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Tarifeinigung bei der Deutschen Post – wohl keine weiteren Streiks

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Von: Lisa Klein

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Streikende Postler mit Verdi-Fahne
Verdi und die Deutsche Post sind sich einig. © Bernd Thissen/dpa/dpa-tmn

Die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Post haben sich im Tarifstreit geeinigt. Es werde wohl vorerst doch nicht zu weiteren Streiks kommen.

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das betrifft rund 160.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft zeigt sich zufrieden: „Das ist ein gutes Ergebnis, das ohne den Druck und die hohe Streikbereitschaft unserer Mitglieder nicht hätte erreicht werden können“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Mit der Einigung wird voraussichtlich ein unbefristeter Streik abgewendet, für den sich die Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung bereits ausgesprochen hatten. Als Nächstes wird Verdi nun eine Urabstimmung der Mitglieder des Unternehmens über das Tarifergebnis einleiten. Die Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern die Annahme des Tarifergebnisses.

Deutsche Post und Verdi einigen sich auf neuen Tarifvertrag – das steht drin

Im Einzelnen sieht der Tarifvertrag, der eine Laufzeit von 24 Monaten bis 31. Dezember 2024 hat, laut Pressemitteilung von Verdi folgende Regelungen vor: Die Tarifbeschäftigten sowie die Auszubildenden und dual Studierenden erhalten im April 2023 eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichssonderzahlung von 1.020 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten diese anteilig.

Von Mai 2023 bis einschließlich März 2024 erhalten sie zudem eine monatliche steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichssonderzahlung in Höhe von 180 Euro – damit wurde diese Zahlung um 20 Prozent im Vergleich zum letzten Arbeitgeberangebot erhöht. Ab April 2024 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten eine tabellenwirksame Festbetragserhöhung von monatlich 340 Euro, das entspricht in den unteren drei Entgeltgruppen einer Erhöhung von 16,1 bis elf Prozent.

Die Streik-Welle in Deutschland hört damit aber generell nicht auf. Für die bevorstehende Woche hat Verdi bereits weitere Warnstreiks angekündigt – diesmal werden Klinik-Mitarbeiter zur Arbeitsniederlegung aufgefordert, rund 20 Kliniken sind betroffen, darunter Heilbronn und Stuttgart.

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