger Schnee- und Eisglätte. Am Samstag breitet sich das Winter-Wetter weiter aus: Von Ostwestfalen bis in den östlichen Mittelgebirgsraum beginnt es zu schneien, zunächst vor allem im Bergland - Richtung Osten droht Glätte durch Neuschnee.

Dann wird der Schneefall von Süden her immer stärker: In der Nacht zum Sonntag bis in die Nacht zum Montag rollt die Schnee-Walze über Teile Deutschlands. Ausgehend von Niedersachsen, NRW bis zur Lausitz und zum Erzgebirge fallen in 24 Stunden verbreitet zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee - nach Nordwesten hin sogar 20 bis 40 Zentimeter!

Durch den lockeren Schnee und teils stürmischem Ostwind muss mit sehr starke Schneeverwehungen gerechnet werden. Der DWD warnt am Wochenende ausdrücklich vor Unwetter durch starken Schneefall und sehr starke Schneeverwehungen, über Niedersachsen auch extremes Unwetter.

Winter-Wetter in Deutschland: Am Wochenende rechnet der Experte mit einer „Schneekatastrophe“

Erstmeldung vom 3. Februar: Der bereits angekündigte Kälte-Hammer kommt nun nach Deutschland: Ab dem Wochenende soll es wieder richtig kalt werden, der Winter kehrt zurück und es droht erneut Schneechaos. Arktische Luft zieht aus dem Nordosten von Finnland über Deutschland. Meteorlogen erwarten Dauerfrost, gefährliche Glätte und große Schneemengen.

Das Deutsche und Europäische Wettermodell zeigt derzeit eine „eiskalte Lage aus Nordosten“. Zwei Tiefdruckgebiete im Osten sorgen zudem für extreme Schneefälle. Mitte Februar werden Nachtfröste um die minus 15 Grad erwartet, erklärt der Meteorologe Bernd Madlener auf dem Wetterportal wetter.com.

So wird das Wetter am Wochenende in Deutschland: Scheechaos und Dauerfrost

„In Norddeutschland droht eine Schneekatastrophe. Es könnte bis zu 60 Zentimeter Neuschnee am Wochenende geben. Es kommt arktische Kaltluft aus dem Norden und trifft über Norddeutschland auf Mittelluft aus dem Süden. Das heißt: Es schneit extrem stark“, erklärt der Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel.

Betroffen sind laut des Meteorologen vor allem Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 50 Zentimetern Neuschnee, inklusive Schneeverwehungen von der Ostsee her. „Im ungünstigsten Fall, nach dem Europäischen Modell, sieht man, dass ganz Norddeutschland einschneien kann. Da gibt es Schneedecken von bis zu 60 Zentimetern, innerhalb von 48 Stunden. Da kann es sein, dass Ortschaften einschneien, abgeschnitten werden und der Schnee auch tagelang liegen bleibt“, prognostiziert der Meteorologe Schenk.

Winter-Wetter in Deutschland: DWD warnt vor Schnee und Glätte

Im schlimmsten Fall wären also auch die Regionen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen vom Schneechaos in Deutschland betroffen*, wie auch ruhr24.de* berichtet. „Es könnte der stärkste Schneefall der vergangenen Jahre sein“, meint der Meteorologe. Diese hohen Schneemengen sorgen nicht nur für ein Schneechaos auf den Straßen, sondern können auch zu Schneebruch führen. Somit droht Gefahr auch von oben, durch morsche Äste, die die Last durch die Schneemassen nicht tragen können.

Der DWD warnt bereits jetzt vor Glatteis, Frost und starkem Schneefall im Norden. Zudem werden orkanartige Böen im Hochschwarzwald erwartet, sowie schwere Sturmböen im Mittelgebirge, in den Alpen sowie auf Helgoland. Auch im Südwesten und Westen Deutschlands kommt es verbreitet zu Windböen, sowie an der nordfriesischen Küste und an der Ostsee.

Das Wetter am Wochenende in Deutschland: Tauwetter und Hochwasser im Süden

Während im Norden mit einer Schneekatastrophe gerechnet wird, bleibt es im Süden am Wochenende mild, mit Temperaturen von bis zu 15 Grad. Die Kaltluft soll sich erst zum Beginn der kommenden Woche in ganz Deutschland ausbreiten. Vom Thüringer Wald bis nach Südostbayern und im Mittelgebirge im Süden herrscht vorerst weiterhin Tauwetter. Dadurch bleibt die Hochwassergefahr vorerst auch weiterhin. Aufgrund des Hochwassers ist auf dem Rhein bei Karlsruhe bereits die Schiffahrt eingestellt worden. *ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Werner Schilling/dpa

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