Wetter in Deutschland

Polarwirbel wieder zurück: Kälte-Hammer ab nächster Woche? Experte mit brutaler Frost-Prognose

  • Lisa Klein
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Nach einem vorzeitigen Frühlingsausbruch sorgt der Polarwirbelsplit erneut für winterliche Temperaturen in Deutschland.

Update, 23. Februar: Aktuell löst das Wetter in Deutschland und Baden-Württemberg mit Temperaturen von teilweise bis zur 20 Grad erste Frühlingsgefühle aus. Doch die Freude über den unerwarteten Frühlingsausbruch dürfte nicht lange anhalten, denn das Wetter-Phänomen Polarwirbelsplit 2020/2021 sorgt in Deutschland noch mal für einen ordentlichen Kälteeinbruch.

Der Februar 2021 verabschiedet sich mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Doch bereits Anfang März müssen wir uns in Deutschland von den angenehmen Temperaturen wieder verabschieden und die Winterjacke erneut aus dem Schrank holen. Experten des DWD warnen: Bereits am letzten Februarwochenende rutschen die nächtlichen Temperaturen in einigen Regionen wieder knapp unter den Gefrierpunkt. Auch die Tagestemperaturen sollen dann nur noch einstellig sein.

Wetter in Deutschland: Kälteeinbruch durch Polarwirbelsplit – Frühling ade

In der Mitte der ersten Märzwoche werden zumindest tagsüber wieder Temperaturen im zweistelligen Bereich erwartet. Doch von da an kehrt der Winter noch einmal zurück und der Polarwirbel sorgt für winterliche Temperaturen. Laut ersten Wetterberechnungen rutschen die Temperaturen Mitte März wieder unter den Gefrierpunkt – es werden Temperaturen von bis zu minus sechs Grad erwartet.

Wie entsteht der Polarwirbel?

Auf der Erde gibt es zwei Polarwirbel: einen über der Arktis und einen über der Antarktis. Polarwirbel sind riesige Höhentiefs mit einem Durchmesser von rund 1.000 Kilometern. Die Kaltluftzonen entstehen aufgrund von besonders großen Temperaturunterschieden im Winter. Die Wirbel sind jedes Jahr unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ist der Polarwirbel instabil, kann es zu einem Polarwirbelsplit kommen, der dann in Deutschland für arktische Kälte sorgt. Im Winter 2020/2021 ist der Polarwirbel bereits im November zerbrochen und hat sich geteilt.

Wie lange bleibt der Polarwirbel bestehen?

Der Polarwirbel bildet sich jedes Jahr im Herbst, wenn die Sonne den Nordpol kaum noch erreicht und löst sich im Frühling langsam auf. Je länger allerdings der Polarwirbel besteht, desto länger dauert es, bis der Frühling in Deutschland die kalten Temperaturen besiegt.

Auch tagsüber soll es Mitte März kalt bleiben, mit Tagestemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Doch die Wettermodelle machen Hoffnung: Ab Ende März könnte der Frühling sich endlich dauerhaft durchsetzen. Das berichtet wetter.de. Nach ersten Prognosen sollen die Temperaturen dann auch nachts über dem Gefrierpunkt bleiben. Tagsüber werden zum Monatswechsel in den April Temperaturen zwischen zehn und 20 Grad erwartet.

Polarwirbelsplit schlägt brutal zurück: Erwarten uns wieder arktische Nächte?

Update, 19. Februar: Der Frühling kommt – und zwar ganz schön rasant. In Deutschland werden in der kommenden Woche Temperaturen bis zu 20 Grad erwartet, zusammen mit jeder Menge Sonnenschein. Doch genauso schnell wie die Temperaturen ansteigen, sollen diese auch wieder fallen. Bereits in der ersten Märzwoche werden nachts wieder Minusgrade erwartet und auch tagsüber bleibt es winterlich kalt. Der Grund dafür ist der Polarwirbelsplit.

Polarwirbelsplit vertreibt Frühling: Eisige Temperaturen in Deutschland erwartet

Der Polarwirbel hat sich bereits Ende November gespalten. Der sogenannte Polarwirbelsplit sorgt dafür, dass eisige Luft aus der Arktis auch nach Deutschland strömt. Dadurch durften wir uns in den vergangenen Wochen noch mal so richtig über einen echten Winter mit jeder Menge Schnee freuen. Doch der Polarwirbelsplit hat auch weiterhin Einfluss auf unser Wetter in Deutschland – vor allem auf den Verlauf des Frühlings 2021.

Was ist ein Polarwirbel und ein Polarwirbelsplit?

Polarwirbel bestehen aus eisiger Luft, teilweise kälter als minus 80 Grad, die sich über den Polen der Arktis und Antarktis dreht. Beide Polarwirbel bewegen sich entgegen der Drehrichtung der Erde. Auf der Nordhalbkugel hat der Polarwirbel bei Grönland den größten Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa. 

Normalerweise ist der Polarwirbel stabil und dreht sich in einer Höhe von rund 30 Kilometern. Schwächt sich der Polarwirbel  allerdings ab, beispielsweise durch eine starke Erwärmung in der Stratosphäre, wird die Strömung schwächer und instabil – es entstehen trog-artige Ausbuchtungen. Auf der Ostseite des Troges kommt es zur Ausbildung eines Bodentiefs und in der Höhe führt ein sogenannter „Cut off“-Prozess zu einem Höhentief. 

