Familientragödie in den USA

Mutter verliert zwei Söhne in der selben Nacht - „Falsche Entscheidung getroffen“

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Hier ist Becky Savage (r.) noch glücklich mit ihren Söhnen, Nick und Jack, vereint. 
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Eigentlich wollten die beiden Jungs nur mit ihren Freunden ihren Highschool-Abschluss feiern. Doch dann wachen Jack und Nick nicht mehr auf. 

USA - Ein Sonntagmorgen hat alles verändert, nichts würde mehr sein wie zuvor. Was genau geschah, daran kann sich die US-Amerikanerin selbst nicht mehr genau erinnern. Zu schrecklich waren die Ereignisse, zu schnell ist alles passiert. „An diesem Tag habe ich alles nur verschwommen erlebt“, sagte Becky Savage. „Für den menschlichen Verstand ist es unmöglich, etwas so Extremes zu verarbeiten“, erklärte die Mutter von vier Söhnen gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CNN. Am Morgen dieses Sonntags vor fast vier Jahren fand sie zwei ihrer Söhne leblos in ihren Betten auf. Nun geht die Mutter damit an die Öffentlichkeit. 

„Meine letzte Erinnerung“: Schrecklichster Tag im Leben von Becky Savage Leben

Die Nacht zuvor waren Nick (19) und Jack (18) noch auf verschiedenen Abi-Partys in South Bend im Bundesstaat Indiana unterwegs gewesen. Wie mit ihrer Mutter abgesprochen, kamen sie gegen halb eins in der Früh mit ein paar Freunden nach Hause. Becky Savage war extra wach geblieben und nahm die Jungs in Empfang. Alles verlief wie geplant und nichts Ungewöhnliches schien passiert zu sein. Während der ältere Bruder Nick später auf sein Zimmer ging, schlief Jack mit seinen Kumpels im Keller. 

Als ihre Mutter am nächsten Morgen in Jacks Zimmer etwas Wäsche zusammenräumte und versuchte, ihren Sohn aufzuwecken, rührte sich Jack nicht. „Er war nicht ansprechbar. Ich rief 911. Ich erinnere mich, wie ich schreiend nach Nick gerufen habe, aber er kam nicht nach oben“, erzählt sie nun vier Jahre nach der Tragödie. Die Rettungskräfte kamen und versuchten Jack in seinem Zimmer wiederzubeleben. Nick und seine Freunde schienen im Keller nichts davon mitzubekommen. Dann rannte einer von den Sanitätern in den Keller: „Ich hatte keine Ahnung, was sie da unten machten. Und dann erinnere ich mich, wie sie wieder nach oben kommen und einen Gerichtsmediziner anfordern. Das ist meine letzte Erinnerung an den Tag.“

Eine Nacht, die alles veränderte: „Falsche Entscheidung getroffen“

Die zwei Jugendlichen wurden für tot erklärt. Beide Söhne hatten aus Versehen eine tödliche Dosis aus Alkohol und dem starken Schmerzmittel Oxycodon, ein Opioid, zu sich genommen. Jemand auf den Abschlussfeiern muss die verschreibungspflichtigen Tabletten herumgereicht haben. Ihre Jungs hätten zuvor nie Ärger mit Alkohol oder Drogen gehabt. An diesem Abend aber hätten sie eine „falsche Entscheidung getroffen, die ihnen unglücklicherweise ihr Leben gekostet hat“, trauert Becky Savage.  

In den Jahren danach versuchte die Familie aus Becky, ihrem Mann Mike und ihren zwei jüngeren Söhnen, Justin und Matthew, ihr Leben wieder irgendwie in geordnete Bahnen zu bringen. Nach einiger Zeit und einigen öffentlichen Reden über Alkoholmissbrauch bei Minderjährigen, fand die Familie Savage einen Weg ihre Tragödie in etwas Positives zu verwandeln. Gemeinsam mit ihrem Mann rief Becky die „525 Foundation“ ins Leben, benannt nach den Hockey-Trikot-Nummern ihrer Jungs (Jacks 5 und Nicks 25). Durch ihre Stiftung wollen die Savages ihre Geschichte teilen und verhindern, dass „andere Familien denselben Schmerz erfahren müssen“. 

Tragödie in den USA: Gefahr der Schmerzmittelsucht nimmt zu

In den USA starben in den vergangenen fünf Jahren 200.000 Menschen an einer Schmerzmittelsucht. Eine Krise, die auch Deutschland erreichen könnte. Die Verschreibung von Opioiden nimmt in der Bundesrepublik zu - das ist gefährlicher, als viele ahnen

Zu einem schlimmen Unglück kam es auch bei einem Familienurlaub in Italien: Eine Frau aus der Schweiz wurde zerquetscht - vor den Augen ihrer Kinder. 

Einen unfassbaren Vorfall gab es in den USA: Dort hatte eine wütende Frau einen Rentner aus einem fahrenden Bus gestoßen - das Opfer verstarb später.

In den USA starb jüngst außerdem ein sechsjähriges Mädchen, weil ihr Vater sie aus Versehen mit einem Golfball erschlagen hat.  

Eine ebenfalls schreckliche Tragödie widerfuhr einer deutschen Familie auf Teneriffa. Ein Familienvater soll seine Frau und seinen älteren Sohn umgebracht haben. Der jüngere Sohn konnte entkommen.

In Australien baut eine Jugendliche einen tödlichen Unfall aufgrund eines Snapchat-Videos - Was ihre Freundinnen dann machen, schockiert. 

spz

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