Corona-Pandemie hat den Arbeitsalltag verändert

Testpflicht am Arbeitsplatz soll fallen: Lockerung ab diesem Tag geplant

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
    schließen

Am 20. März sollen alle tiefgreifenden Corona-Maßnahmen enden – darunter auch Homeoffice und die Testpflicht am Arbeitsplatz.  

Nach rund zwei Jahren Pandemie wird der Großteil der Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland bis zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März abgeschafft – in mehreren Schritten. So soll es zum Beispiel bei privaten Treffen von Geimpften und Genesenen künftig aber keinerlei Teilnehmerbegrenzungen mehr geben. Für Ungeimpfte bleibt es hingegen bis 19. März bei den bestehenden Auflagen. Außerdem laufen die Homeoffice-Pflicht und die Testpflicht am Arbeitsplatz dann auch aus.

Bisher müssen diejenigen, die noch im Betrieb arbeiten, immer einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzeigen, bevor Sie die Arbeitsstätte betreten können. Für ungeimpfte Personen bedeutet das, für jeden Arbeitstag einen Schnelltest zu machen.

Testpflicht am Arbeitsplatz soll fallen: Infektionsschutzgesetz läuft aus – Corona-Lockerung geplant

Die Testpflicht am Arbeitsplatz wird durch das geänderte Infektionsschutzgesetz geregelt, welches am 24. November in Kraft trat. Es beinhaltet auch arbeitsrechtliche und arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen sowie Unterstützungs­leistungen, wie die Bundesregierung auf der offiziellen Internetseite mitteilte. Die Regelungen, sowieso die meisten tiefgreifenden Corona-Maßnahmen, sollen bundesweit bis zum 19. März 2022 auslaufen. Eine Verlängerung um drei Monate ist jedoch möglich.

Eine mögliche Verlängerung war unter anderem dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann wichtig. Denn obwohl der Höhepunkt der Omikron-Welle laut Experten überschritten scheint und die Inzidenzen endlich wieder sinken, forderte Baden-Württemberg die Bundesregierung auf, einen „Instrumentenkasten“ der Länder für den Ernstfall bereitzustellen. Bedeutet: Auch nach dem 20. März sollen die Bundesländer bei erneuten Ausbrüchen und hoher Hospitalisierungsinzidenz das Recht behalten, wieder Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu ergreifen.

Diese dreimonatige Verlängerung des Infektionsschutzgesetzes würde sich dann auch auf die Testpflicht am Arbeitsplatz auswirken. Im Moment aber sieht alles danach aus, als würde der 3G-Nachweis ab dem 20. März keine Rolle mehr am Arbeitsplatz spielen. Davon abgesehen bleibt es den Arbeitgebern überlassen, weiterhin freiwillig Homeoffice für die Mitarbeiter anzubieten.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema