Wetterlage zum Teil „absolut gefährlich“

Achtung, Autofahrer: Experte warnt vor heftigem Glatteis-Gefahr – auch in BW

  • Jason Blaschke
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Schnee ist in Deutschland erst einmal keine Gefahr mehr. Autofahrer sollten sich aber vor Glatteis in Acht nehmen – ganz besonders in einer Region.

Das Wetter in Baden-Württemberg und ganz Deutschland ist nicht so, wie viele es sich vielleicht erhofft hatten. Ende Dezember war noch von arktischer Kälte und viel Schnee die Rede – doch aktuell lässt sich es sich eher als „Schmuddelwetter“ bezeichnen. Zwar hatte es für erwähnenswerte Schneedecken in höheren Lagen – zum Beispiel im Schwarzwald – vereinzelt immer einmal wieder gereicht, der ganz große Wintereinbruch mit viel Schnee ist in Deutschland bisher aber ausgeblieben.

Und ein Schnee-Comeback wird es in Deutschland auch erst einmal nicht geben. Die kommenden Tage werden von einem neuen Hoch bestimmt, welches in der Bundesrepublik für milde Temperaturen und trockenes Wetter sorgt. Das heißt: Viel ändert sich in Deutschland am Wetter erst mal nicht. Und doch ist ab Montag, 10. Januar 2022, Vorsicht geboten. Zwar stellen Schnee oder auch Regen erst einmal keine Gefahr mehr dar, doch ein nicht gleich sichtbares Wetterereignis wird oft unterschätzt.

Wetter in Deutschland: Trotz milder Temperaturen – Experten-Warnung vor Glatteis

Die Rede ist von Glatteis. Und laut Meteorologe Georg Haas von wetter.com ist Glatteis das, womit die Menschen in Deutschland ab Montagabend- / -nacht konfrontiert werden. „In der Nacht auf Dienstag drohen zum Teil spiegelglatte Straßen“, sagt er gleich zu Beginn des Videos. Grund dafür ist Schnee und Graupel, aber auch einsetzender Nebel oder Sprühregen, der in Bodennähe leicht zu einer Gefahr werden kann, wenn er gefriert. Das Gemeine: Als Autofahrer rechnet man nicht damit.

Erst recht nicht, wenn tagsüber vor allem milde Temperaturen dominieren. Doch gerade in der Nacht können die Temperaturen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland fallen, was gefrierende Nässe begünstigt. Vor allem im Süden könne Glatteis zu einer extremen Gefahr werden, sagt Haas und verweist auf die Wetterkarte, die vor allem für Baden-Württemberg und Bayern Graupel und Regen in der Nacht auf Dienstag, 11. Januar, anzeigt. Doch auch in anderen Regionen müssen die Menschen aufpassen.

Wetter in Deutschland: Eine Art von Nebel ist ganz besonders heimtückisch

Zwar ist Regen und Graupel in West- oder Norddeutschland weniger ein Problem, dafür aber Nebel. Denn der begünstigt laut Haas wiederum Reifglätte. Die entsteht, wenn sich auf Straßen Tau absetzt und gefriert. Das passiert, wenn die Straßenbeläge aufgrund niedriger Temperaturen abkühlen und Wasser in Form von Wasserdampf an die Luft abgeben. An der kalten Luft wiederum gefriert der Wasserdampf, was zu gefährlichem Glatteis führen kann, obwohl es vielleicht gar nicht regnet oder schneit.

Das gleiche Prinzip ist übrigens auch unter Nebel möglich, der letztlich nichts anders ist, als Wasser in Dampfform. Als Autofahrer sollte man deshalb die milden Temperaturen am Tag nicht unterschätzen. Denn nachts kann es auch aufgrund der Auswirkungen des Polarwirbelsplits auf Deutschland frostig kalt werden. So kalt, dass selbst einfacher Wasserdampf schnell zu einer eisglatten Gefahr werden kann. Und an der Wetterprognose soll ich auch erst einmal nicht allzu viel ändern.

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolbild)

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