Sturmtief kommt immer näher

Sturmgefahr: Nächstes Orkantief „Zeynep“ kommt – Wetter-Experten warnen

  • Julia Cuprakowa
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Zwei Orkantiefs sorgen bis Samstag für eine ausgewachsene Sturmlage in Deutschland. Nach Sturm „Ylenia“ kommt nun Orkantief „Zeynep“.

Update, 18. Februar, 17:30 Uhr: Nach Sturmtief „Ylenia“ kommt nun ein Orkantief „Zeynep“. Wie echo24.de bereits berichtete, soll das Tief mit dem Namen „Zeynep“ zwar vor allem über die Nordhälfte Deutschlands ziehen. Doch auch für Baden-Württemberg rechnet der Deutsche Wetter-Dienst (DWD) mit Auswirkungen.

Sturmgefahr: Auch Baden-Württemberg betroffen – Wetter-Experten warnen vor heftigen Sturmböen

Von Freitagnachmittag an seien gebietsweise Böen zwischen 60 und 80 km/h möglich, auf dem Feldberg auch schwere Sturmböen bis 90 km/h, warnen die Wetter-Experten des DWD. Im Verlauf der Nacht soll der Wind dann nachlassen – jedoch nicht für allzu lange.

Denn laut DWD sind auch am Samstag noch örtlich stürmische Böen bis 70 km/h möglich – vor allem im Bergland und im Nordosten des Landes. Oberhalb von 600 Metern könnte es zudem Frost und überfrierende Nässe geben. Vor allem Autofahrer sollten in der Nacht und am Samstagmorgen deshalb vorsichtig sein. Mit welchen Einschränkungen haben die Menschen in Baden-Württemberg zu rechnen?

Sturmgefahr im Südwesten: Zugausfällen durch Sperrungen von Bahnstrecken möglich

Eine Sprecherin der Bahn riet dazu, sich über mögliche Störungen oder Zugausfälle zu informieren. Umgestürzte Bäume könnten zu Sperrungen von Bahnstrecken führen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Am Samstag soll es vor allem am Tagesanfang viel Regen in Baden-Württemberg geben. Im Bergland können die Schauer auch in Schnee übergehen. Danach soll es aber auflockern und die Sonne durchkommen. Windig könne es auch noch einmal am Sonntag werden. Vor allem im Bergland muss laut DWD erneut mit Sturmböen oder schweren Sturmböen gerechnet werden, am Feldberg auch wieder mit orkanartigen Böen. In der Nacht zu Montag seien vereinzelt Gewitter möglich. Vor allem im Bergland werde es erneut schwere Sturmböen geben.

Sturmgefahr: Nächstes Orkantief „Zeynep“ kommt – Wetter-Experten warnen

Erstmeldung, 18. Februar: Das Sturmtief „Ylenia“ hat in Baden-Württemberg keine größeren Schäden hinterlassen, denn im Südwesten waren nur Ausläufer des Sturms zu spüren. Nach der Beobachtungstabelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden auf dem Feldberg im Schwarzwald Windgeschwindigkeiten von 125 km/h gemessen. Polizei und Feuerwehr standen zwar bereit, größere Schäden wurden aber bislang nicht bekannt, wie die Leitstellen bis Donnerstagmittag (17. Februar) mitteilten. Doch damit ist es mit dem stürmischen Wetter in Deutschland nicht vorbei.

Denn: Nach „Ylenia“ wird für Freitagmittag das Orkantief „Zeynep“ erwartet, wie echo24.de im aktuellen Wetter-Ticker für Baden-Württemberg berichtet. Laut DWD wird wahrscheinlich erneut vor allem die nördliche Hälfte Deutschlands betroffen sein. In den höher liegenden Teilen des Schwarzwalds werden bis ins Wochenende hinein Orkanböen erwartet.

Unwettergefahr in Deutschland: Wetter-Experten warnen vor Orkantief „Zeynep“

Der Minister für ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), rief wegen der Sturmgefahr dazu auf, Waldgebiete zu meiden. Vor allem in den Hochlagen des Schwarzwaldes müsse mit umstürzenden Bäumen und herab brechenden Ästen oder Baumkronen gerechnet werden.

Wer bei orkanartigen Böen die Wälder betritt, begibt sich in Lebensgefahr. Auch beim Befahren von Straßen, die durch oder entlang von Wäldern führen, ist besondere Vorsicht angezeigt.

Minister für ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU).

Waldwege könnten durch Regen zudem ausgespült und dadurch beschädigt werden. Waldbesitzer sollten laut Hauk beim Beseitigen von Sturmholz vorsichtig sein. Dies sei ein gefährliches Unterfangen. „Bei der Aufarbeitung von Sturmholz passieren immer wieder teils schwere Unfälle. Hier geht Sicherheit vor Schnelligkeit.“

Orkan-Hammer in Deutschland erwartet: „Zeynep“ könnte noch heftigere Orkanböen bringen

Der Sturm „Ylenia“ hat Bäume umstürzen lassen, mancherorts zu gesperrten Straßen geführt und Zug- und Flugverkehr durcheinandergewirbelt. Zwei Autofahrer wurden sogar von umstürzenden Bäumen erschlagen. Kurz gesagt: Der Sturm hielt die Polizei und Feuerwehr auf Trab, wie auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die Einsatzkräfte können aber nur kurz durchatmen – der nächste heftige Sturm ist bereits im Anmarsch. „Es zieht noch ein Orkan auf“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Donnerstag (17. Februar). „Zeynep“ könnte in Teilen noch stärkere Orkanböen bringen.

Orkan-Hammer „Zeynep“: Vor allem Küstenregion stark gefährdet

Vor allem an den Küsten dürfte das Wetter in Deutschland von Freitag auf Samstag ruppig werden, wie Franka Nawrath, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD), der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Wir warnen vor extremen Orkanböen bis 135 km/h an der Nordseeküste.“

Auch an der Ostseeküste werden am Freitagabend demzufolge extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h erwartet. In den übrigen Regionen des Nordens könne mit orkanartigen Böen oder auch Orkanböen gerechnet werden. Mit welcher Wucht das Orkantief den Norden treffen wird, sei aber noch immer nicht zu 100 Prozent berechenbar. Zeichnet sich durch die vielen Stürme etwa ein Trend ab? Laut Wetter-Experten sollen Extrem-Wetterlagen in Deutschland zunehmen, wie echo24.de in einem separaten Artikel berichtet.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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