Auf knapp 60 Quadratmetern

Was dieser Kandidat nach "The Taste" gemacht hat, ist richtig ungewöhnlich

+
Auf knapp 60 Quadratmeter bewirtet "The Taste"-Kandidat Boris Biggör seine Gäste.

Boris Biggör wurde durch die Sat.1-Sendung "The Taste" bekannt. Jetzt widmet er sich einem ganz besonderen Projekt.

Baden-Württemberg - Boris Biggör wurde durch die Sat.1-Kochsendung "The Taste" bekannt, jetzt verfolgt er neue Ziele. Knappe 60 Quadratmeter, eine große Kücheninsel und ein langer Tisch, an dem zehn Leute bequem Platz finden - mehr braucht Biggör nicht für sein Wohnzimmer-Restaurant im Landkreis Heilbronn. Außer natürlich richtig leckeres Essen. Aber dieser Herausforderung stellt sich der Koch sehr gerne.

Im Gespräch mit echo24.de* erklärt der ehemalige "The Taste"-Kandidat, was hinter seinem Wohnzimmer-Restaurant steckt. Denn: Wie kommt man überhaupt darauf, fremde Leute im eigenen Wohnzimmer zu bewirten? "Die Idee dazu hatte ich eigentlich schon lange. Vor zwei Jahren haben meine Frau und ich dann das Haus in Güglingen-Eibensbach gekauft und da war klar, dass hier mal mein Wohnzimmer-Restaurant rein soll", sagt Biggör. Gesagt, getan: Aus vier Zimmern wurde ein großer Raum, in dem der 40-Jährige seit 2018 an einem "Home-Sweet-Home"-Abend zehn Gäste mit einem 8-Gänge-Menü verwöhnt.

Bekannt durch die Sat.1-Kochsendung "The Taste": Boris Biggör startet mit Wohnzimmer-Restaurant durch

Boris Biggör probiert gerne Neues aus - und freut sich über direktes Feedback vom Gast.

Besonders wichtig für das Wohnzimmer-Restaurant ist eine gute Vorbereitung. Denn: Etwa drei volle Arbeitstage stecken in einem Menü. Biggör: "So ein Abend ist schon unglaublich aufwendig und reich wird man damit sicherlich nicht - aber ich habe einfach Lust darauf. Ich kann neue Sachen ausprobieren und bekomme direktes Feedback von den Gästen."

Die eigentliche Arbeit beginnt allerdings schon früher. Bereits drei bis vier Wochen vor dem "Home-Sweet-Home"-Abend muss sich Biggör darüber Gedanken machen, was genau er kochen will: "Dabei ist mir ein saisonaler Aspekt wichtig. Aber ein bisschen Effekt-Hascherei gehört schon auch dazu. Zum Beispiel ein Rote-Beete-Süppchen aus dem Reagenzglas - das sind so kleine Dinge, die später in Erinnerung bleiben, wenn man an den Abend denkt."

Traum vom Wohnzimmer-Restaurant: "The Taste"-Kandidat Boris Biggör ist gerne nah dran am Gast

Biggörs Gäste dürfen sich auf ein 8-Gänge-Menü freuen.

Denn dass seine Gäste später zufrieden nach Hause fahren, das ist dem Koch sehr wichtig. Biggör: "Die Leute sollen bei mir eine tolle Zeit haben - es soll wie eine coole Küchenparty sein. Wer mag, darf mir zwischen den Gängen auch gerne beim Anrichten helfen. Am Anfang eines Abends sind viele Gäste noch etwas verhalten, aber das ändert sich schnell - und später sitzen die unterschiedlichsten Menschen am Tisch und unterhalten sich über alles Mögliche."

Perfekt ist ein Abend für den 40-Jährigen dann, wenn nicht nur seine Gäste die Gänge genießen können, sondern auch er selbst nebenher probieren kann. Und: "Wenn ich alles auf den Teller bekomme, was ich mir auch vorgenommen habe. Bei einem Menü ist es einfach so, dass man eine Komponente in einem der Gänge grundsätzlich vergisst - sei es nur eine Scheibe Trüffel oder etwas Kresse", erklärt Biggör. Aber das sei schnell vergessen, wenn die Gäste am Ende rausgehen und sagen: "Hey, das war geil - und jetzt könnte ich nochmal so einen kleinen Gang essen!"

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare