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Ukraine-Krieg: Erfolg für Ukraine bei Charkiw - Vorstoß bis zur Grenze Russlands

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Die militärische Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Nach Informationen der Ukraine verhindere Putin die Rettung Verletzter aus Azovstal: der News-Ticker.

+++ 07.40 Uhr: Die Rettung zumindest der verletzten Verteidiger des Stahlwerks Azovstal in Mariupol scheitert nach Angaben der ukrainischen Regierung am russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Werk steht unter schwerem Beschuss des russischen Militärs - und Kiew wird im eigenen Land von einigen Kritikern vorgeworfen, die Soldaten im Stich gelassen zu haben. Vize-Verteidigungsministerin Anna Malyr betonte, eine militärische Operation zur Befreiung der Eingeschlossenen sei derzeit nicht möglich. Man arbeite an Vorschlägen, um sie freizubekommen - doch „Putin gibt einfach nicht sein Einverständnis dafür.“

Ukraine-Krieg: Erfolg für Ukraine bei Charkiw - Vorstoß bis zur Grenze Russlands

Update vom Montag, 16.05.2022, 06.30 Uhr: Ukrainische Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im östlichen Gebiet Charkiw: Sie sind zumindest an einer Stelle bis zur Grenze zu Russland vorgestoßen. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte in der Nacht zu Montag ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb. Sie gehören den Angaben zufolge zu einer Freiwilligen-Brigade aus der Stadt Charkiw.

Ukraine-Krieg: Russland will wohl neue Soldaten entsenden

+++ 23:00 Uhr: Trotz schwerer Angriffe vonseiten Russlands kontrolliert die Armee der Ukraine weiter rund zehn Prozent des Gebiets Luhansk. Das teilte der regionale Gouvaneur, Serhij Hajdaj, am Sonntag (15. Mai) mit. Insbesondere die Außenbezirke der Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Lyssytschansk hätten die russischen Truppen bislang nicht einnehmen können. Der Kreml hingegen hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass prorussische Separatisten mit Hilfe der russischen Armee bis an die Verwaltungsgrenzen von Luhansk vorgedrungen seien. Hajdaj bezeichnete diese Aussagen damals als „Fantasie“.

Ukrainische Soldaten patrouillieren in einem kürzlich zurückeroberten Dorf nördlich von Charkiw in der Ostukraine.

+++ 21.00 Uhr: Laut Angaben des ukrainischen Generalstabs setzt die russische Armee in bestimmten Gebieten weniger als 20 Prozent ihrer vollen Kapazitäten ein. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Mutmaßlich hängen sie jedoch mit Russlands schweren Verlusten im Ukraine-Krieg zusammen.

Ukraine-Krieg: Russland will neue Soldaten entsenden

+++ 19.30 Uhr: Russland plant offenbar die Entsendung neuer Truppen in die Ukraine. Wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent mit Bezug auf den ukrainischen Generalstab berichtet, sollen 2500 Reservisten in das Kriegsgebiet geschickt werden. Demnach wurden die Soldaten auf Übungsplätzen in den russischen Oblasten Woronesch, Belgorod und Rostow ausgebildet.

Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte nach Raketenangriffen im Donbass

+++ 18.00 Uhr: In Sjewjerodonezk, einer Stadt im Donbass, sind zwei Menschen durch russische Bombardierungen ums Leben gekommen. Das teilte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, auf Telegram mit. Zuvor hatte er bereits über neun Verletzte infolge von Angriffen auf eine Klinik gesprochen.

+++ 16.15 Uhr: Die russische Regierung hat eine militärische Zwischenbilanz veröffentlicht. Demnach hat das Militär insgesamt 165 Flugzeuge, 125 Hubschrauber, 879 unbemannte Luftfahrzeuge, 306 Flugabwehr-Raketensysteme und 3098 Panzer im Ukraine-Krieg verloren. Die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums lassen sich nicht unabhängig prüfen. Die ukrainische Regierung geht allerdings von deutlich höheren Verlusten im russischen Militär aus.

