Evusheld besteht aus zwei Antikörpern

AstraZeneca: Hersteller setzt jetzt voll auf Corona-Medikament Evusheld

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Evusheld von AstraZeneca wartet auf die Zulassung durch die EMA.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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AstraZeneca versucht die Impfstoff-Pleite auszugleichen. Das neue Corona-Medikament basiert auf zwei Antikörpern.

Der Markt der Impfstoffe gegen Corona ist umkämpft. Zuletzt zeigte ein Bericht, dass gerade das Unternehmen Pfizer als der große Gewinner im Milliarden-Geschäft der Pharmahersteller gilt. AstraZeneca musste hingegen eine echte Impfstoff-Pleite hinnehmen. Das eigene Vakzin wurde zum Ladenhüter. Jetzt soll ein Corona-Medikament den Erfolg bringen.

Mit Molnupiravir von US-Hersteller Merck & Co. (MSD) und der Pfizer-Tablette Paxlovid stehen bereits zwei Corona-Medikamente im Blickpunkt. Während Molnupiravir seit Anfang Januar 2022 verabreicht werden kann in Deutschland, musste Paxlovid noch bis Ende Februar warten. Ganz unumstritten sind sie nicht. Vor dem Präparat von MSD haben Experten aufgrund möglicher heftiger Nebenwirkungen gewarnt. Bei dem Produkt von Pfizer gab es kritische Stimmen, nachdem Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamente bekannt geworden sind .

Evusheld von AstraZeneca im Zulassungsverfahren der EMA

Wie alle Impfstoffe und die zahlreichen Corona-Medikamente befindet sich auch Evusheld von AstraZeneca im Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Durch das Rolling-Review-Verfahren könnte es schnell gehen. Wie das Fachportal für Nachrichten, Reportagen & News aus dem Pharma- & Apothekenmarkt, Apotheken ADHOC schreibt, hat „das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Kontingent der Antikörper-Kombination bestellt“.

AstraZeneca erzielt erste Erfolge mit Evusheld

Beim britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca setzt man jetzt also alles auf ein Corona-Medikament. Mit Evusheld erhofft man sich deutlich mehr Erfolg, als zuletzt mit dem Impfstoff gegen Corona. Erste Erfolge meldete der Hersteller im Dezember 2021. Das Medikament erhielt für die USA eine Notfallzulassung.

Dazu schrieb das Unternehmen: „Evusheld erhielt im Dezember 2021 in den USA eine Notfallgenehmigung (Emergency Use Authorization, EUA) für die Prä-Expositions-Prophylaxe (Prävention) von COVID-19 bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Immunschwäche aufgrund einer Erkrankung oder immunsuppressiven Medikamenten, die möglicherweise keine angemessene Behandlung erhalten Immunantwort auf die COVID-19-Impfung sowie Personen, für die eine COVID-19-Impfung nicht empfohlen wird“.

Die Studie zu Evusheld: Zwei Antikörper müssen wirken

In einer Studie der US-Arzneimittelbehörde FDA und der Universitäten Oxford und Washington wurde besonders die Wirkung gegen die Corona-Variante Omikron in den Blickpunkt gestellt. Laut der Ergebnisse wirkt Evusheld von AstraZeneca eben auch gegen diese Variante des Virus neutralisierend.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse bei BioRxiv, ein Preprint-Server für die Biowissenschaften. AstraZeneca schreibt dazu: „Evusheld ist eine von nur zwei zugelassenen Antikörpertherapien, die in diesen beiden Studien eine neutralisierende Aktivität gegen Omicron und alle anderen besorgniserregenden Varianten zeigten“.

Das Corona-Medikament Evusheld ist eine „Kombination zweier besonders wirksamer Antikörper mit unterschiedlichen und komplementären Aktivitäten gegen das Virus“. Die beiden Antikörper Tixagevimab und Cilgavimab sind für die Wrksamkeit verantwortlich.

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