Wetterphänomen lässt Temperaturen fallen

Schafskälte Deutschland: Frühes Sommer-Ende? Temperatursturz droht

  • Simon Mones
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Die Eisheiligen im Mai sind überstanden, doch mit der Schafskälte droht im Juni das nächste Wetterphänomen - drastische Temperaturabstürze könnten kommen.

Update vom 7. Juni: Gerade erst konnten wir uns über die ersten warmen Sommertage freuen und schon jetzt ist wieder graues Regenwetter angesagt. Dieses Jahr lässt der Sommer auf sich warten. Im Mai sorgten die Eisheiligen für Schmuddelwetter. Und nun, kurz nach dem kalendarischen Sommeranfang, heißt es wieder Badehose und Bikini wegpacken. Denn: Die die Schafskälte sorgt für frische Luft in Deutschland. Zwischen dem 4. Juni und dem 20. Juni kann dieses Wetterphänomen auftreten. Um den 11. Juni soll es dieses Jahr einen Kälteeinbruch geben. Durch die Polarluft kann die Temperatur sogar um 10 Grad sinken. Meistens ist es dazu dann auch noch regnerisch.

Laut dem DWD gibt es Anfang Juni dennoch höhere Temperaturen. Es kann jedoch trotzdem zu Schauer und Gewitter kommen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen warmen 20 und 27 Grad. Laut wetter.de soll der Juni ziemlich durchwachsen sein, ebenso wie der Mai. Neben sonnigen Tagen wird es wohl auch viele Wolken und nicht wenig Regen geben.

Schafskälte im Juni: Heftiger Temperatur-Sturz droht - schnelles Sommer-Ende?

Erstmeldung vom 1. Juni: Kaum scheint sich der Sommer nach dem schlechten Wetter der vergangenen Wochen langsam durchzusetzen, da droht schon wieder der nächste Rückschlag. Einmal mehr könnte uns nämlich eine alte Bauernregel einen Strich durch den Sorglos-Sommer machen.

Die Rede ist von der Schafskälte, die für die Landwirte neben den Eisheiligen lange Zeit ein sehr wichtiges Wetterphänomen war, da es auch Mitte Juni in Deutschland und Baden-Württemberg noch mal so richtig kalt werden konnte. Für Schafe können die fallenden Temperaturen durchaus gefährlich werden, deshalb sollte mit der Schur gewartet werden, bis der Kälteeinbruch überstanden ist. Daher auch der Name „Schafskälte“.

Schafskälte lässt Temperaturen sinken: deutliche Prognose für den Juni

Das Problem: Der Zeitraum, in dem es in Deutschland zur Schafskälte kommen kann, ist relativ lang. Laut wetter.de liegt der Kälteeinbruch zwischen Anfang und Mitte Juni, in der Regel sinken die Temperaturen um den 11. Juni herum. Das scheint auch in diesem Jahr wieder so zu sein. Doch vorher steigen die Temperaturen erst einmal auf bis zu 30 Grad an.

Die meisten Wettermodelle deuten zudem darauf hin, dass die Schafskälte sogar für einen sehr deutlichen Temperatursturz sorgen könnte. Laut wetter.de sind demnach in ganz Deutschland Temperaturabstürze von rund 10 Grad möglich. Die meisten Vorhersagen erwarten die Abstürze rund um den 10. bis 18. Juni.

Nachts beschert uns die Schafskälte dann auch wieder einstellige Temperaturen - aus den langen Abenden bei lauen Sommertemperaturen im eigenen Garten wird damit wohl erst mal nichts. Doch die Langzeitprognose macht laut wetter.de auch Hoffnung.

Schafskälte: Temperatureinbruch im Juni - bringt Siebenschläfer die Wende?

Denn nach der Schafskälte steigen die Temperaturen in Deutschland pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang wieder an. Allerdings gibt es auch noch eine Chance, dass die Schafskälte vielleicht doch nicht so heftig zuschlägt, wie manche Wettermodelle es aktuell vermuten lassen.

„Der Frühsommer hat sich ja nun endlich auch bei uns eingestellt und auch die nächsten Tage sieht es nicht nach einem nachhaltigen Kälterückfall aus. Zwar sind immer wieder mal kleine Tiefs eingelagert, die das Schauer- und Gewitterrisiko zeitweise erhöhen und das Sommerfeeling vorübergehend dämpfen, doch das Temperaturniveau bleibt auch dann deutlich höher als im Mai“, erklärt RTL-Meteorologe Carlo Pfaff auf Wetter.de.

Und egal wie hart der Kälteeinbruch letzten Endes auch ausfällt, können wir uns in jedem Fall schon auf das nächste Wetterphänomen gefasst machen, denn nach der Schafskälte steht bereits der Siebenschläfer parat und stellt die Weichen für den Juli - also für den ersten Teil des Hochsommers.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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