+++ 15.30 Uhr: Die Türkei will wohl den möglichen Nato-Beitritt von Finnland blockieren. Für den Beitritt zum Militärbündnis ist ein einstimmiges Ergebnis notwendig.

+++ 14.45 Uhr: Russland macht einem Bericht zufolge im Donbass taktische Fehler. Das hat das Thinktank „Institute for the Study of War“ analysiert. Konkret geht es dabei um den gescheiterten Versuch russischer Soldaten am Mittwoch (11. Mai) eine Pontonbrücke über den Fluss Siversky Donets zu errichten. Das „zeigte einen erstaunlichen Mangel an taktischem Gespür“, heißt es im Bericht. Die Denkfabrik merkt darin zudem an, dass das geplante Referendum in der südukrainischen Stadt Cherson „erhebliche Verwirrung innerhalb der russischen Führung auf verschiedensten Ebenen“ hervorrufe.

Ukraine-Krieg: Raketenangriff auf Lwiw

+++ 13.00 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben in der Region Lwiw (Lemberg) im Westen des Landes nach tagelanger Pause erstmals wieder mit Raketen militärische Infrastruktur beschossen (s. Update v. 08.30 Uhr). Nach dem Angriff sei nichts über Tote oder Verletzte bekannt, teilte der Chef der Militärverwaltung, Maxym Kosyzkyj, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Das Ausmaß der Zerstörung werde untersucht. Ein Objekt nahe Jaworiw - vermutlich um den dortigen Truppenübungsplatz herum - soll komplett zerstört sein.

Ukraine-Krieg: Russische Offensive im Donbass hinter Plan

+++ 11.45 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben in der Ukraine ein Drittel ihrer im Februar eingesetzten Bodenkampftruppen verloren. Verschärft wird dies nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten durch den Verlust von entscheidendem Material zum Brückenbau und zur Aufklärung. „Die russischen Streitkräfte sind zunehmend eingeschränkt durch zerstörte Fähigkeiten zur Versorgung, anhaltend niedriger Kampfmoral und reduzierter Kampfkraft“, hieß es im täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des britischen Verteidigungsministeriums auf Twitter. Trotz anfänglicher Fortschritte zu Beginn habe Russland im vergangenen Monat keine substanziellen Gebietsgewinne gemacht (s. auch Update v. 10.25 Uhr).

Ukraine-Krieg: Russland setzt Phosphorbomben ein

+++ 10.40 Uhr: Russland hat offenbar das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol mit Phosphorbomben beschossen. Der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko sprach auf Telegram davon, dass die „Hölle auf die Erde gekommen“ sei. Solche Brandbomben richten verheerende Schäden an. Ihr Einsatz ist verboten.

+++ 10.25 Uhr: Die britischen Militärgeheimdienste sehen die russische Offensive im Donbass weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan. „Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass Russland seinen Vorstoß in den kommenden 30 Tagen dramatisch beschleunigen kann“, erklärt das britische Militär in seinem Lagebericht auf Twitter.

+++ 08.30 Uhr: Ukrainische Behörden melden einen Raketenangriff in der Region Lwiw. Nach Angaben des dortigen Gouverneur Maxim Kosizki wurden militärische Infrastruktur getroffen. Ob dabei auch Menschen getötet oder verletzt wurden, ist Kosizki zufolge noch unklar. Auch das Ausmaß der Zerstörungen müsse erst noch ermittelt werden. Lwiw liegt im Westen der Ukraine unweit der polnischen Grenze.

Erstmeldung vom Sonntag, 15. Mai, 06.00 Uhr: Russische und ukrainische Streitkräfte liefern sich weiter heftige Kämpfe in den Regionen Luhansk und Donezk. Wie das ukrainische Militär in einem Update auf Facebook mitteilt, bleibt die Situation weiter schwierig, ist jedoch unter Kontrolle. Soldatinnen und Soldaten hätten bis in den späten Samstagabend hinein auch in der Donbass-Region 12 Angriffe zurückgeschlagen und dabei acht Panzer, fünf Artilleriesysteme, neun gepanzerte Kampffahrzeuge sowie sechs Drohnen zerstört.

(aa/dil/tu/kh mit dpa/AFP)

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