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Besonderes Wetterphänomen erstmals „seit zehn Jahren“ – für Menschen spürbar

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Von: Julia Thielen

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Kurz vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn nimmt ein starkes Hoch Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Das ist auch für viele Menschen spürbar.

Sonne satt, steigende Temperaturen und kaum mal eine Wolke – besser könnte man sich den Frühlingsbeginn doch kaum vorstellen. Am morgigen Sonntag, 20. März, ist es so weit: Ab sofort ist es laut Kalender Frühling. Und das Wetter in Deutschland hält sich offenbar 2022 an die Vorgabe. Zumindest in der kommenden Woche. Dafür sorgt ein Phänomen, dass es laut Meteorologen in dieser Form seit zehn Jahren nicht mehr gab und das am heutigen Samstag demnach seinen Höhepunkt erreichen soll.

Das Wetter in Baden-Württemberg und Deutschland soll laut Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schon heute weitestgehend trocken und sonnig werden. Zwar stehen uns im März und April durchaus noch frostige Zeiten bevor, sogar Schnee ist am heutigen Samstag im Bergland demnach noch möglich, die nächste Woche bringt aber reichlich Frühling mit sich. Auch die 20-Grad-Marke könnte dann schon geknackt werden.

Wetter Deutschland: Besonderes Phänomen erstmals seit zehn Jahren – es ist spürbar

Dass es so warm wird, liegt an einem Wetter-Extrem, wie unter anderem der DWD aktuell erklärt. Nach dem erst kürzlich aufgetretenen Saharastaub ist es nun das nächste Phänomen, das für uns spürbar wird: ein äußerst starkes Hochdruckgebiet. Was erst einmal nicht ungewöhnlich klingt, ist es laut der Erklärung von Meteorologen aber doch.

Das „außergewöhnlich kräftige Hoch“ erstrecke sich von Südnorwegen bis zum Baltikum, erklärt der DWD. Wetter.com-Diplom-Meteorologe Andreas Machalica nennt im Video (siehe oben) unter anderem die wissenschaftlichen Daten dazu: „Da haben wir einen Kerndruck von 1050 Hektopascal.“ In dieser Einheit werden auch Hoch- und Tiefdruckgebiete beim Wetter bemessen.

Wetter: Extrem-Hoch auch in Deutschland spürbar

Das Extrem-Hoch könnte in Schleswig-Holstein sogar für einen eher seltenen Messwert sorgen. „Es ist gut möglich, dass wir den höchsten Luftdruck seit gut zehn Jahren haben“, sagt Machalica mit Blick auf dem Samstagvormittag. Im Schnitt liegt der Luftdruck auf Meereshöhe laut DWD bei rund 1013 Hektopascal. Der Rekord liegt in Deutschland bei 1060,8 Hekotpascal – das war 1907.

Es ist gut möglich, dass wir in Schleswig-Holstein den höchsten Luftdruck seit gut zehn Jahren haben.

wetter.com-Diplom-Meteorologe Andreas Machalica

Was nun sehr abstrakt klingt, hat unmittelbaren Einfluss auf die kommende Woche und auf uns Menschen. Im Bezug auf das Wetter bedeutet der hohe Luftdruck schon jetzt, dass Sonne und steigende Temperaturen sich gegen Wind und Schauer durchsetzen. Durch den enorm hohen Luftdruck stauen sich die Luftmassen zudem, die Luft steht gewissermaßen.

Wetter: Hoher Luftdruck sorgt für „hohe Gefährdung“ für manche Menschen

Der hohe Luftdruck und dessen Wetter-Folgen könnten manchen Menschen unter Umständen zu schaffen machen. Wer wetterfühlig ist, könnte mit leichten Kreislaufbeschwerden kämpfen. Auch Migräne ist möglich. Und das nicht nur am heutigen Samstag. Schon in den letzten Tagen dürften Betroffene den Wetterumschwung körperlich bemerkt haben.

Wie der DWD aktuell zeigt, haben Menschen mit hohem Blutdruck am heutigen Samstagvormittag vor allem im Osten Deutschlands sowie im östlichen Baden-Württemberg und nördlichen Bayern eine hohe Gefährdung für Herz-Kreislauf-Beschwerden. Im Rest des Landes besteht eine geringe Gefahr. Beides nimmt im Laufe des Tages weiter ab.

Laut Biowetter soll das auch in den kommenden Tagen so sein. Die gute Nachricht: Das schöne Wetter hat spätestens in der zweiten Tageshälfte dann keinen negativen Einfluss mehr auf Wetterfühlige. Im Gegenteil. Dann ist dem DWD zufolge sogar ein „positiver Einfluss“ spürbar.

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