Temperatursturz in Deutschland

Winter nicht vorbei: Kommt nach der Hammer-Kälte jetzt ein Mega-Sturm?

  • Lisa Klein
    vonLisa Klein
    schließen

Der Märzwinter kommt: Ein Tief aus Russland bringt polare Luft nach Deutschland und sorgt für Dauerfrost sowie Schneefall. Der DWD warnt nun vor eisiger Kälte am Wochenende.

Update vom 5. März: Bevor der Frühling kommt, muss sich Deutschland erst mal noch auf einen Märzwinter einstellen. Am Wochenende wird es noch mal so richtig kalt, mit Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Dauerfrost und Glättegefahr auf den Straßen. Auch in der kommenden Woche soll es ungemütlich bleiben – der Kälte-Hammer wäre dann einigermaßen überstanden, doch dann kommt ein schwerer Sturm auf Deutschland zu.

Der Märzwinter kommt: So winterlich wird das Wetter am Wochenende

„Am Wochenende wird es noch kälter werden“, prognostiziert der Meteorologe Dominik Jung auf wetter.net. „Nachts Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Der Märzwinter meldet sich zurück!“ Und damit noch nicht genug: „Nach dem Bibberwetter gibt es dann nächste Woche Sturmgefahr.“ Am Donnerstag in der kommenden Woche wird ein schwerer Sturm in Deutschland erwartet.

Immerhin sonnig soll es am Samstag werden, dafür werden maximal sechs Grad erwartet. Die Nacht zum Sonntag wird so richtig kalt und frostig mit Temperaturen bis zu minus fünf Grad. Vor allem von Schleswig-Holstein bis in den Nordosten Brandenburgs wird es laut des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag regnerisch. Im Alpenraum gibt es ebenfalls jede Menge Niederschlag, oberhalb von 1000 Meter als Schnee. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich am Sonntag zwischen vier und sieben Grad. Nachts wird es zwischen zwei Grad im Norden und bis zu minus zehn Grad im Alpenraum kalt. An der Ostsee zeichnet sich bereits mäßiger, in Böen teils frischer westlicher Wind ab.

Kälte-Hammer am Wochenende – Sonne und Sturm in der kommenden Woche

Das Wetter in Deutschland verläuft am Montag ähnlich wie am Sonntag. Am Dienstag gibt es im Nordosten anfangs etwas Regen, der später aber nachlässt. Im Nordwesten bleibt es zunehmend stark bewölkt und nachfolgend regnerisch. In den übrigen Landesteilen wird es nach Auflösung einzelner Nebelfelder heiter bis wolkig und in den Alpen sind vereinzelt Schauer möglich. Die Tageshöchstwerte bewegen sich um die fünf Grad an den Küstenabschnitten mit auflandigem Wind – im Süden und Südwesten werden sogar Temperaturen bis zu 12 Grad erwartet. Der Wind dreht langsam auf Südwest. An der Nordsee kommt es gegen Abend zu starken, auf Sylt auch stürmischen Böen. Die Tiefsttemperatur bewegen sich in der Nacht zum Mittwoch zwischen dem Gefrierpunkt und fünf Grad. Frostig wird es vor allem im Bergland nochmal.

Am Mittwoch bewegen sich die Höchstwerte zwischen sechs und zwölf Grad. Im Bergland sowie an der See kommt es laut DWD bereits am Mittwoch möglicherweise zu stürmischem Wind aus westlichen Richtungen. Die Tiefstwerte in der Nacht zum Donnerstag bewegen sich zwischen einem Grad in den östlichen Mittelgebirgen und sechs Grad am Oberrhein.

Am Donnerstag bleibt es stürmisch, der Wind dreht sich von Südwest auf West mit Sturmböen. Dabei können orkanartige Böen nicht ausgeschlossen werden und sind auf den Bergen sogar wahrscheinlich. Auch gegen Ende kommender Woche und am Wochenende soll es ungemütlich windig bleiben. Allerdings bleiben die Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

Experten-Warnung: Mit der Polar-Peitsche kommt der Temperatursturz

Erstmeldung vom 1. März: Der Frühling ist Ende Februar ausgebrochen und hat Deutschland Temperaturen von bis zu 20 Grad beschert. Und das, obwohl es in der Woche zuvor noch Temperaturen von minus 15 Grad und haufenweise Schnee hatte. Doch der Frühling ist noch nicht dauerhaft in Deutschland angekommen und wird vorerst von einer Polarluft-Peitsche wieder vertrieben. Zwar bleibt es in den meisten Regionen sonnig und trocken, doch die Temperaturen werden noch mal so richtig winterlich.


