Marder, Igel oder Ratten

Tierkot im Garten erkennen: Wann Handlungsbedarf besteht

  • VonLena Zschirpe
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Nachts im Garten können so einige Tiere unterwegs sein. Oft merkt man das nur am Kot, der hinterher herumliegt. Doch wie kann man ihn unterscheiden?

Dortmund – Freigänger-Katzen, Igel auf Nahrungssuche oder gar ungebetene Gäste wie Ratten und Marder: Was nachts im eigenen Garten herumläuft, kann man kaum kontrollieren, wie RUHR24* berichtet. Oft bleibt nur der Kot als Indiz übrig. Aber wie erkennt man, zu welchem Tier er gehört?

NameBraunbrustigel
FamilieIgel (Erinaceidae)
Gewicht780 Gramm (Erwachsener)

Kot von Igeln, Ratten und Mardern erkennen: Spuren im Garten lesen

Wer einen Igel oder andere Tiere in seinem Garten vermutet, muss sich entweder nachts auf die Lauer legen oder tagsüber nach Spuren Ausschau halten. Der zurückgelassene Kot der Tiere ist meistens das eindeutigste Indiz dafür, dass in der Dunkelheit noch viel im Garten los ist (mehr Tipps zum Garten bei RUHR24* lesen).

Wer vermeintlichen Igelkot findet, kann ihn laut dem Gartenjournal an folgenden Eigenschaften erkennen:

  • Farbe: schwarz-braun und glänzend
  • Länge: bis zu sechs Zentimeter lang, Dicke: acht bis zwölf Millimeter
  • Geruch: bei gesunden Tieren unauffällig bis geruchslos
  • Form: gerollt mit spitz zulaufenden Enden

Bei genauem Hinsehen können im Igelkot Reste von Käfern enthalten kann. Obstkerne sind hingegen seltener. Sie tauchen nur auf, wenn der Igel in reifen Früchten nach Maden abgesucht hat. Ansonsten verschmähen Insektenfresser vegetarische Kost eher.

Igelkot ist grün und schleimig - was kann das bedeuten?

Ist ein Igel im Garten unterwegs* und der Kot sieht plötzlich ungewöhnlich aus, sollten Tierfreunde genau hinsehen. Der Igel könnte krank sein und beispielsweise unter Darmparasiten leiden.

Wenn das Aussehen von Igelkot auf ein krankes Tier hindeutet, sollte man Kontakt zu einer Igelstation oder igelkundigen Tierärzten aufnehmen*. Entwurmt werden sollte außerdem nicht in freier Wildbahn beziehungsweise im Garten, sondern unter Aufsicht. Auch Haustiere mit freiem Zugang nach draußen sollten gegebenenfalls auf Würmer untersucht werden.

Der Kot eines kranken Igels kann grün bis hellgrün und weich bis schleimig aussehen. Außerdem stinkt er stark.

Igel, Ratte oder Marder? Diese Eigenschaften haben Tierkot

Igel gelten nicht nur als niedlich, sondern auch im Garten als Nützlinge, weil sie unter anderem ungeliebte Nacktschnecken essen*. Ratten und Marder hingegen sind eher unbeliebt. Die Tiere selbst und auch ihr Kot können Krankheiten auf den Menschen übertragen, bei Igeln passiert das weitaus seltener. Beide Tiere können außerdem die Dämmungen in Häusern stark beschädigen und sich hartnäckig einnisten.

Doch auch Ratten und Marder können lange unentdeckt bleiben – würden sie nicht ebenfalls Kot hinterlassen. An einigen Details kann man die Exkremente von Igelkot unterschieden. An diesen Merkmalen erkennt man Rattenkot eines gesunden Tieres:

  • Farbe: dunkelbraun
  • Länge: ein bis zwei Zentimeter lang
  • Geruch: riecht nach Ammoniak
  • Form: weich und klebrig

So kann man Marderkot eines gesunden Tieres im Garten erkennen:

  • Farbe: schwarz bis grau
  • Länge: acht bis zehn Zentimeter
  • Geruch: unangenehmer Gestank
  • Form: sichtbare Nahrungsreste

Tierkot im Garten gefunden? Das ist zu tun

Wenn man den Kot entfernen will, sollte man einiges beachten. Vor allem dann, wenn man nicht weiß, mit welchem Tier man es zu tun hat und ob das Tier gesund ist. Hygiene ist daher besonders wichtig, am besten sollte man Handschuhe beim Entfernen tragen.

Anschließend sollte man seine Hände waschen und alle Geräte desinfizieren, die mit dem Igelkot in Berührung gekommen sind. Die Exkremente sollten auf keinen Fall auf dem Kompost landen. Von dort aus können sich im schlimmsten Fall pathogene Erreger im Garten ausbreiten oder auf andere Tiere übertragen. Der Kot sollte stattdessen in einer Papiertüte im Hausmüll entfernt werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg/Holger Hollemann/dpa; Collage: RUHR24

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