Durchbruch für autonomes Fahren?

VW mit Kampfansage: So will man Tesla in die Schranken weisen

  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
    schließen

VW-Chef Herbert Diess baut den Konzern um für das Zeitalter der E-Mobilität. Mit einer umfassenden Modelloffensive sagen die Wolfsburger Elektroauto-Pionier Tesla den Kampf an.

  • Europas größter Autokonzern arbeitet mit Hochdruck an der Elektrifizierung der Modellpalette.
  • Nach dem Start von ID.3 und ID.4 plant Volkswagen das nächste Elektro-Volumenmodell, Projektname: Trinity.
  • Unser kostenloser Wirtschafts-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen relevanten News. Hier geht es zur Anmeldung.

Wolfsburg - VW arbeitet mit Hochdruck an der Elektrifizierung der Modellpalette. Nach den Neuheiten ID.3 und ID.4 arbeiten die Wolfsburger im Hintergrund bereits am nächsten Volumenmodell, um E-Autopionier Tesla weitere Marktanteile abzujagen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist das Projekt VW Trinity.

Erst im vergangenen November hat der VW-Aufsichtsrat auch auf Druck des Betriebsrat beschlossen, das neue „Elektro-Flaggschiff“ bereits 2026 auf den Markt zu bringen, und damit früher als ursprünglich geplant.

Volkswagen: Neues VW-Flaggschiff ist Kampfansage an Tesla

Das Modell soll dann am Stammwerk in Wolfsburg produziert werden, der Name „Trinity“ bedeutet zu deutsch Dreifaltigkeit und ist eine Anspielung auf drei zentrale Trends, die bei der Entwicklung des Hoffnungsträgers von Bedeutung sein sollen:

  • Eine zusätzliche eigene Elektro-Plattform.
  • Noch mehr digitale Vernetzung im Auto.
  • „Vollvernetzte Produktionsprozesse“ in der Fabrik.

Im Hinblick auf das Segment macht Volkswagen das, was die edleren Firmentöchter Audi*, Porsche* und Bentley mit einem eigenen „Tesla-Fighter“ bereits früher vormachen wollen - eine Kampfansage im Bereich Oberklasse.

Die Produktionsabläufe für die VW-Neuheit werden dann innovativ, jedoch auch bewährt sein: Der „VW Trinity“ entsteht auf einem modernisierten Baukasten-System, analog zum Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB). Auf diesem basiert die noch junge ID-Modellfamilie, die geplante Weiterentwicklung könnte dem Konzern eine Menge Geld sparen: Auf der Plattform sollen plangemäß auch Elektroautos für andere Konzernmarken entstehen.

VW: Elektroauto-Neuheit „Trinity“ als Durchbruch für das autonome Fahren?

Eine weitere Besonderheit macht das Modell zu einem zukunftsweisenden Projekt innerhalb des Konzerns: Die Elektroauto-Neuheit* von VW soll die nächste Stufe im Hinblick auf autonomes Fahren zünden - und den Durchbruch. Wird „Trinity“ also das erste Modell eines deutschen Herstellers, bei dem man sich auch auf der Straße entspannt zurücklehnen kann? Wie Brandstätter mitteilte, soll das künftige VW-Elektroauto anfangs für teilautomatisiertes Fahren (Level 2+) ausgelegt sein - später jedoch auch vollautomatisiertes Fahren (Level 4) ermöglichen. Das ist gesetzlich im Jahr 2021 jedoch noch nicht erlaubt.

VW-Elektroautos: ID.3 (oben) und ID.4 stehen auf einer Plattform. Die Angebotspalette wird sukzessive erweitert.

Dafür ist geplant, beim Bestseller der nächsten Generation eine Software einzusetzen, deren Entwicklung in der hauseigenen IT-Sparte der Volkswagen-Gruppe vorangetrieben wird. Ziel: mit anderen Autos und der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh rechnet mit einer „deutlich sechsstelligen Stückzahl pro Jahr“ für den Stromer der nächsten Generation. Das neue VW-Modell mit E-Motor solle laut Markenchef in der Basisversion etwa 35.000 Euro kosten. (PF mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema