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Ukraine-Krieg: Johnson will Kiew „tödlichere Waffen“ liefern

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Von: Daniel Dillmann

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Justin Trudeau, Boris Johnson und Mark Rutte in London (v.l.n.r.). Kanada, Großbritannien und die Niederlande liefern im Ukraine-Krieg Waffen.
Justin Trudeau, Boris Johnson und Mark Rutte in London (v.l.n.r.). Kanada, Großbritannien und die Niederlande liefern im Ukraine-Krieg Waffen. © WIktor Szymanowicz/Imago Images

Die Ukraine leistet dem Angriff aus Russland weiter erfolgreich Widerstand. Damit das so bleibt, verlangt Kiew neue Waffen aus dem Westen. Der Wunsch scheint erfüllt zu werden.

London – Der britische Premier Boris Johnson* stellt der Ukraine* im Krieg mit Russland* die Lieferung „tödlicherer Waffen“ in Aussicht. Laut Informationen der britischen Times soll Johnson neue Waffenlieferungen an Kiew in einer Kabinettssitzung in London angesprochen haben.

Das größere Engagement im Ukraine-Konflikt* soll Boris Johnson mit dem Charakter des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin* erklärt haben. Der Kreml-Chef sei „unberechenbarer und rachsüchtiger“ geworden. Das läge auch daran, dass sich Moskaus Armee an vielen Fronten auf dem Rückzug befänden. Die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg stiegen, was wiederum zu einem Strategiewechsel bei der Ukraine führen würde. „Die ukrainische Armee behält nicht nur die Kontrolle über größere Städte, sie zwingt sogar die Russen zum Rückzug. Damit muss sich unsere Unterstützung ändern“, so Johnson laut der Nachrichtenagentur dpa, die sich auf eine ungenannte Quelle aus dem britischen Kabinett bezieht.

Boris Johnson will mehr Waffen in die Ukraine liefern

Laut Insidern, die mit der Times gesprochen haben, hat Boris Johnson aber nicht konkretisiert, welche Waffensysteme er genau meint. Großbritannien* liefert bislang vor allem Panzerabwehrraketen und andere, eher defensive, Geschosse in den Ukraine-Krieg*.

Die USA* hatten unlängst bekannt gegeben, wegen des Ukraine-Konflikts weitere Schiffsabwehrraketen und fortschrittlichere Luftabwehrsysteme in die hart umkämpften Städte der Ukraine zu liefern. Laut Angaben der New York Times hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden* seit Anfang März rund 17.000 Abwehrraketen in die Ukraine geliefert - vor allem Javelin-Raketen, die sowohl gegen Panzer als auch gegen Hubschrauber sowie startende und landende Flugzeuge eingesetzt werden können.

Ukraine-Krieg: 30 Länder unterstützen die Ukraine im Kampf gegen Russland

Insgesamt 30 Länder haben nach Angaben des Nachrichtenportals Politico und dem Forum on the Arms Trade bereits Waffen oder sonstige militärische Hilfe in die Ukraine geliefert. Darunter auch Deutschland und Finnland. Die beiden EU-Mitgliedsstaaten* hatten im Zuge des Ukraine-Kriegs ihre langjährige außenpolitische Praxis, keine direkte militärische Hilfe in Krisengebiete zu leisten, über Bord geworfen.

Militärhilfe im Ukraine-Krieg: Diese Länder liefern Waffen und Equipment an Kiew

(dil) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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