Dieser Höhenwirbel teilt sich in zwei oder manchmal sogar mehrere Wirbel, welche sich häufig zusammen mit dem Bodentief in südlichere Breiten verlagern. Das nennen Meteorologen einen Polarwirbelsplit. Polare Luft fließt dann in größeren Mengen Richtung Süden nach Mitteleuropa, also auch nach Deutschland .

Zwar freuen sich derzeit viele Orte über jede Menge Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen* in der letzten Februar-Woche, doch die Freude über den verhältnismäßig doch eher frühen Frühlingsausbruch dürfte nicht lange anhalten: denn der Frühling 2021 lässt weiterhin noch auf sich warten.

Käteeinrbruch durch Polarwirbelsplit: Wie wird das Wetter im März?

„Die Modellberechnungen sind sich alle ziemlich einig. Bis zum 26./27. Februar liegen die ganzen Kurven sehr dicht beieinander. Wir erwarten hier Temperaturen von teilweise über 15 Grad. Aber dann, ab dem 27./28. Februar beginnt das ganze abzurutschen, es wird kühler. Die Temperaturen liegen dann meist bei um die fünf bis zehn Grad“, erklärt der Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Ab Anfang März sollen sich die Tiefsttemperaturen sogar zwischen minus sechs und minus acht Grad bewegen. Erst Ende März geht die Kurve der Tiefstwerte wieder über den Gefrierpunkt hinaus.

Eiskalt-Winter hat uns im Griff: Extreme Experten-Prognose – Frühling etwa erst im April?

Erstmeldung, 15. Februar: Er war lange prognostiziert worden und brachte den Winter dann mit voller Wucht nach Deutschland. Die Rede ist vom sogenannten Polarwirbelsplit. Das Phänomen beeinflusst das Wetter hierzulande extrem - und mitunter langanhaltend. Wie ein Meteorologe nun prognostiziert, könnte die derzeitige Eiszeit mit den krassen Minustemperaturen uns noch eine Weile beschäftigen. Und den Frühling ein ganzes Stück nach hinten verschieben. Im Extremfall wohl sogar bis April.

Wetter in Deutschland: Frühling erst im April? Erschreckende Experten-Prognose

Derzeit hat der extreme Winter ganz Deutschland im Griff. Eine regelrechte Frostpeitsche fegte zuletzt über das Land und brachte für manche Orte ein Schnee-Chaos mit sich. Teilweise froren sogar Flüsse angesichts zweistelliger Minustemperaturen komplett zu. Kein Wunder, dass sich viele da nach Frühling sehnen. Doch das Wetter in Deutschland könnte andere Pläne verfolgen. Der Frühlingsbeginn lässt im schlechtesten Fall noch eine ganze Weile auf sich warten.

Meteorologischer Frühlingsanfang1. März 2021
Kalendarischer Frühlingsanfang20. März 2021

„Es gibt Modellberechnungen, die uns 15 Grad und mehr mit einem nachhaltigen Frühlingsbeginn erst Ende März/Anfang April berechnen“, sagt RTL-Meteorologe Björn Alexander gegenüber wetter.de. Dabei ist der meteorologische Frühlingsbeginn in jedem Jahr schon ab dem 1. März angesetzt. Die Wetter-Experten unterteilen die Jahreszeiten in jeweils drei volle Monate. Damit endet der Winter mit dem Februar. Auch laut Kalender startet der Frühling 2021 im März - genauer am 20. Noch ist nicht klar, ob der Winter sich an diese Daten halten wird und dann tatsächlich wärmere Temperaturen zu erwarten sind.

Wetter Deutschland: Endlos-Winter droht - Frühling erst im April?

Laut Wetter-Experte Björn Alexander hängt alles von der Entwicklung des Polarwirbels ab. Nachdem er sich geteilt hatte und so für eine regelrechte „Eiszeit“ in Deutschland sorgte, soll er sich zum kommenden Wochenende, 13./14. Februar, wieder stabilisieren. Noch sei allerdings unklar, was das langfristig für den Frühling bedeutet.

Denn: Der Polarwirbel wirkt sich auf das Wetter in Deutschland erst zeitverzögert aus. „Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass er sich wieder etwas regenerieren kann. Allerdings ist es so, dass es oft um die 10 bis 14 Tage dauert, bis wir die Auswirkungen dieses durchaus komplexen Prozesses auch bei unserem Wetter zu spüren bekommen“, erklärt der Meteorologe.

Dementsprechend sei auch der sogenannte Polarwirbelsplit noch länger am Wetter in Deutschland spürbar. Es bleibe vorerst bei einer „hochwinterlichen Wetterlage, wie wir sie in den letzten Jahren nicht mehr erlebt haben“, heißt es in der Prognose des Meteorologen. Entscheidend sei für den Start des Frühlings in Deutschland, „wo der regenerierte Polarwirbel mit seinem Kern schlussendlich genau liegt“. Im schlechtesten Fall bekämen wir erneut die kalte Schulter des Polarwirbels gezeigt. Damit hielte sich der Winter auch weiter hartnäckig.

Wetter Deutschland: Frühling lässt auf sich warten - Schnee und Eis bleiben

Laut Wetter-Experte Dominik Jung verzieht sich der Winter in Deutschland nur im „Schneckentempo“, wie Der Westen berichtet. Demnach solle sich der Winter bis mindestens Ende Februar festsetzen. Danach seien „vielleicht Temperaturen um 5 Grad drin“. Von Frühling wäre aber auch das immer noch weit entfernt.

Rubriklistenbild: © dpa/Franziska Kraufmann

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