Lambda aus Südamerika

Corona-Studie mit überraschendem Ergebnis: Lambda bisher die gefährlichste Variante?

  • Violetta Sadri
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Erst Delta und nun die nächste gefährliche Corona-Mutation! Eine Studie hat Erschreckendes über die Virusvariante Lambda aus Südamerika herausgefunden.

Zuerst war es die britische Virusvariante, die sich rasant in Deutschland und auf der ganzen Welt ausbreitete. Diese ließ sich schneller übertragen als das ursprüngliche Virus und führte somit zu vielen Infektionen in kürzester Zeit. Genauso gefährlich ist die derzeit weit verbreitete Delta-Variante aus Indien, die auch schon längst einen bedeutenden Teil der Infektionen in Deutschland ausmacht und vor allem Sorgen im Hinblick auf den kommenden Herbst und Winter bereitet*.

Corona-Variante aus Südamerika: Was macht Lambda so gefährlich?

Die Bundesregierung plant deshalb schon jetzt Einschränkungen für die kommenden Monate*, echo24.de* berichtet darüber. Doch bei der neuen und derzeit in Südamerika grassierenden Lambda-Variante kamen japanische Forscher zu einem noch erschreckenderen Ergebnis. Die Variante könnte durchaus gefährlicher sein, als ihre Vorgänger und das aus einem sehr wichtigen Grund: Sie könnte resistenter gegen die vorhandenen Impfstoffe sein. Zumindest sind das die Ergebnisse einer aktuellen japanischen Studie. Diese wurde jedoch bisher noch nicht von anderen Forscherinnen und Forschern überprüft.

Bislang haben die Impfstoffe auch gegen die verschiedenen Virusvarianten Schutz geboten. Geht man nach jedoch den Ergebnissen der japanischen Forscher, weist Lambdas Spike-Protein gleich drei Mutationen auf. Bekannt ist bisher, dass das Spike-Protein der Teil des Coronavirus ist, der die wichtigste Rolle bei der Verbreitung spielt. Denn: Genau mithilfe dieses Proteins dringt es in die Wirtszellen ein.

Variante aus Südamerika: Lambda resistent gegen Impfstoffe?

Die drei Mutationenin der Lambda-Variante können nun dafür sorgen, dass die Antikörper im menschlichen Organismus das Virus nicht mehr so effektiv ausschalten, berichtet stuttgarter-nachrichten.de. Auch die Genfer Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Lambda bereits im Juni ins Visier genommen und festgestellt, dass Lambda aufgrund ihrer Veränderungen ansteckender sein kann - oder vom menschlichen Körper sogar schlechter bekämpft werden könnte. Die WHO stuft Lambda währenddessen lediglich als „variant of interest“ (Variante von Interesse) ein, während die japanischen Forscher sie als „variant of concern“ (besorgniserregende Variante) sehen.

Die gefährliche Virusvariante wurde zum ersten Mal im August 2020 in Peru entdeckt. Mittlerweile konnte sie in vielen Ländern in Südamerika festgestellt werden und auch Europa hat sie schon längst erreicht. In Deutschland wurden rund 100 Infektionen mit der Lambda-Variante nachgewiesen (Stand: 4. August 2021). Ob Lambda gefährlicher ist, als die derzeit gefürchtete Delta-Variante ist bisher noch unklar.

Lambda: Liste der Virus-Varianten könnte noch länger werden!

Wie schnell sich die Virus-Variante ausbreiten kann, kann man allerdings bereits in Peru beobachten. „Im Dezember hatten wir gerade einmal 200 Lambda-Infektionen, Ende März war es schon die Hälfte aller Proben in Lima und jetzt sind wir landesweit bei über 80 Prozent“, sagte Mikrobiologe Pablo Tsukayama im Deutschlandfunk. Er verfolgte monatelang die Ausbreitung der aggressiven Variante in seinem Heimatland. Er und sein Team kamen zu dem Ergebnis: „Lambda ist in kürzester Zeit zur dominierenden Variante in Peru aufgestiegen.“

Lambda hat alle bisher von der WHO als noch gefährlicher eingestuften Varianten verdrängt und sich sogar gegen die Gamma-Variante aus Brasilien durchgesetzt. Wie ntv.de berichtet ist Tsukayama der Meinung, dass das sicherlich nicht die letzte Mutation in Lateinamerika und auf der ganzen Welt sein werde. Es sei außerdem wahrscheinlich das weitere Mutante während der dritten Welle im Winter zwischen Juli und September auftauchen werden.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Achmad Ibrahim/dpa

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