Wetter in Deutschland: Polarluft-Peitsche sorgt für Temperatursturz

Passend zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März hat das Wetter-Hoch „Jacqueline“ zu Beginn der ersten Märzwoche für hohe Temperaturen gesorgt und schon mal einen Vorgeschmack auf den Frühling geboten. Doch wir sollten uns noch nicht zu sehr an das Frühlings-Wetter gewöhnen, schon seit Wochen warnen Meteorologen vor einem erneuten Wintereinbruch Mitte März. Und dieser steht uns nun bevor: Ein Tief über Russland fegt eine Kaltfront in Richtung Deutschland und bringt eisige Luft übers Land.

„Wenn dieses Tief stärker wird, kann es sogar aus Osten oder Südost noch mal Schneefälle hereinbringen“, erklärt der Meteorologe Bernd Madlener auf wetter.com. Ab Donnerstag sollten Wintermantel, Schal und Mütze wieder ausgepackt werden. „Ab dem 4. bis 6. März wird es deutlich kälter, es gibt häufiger Nachtfrost“, sagt der Wetter-Experte vorher.

DWD warnt vor Dauerfrost und Schneefall: So wird das Wetter kommende Woche

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert bereits für Donnerstag, den 4. März, eine Kaltfrontpassage mit Neuschnee am Alpenrand. Die Tiefstwerte bewegen sich am Donnerstag zwischen +3 Grad im Süden und -3 Grad im Norden. Zudem warnt der DWD vor Glättegefahr auf den Straßen.

Ab Freitag rechnet der DWD vor allem im Süden mit andauernden Schneefällen. Tagsüber bewegt sich die Schneefallgrenze bei 800 Metern, diese soll allerdings bis zum Abend bis ins Tiefland herabsinken. Die Tageshöchstwerte bewegen sich am Freitag für Deutschland zwischen 2 und 8 Grad. In der Nacht zum Samstag werden eisige Temperaturen zwischen 0 und -7 Grad erwartet.

Das Wetter am Samstag bleibt ähnlich frisch, in der Nacht zum Sonntag werden allerdings bereits Temperaturen von bis zu - 10 Grad erwartet. Zu Beginn der Woche hatten wir tagsüber durch das Hoch „Jaqueline“ noch über 15 Grad, mit nächtlichen Temperaturen von - 10 Grad, hätten wir innerhalb einer Woche einen Temperatursturz um teilweise über 25 Grad!

Der DWD sagt auch für den Beginn der zweiten Märzwoche weiterhin nächtliche Temperaturen von bis zu minus zehn Grad voraus. Das bedeutet für Deutschland Dauerfrost. Den Balkon mit ein paar Frühlingsblüher aufzuhübschen und es direkt auszunutzen, dass die Gärtnereien und Blumenläden wieder offen haben, solltet Ihr eher auf Ende März verschieben. Denn Dauerfrost bedeutet, dass die Pflänzchen vermutlich nachts erfrieren.

Polarluft-Peitsche, Dauerfrost und Schneefall: Wann wird es wieder wärmer?

Doch die Wettermodelle machen Hoffnung: Ab Ende März könnte der Frühling sich endlich dauerhaft durchsetzen. „In der zweiten Märzdekade könnte es nach manchen Modellläufen wieder etwas milder werden“, erklärt Bernd Madlener. Nach ersten Prognosen sollen die Temperaturen dann auch nachts dauerhaft über dem Gefrierpunkt bleiben. Tagsüber werden zum Monatswechsel in den April bereits wieder frühlingshafte Temperaturen zwischen zehn und 20 Grad erwartet. Bis dahin können wir nur weiterhin die ersten Sonnenstrahlen genießen und vom Frühlingsanfang sowie Sommer 2021 träumen.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

Das könnte Sie auch interessieren