Sturmtief „Nasim“ kommt

Wetter Deutschland: Experten erwarten erneut Schnee im Süden – DWD warnt

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Ist der Winter nun endlich vorbei? Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) könnte es besonders im Süden des Landes nochmal frostig und ungemütlich werden.

Der April macht, was er will – das zeigt der Monat in diesem Jahr wieder besonders eindrucksvoll. Das April-Wetter spielt verrückt*, so schneite es am vergangenen Wochenende bis in die tieferen Lagen Baden-Württembergs und auch der Saharastaub legte vor wenigen Tagen erneut einen rot-bräunlichen Film über die Landschaft*. Doch damit noch nicht genug – wie echo24.de* berichtet, bringt der April nun auch weiterhin wilde Wetteraussichten mit sich. Sturmtief „Nasim“ nähert sich.

Laut Angaben des Deutschen Wetterdiensts sorgt dieses Tief in der zweiten Wochenhälfte für eine stürmische Zeit in Teilen Deutschlands. Ab Donnerstag wird „Nasim“ demnach über das Land ziehen. Vor allem warnt der DWD im Zuge dessen vor erhöhter Sturmgefahr – im Süden der Bundesrepublik rechnen die Wetter*-Experten sogar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Zusätzlich erwartet DWD-Meteorologe Felix Dietzsch einzelne Gewitter und zum Teil kräftigen Regen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa.

Wetter Deutschland: Sturmwarnung am Wochenende – kommt auch Schnee?

Am Freitag wird es dann besonders im Süden Deutschlands nochmal ungemütlicher. Laut DWD nimmt der ohnehin schon kräftige Regen nochmal zu – am heftigsten trifft es demnach wohl den Schwarzwald. „Unwetterartige Mengen“ an Niederschlag könnten dann in einigen Regionen vom Himmel strömen und auch der Wind lässt am Freitag noch nicht nach. Besonders in Alpennähe wehen Winde in Sturmstärke – ebenso sieht es weiter in Richtung Norden aus. Dazu kommt dann noch ein Wintereinbruch.

Laut Aussagen der Wetter-Experten zeigen sich die Unwetter* am Freitag nicht nur in Form von Dauerregen, sondern auch mit einem alten Bekannten, den man eigentlich aus dem Winter kennt. In einigen Regionen des Mittelgebirges fällt demnach erneut – mitten im April – Schnee. Dieser wird von örtlichen Gewittern begleitet. Die Temperaturen in der Nacht zum Samstag in Baden-Württemberg*: Bei Tiefstwerten von +6 bis -1 Grad mit Frost, Glätte und Schneeregen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net prognostiziert sogar nochmals Schneefälle bis in tiefere Lagen für weite Teile Süddeutschlands.

Wetter Deutschland: Schnee, Regen und Sturm kommen – wann wird es wieder schön?

Aber wieso kommen diese frostigen Aussichten überhaupt mitten im April nach Deutschland? Das liegt laut dem Wetter-Experten Dominik Jung an einer sogenannten Luftmassengrenze. Diese liegt laut dem amerikanischen Wettermodell NOAA quer über dem Land und sorgt somit dafür, dass das Tiefdruckgebiet nicht weiterziehen kann.

Luftmassengrenze

Als Luftmassengrenze wird ein Gebiet bezeichnet, in dem zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur oder Feuchte aufeinandertreffen und keine der beiden die andere verdrängen kann.

Luftmassengrenzen sind typischerweise 20 bis 200 Kilometer breit. Sie entstehen, wenn eine Warmfront auf eine Kaltfront trifft. An der Luftmassengrenze entstehen große Niederschlagsmengen, da die Grenze oft stunden- oder sogar tagelang örtlich stabil bleibt.

(Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Bis es allerdings soweit ist, zeigt sich der Mittwoch vorerst noch überwiegend trocken bei Temperaturen zwischen 9 und 17 Grad. Am Nachmittag geht es allerdings los und in mehreren Regionen breiten sich Schauer und Regen aus. Auch der Wind beginnt nach und nach aufzufrischen. Wärmer wird es laut dem Meteorologen Jung wohl frühestens rund um Ostern*. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Dwyer/dpa

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