Merkel-Nachfolge

Umfrage-Hammer zur Merkel-Nachfolge: AKK kommt nicht gut weg

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Die Chefs von CDU und CSU: Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder.
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Wie rüstet sich die Union für die Zeit nach Angela Merkel? Annegret Kramp-Karrenbauer erlebte ein Umfrage-Desaster und auch Markus Söder kam nicht gut weg.

Berlin - Wähler der Unionsparteien trauen laut einer Umfrage eine erfolgreiche Kanzlerkandidatur eher CSU-Chef Markus Söder zu als der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer.

Auf Platz eins von sechs vorgegebenen Unionspolitikern kommt bei den Anhängern von CDU und CSU aber der frühere Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz mit 26 Prozent, wie die Erhebung des Instituts Kantar für die Funke-Mediengruppe ergab.

Umfrage zu Merkel-Nachfolge: Söder düpiert AKK - doch Rang eins geht an einen anderen

Söder liegt mit 16 Prozent auf Platz zwei, Kramp-Karrenbauer mit 14 Prozent knapp dahinter. Nach der Thüringen-Wahl erwartete der CDU-Europapolitiker Elmar Brok, dass die Union einen Kanzlerkandidaten der Schwesterpartei CSU aufstellt. „Einiges spricht dafür, dass die Kanzlerkandidatur so geregelt wird wie schon zweimal in der Geschichte der Union", sagte er. Damit könnte die Aufgabe auf den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder zukommen.

Der CSU-Chef selbst hatte bereits einige Male betont, keine Ambitionen für das Kanzleramt zu haben. Immer wieder wird Söder jedoch ins Spiel gebracht - auch wenn er seine Aufgabe in Bayern sieht. Während um Söder herum wild spekuliert wird, hält er sich selbst mit Aussagen zurück. Eine sogenannte Urwahl in der CDU zur Entscheidung der Kanzlerfrage sieht der bayerische Ministerpräsident allerdings kritisch, so Söder kürzlich. Er bestehe auf einem Mitspracherecht seiner Partei.  „Und auch Urwahlen garantieren keine Wahlerfolge. Wähler entscheiden nach anderen Kriterien als Parteimitglieder“, sagte er.

Video: Abrechnung mit AKK

Nachfolger von Angela Merkel? Auf diesem Platz landet Markus Söder in der Gesamtbevölkerung

Nach Söder und Kramp-Karrenbauer folgen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit je 13 Prozent sowie Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther mit 8 Prozent.

In der Gesamtbevölkerung ergibt sich ein anderes Bild. Zwar liegt wieder Merz (23 Prozent) vorn, den zweiten Platz erreicht allerdings Spahn (10), dicht gefolgt von Kramp-Karrenbauer und Laschet (jeweils 9). Söder (8) rangiert nur auf dem vorletzten Platz vor Günther (4).

CDU-Politiker Friedrich Merz rechnete nach der Thüringen-Wahl im Übrigen mit Bundeskanzlerin Merkel ab - auch in der internationalen Presse gibt es harsche Kritik, sogar von einer „Zombi-Koalition“ ist die Rede. Rückendeckung erhielt die Kanzlerin dabei von unerwarteter Seite. 

Auf dem CSU-Parteitag entging Markus Söder im Übrigen nur knapp einer Schlappe. Annegret Kramp-Karrenbauer war ebenfalls vor Ort und sprach über die Türkei. 

Der bayerische Ministerpräsident bündelt die Macht, berichtet Merkur.de*. Ein CSU-Politiker gibt vielsagende Einblicke in die Arbeit von Markus Söder. Derweil verlieren die Grünen auf Bundesebene an Zustimmung - eine andere Partei kann allerdings aufholen.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa

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