Wald bei Lorch 

Nach Sturm „Sabine“: Waldarbeiter stirbt bei Aufräumarbeiten

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Der Sturm „Sabine“ wütete vor wenigen Tagen auch in Hessen - nun fordert er ein Todesopfer: Ein Waldarbeiter ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. (Symbolbild)
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Der Sturm „Sabine“ wütete vor wenigen Tagen auch in Hessen - nun fordert er ein Todesopfer: Im Rheingau ist ein Waldarbeiter bei einem Unfall ums Leben gekommen.

  • Waldarbeiter arbeitete im Rheingau im Auftrag des Landesbetriebs „Hessen Forst“
  • Ein Rettungshubschrauber flog den Verletzten in ein Krankenhaus nach Koblenz
  • Wegen der Folgen von Sturm „Sabine“ warnt „Hessen Forst“ vor Waldbesuchen

Lorch-Wollmerschied - Mehrere Tage nachdem der Sturm „Sabine“ in Deutschland für Unwetter gesorgt hat, ist ein Waldarbeiter in einem Ortsteil von Lorch im Rheingau bei Aufräumarbeiten tödlich verletzt worden.

Dies sei im Wald bei Lorch-Wollmerschied, das direkt an der Grenze zum Bundesland Rheinland-Pfalz liegt, passiert, teilte die Polizei mit. Ein Jagdpächter fand den Mann demnach am Freitag (14.02.2020) in unwegsamem Gelände nahe einem Waldweg im Rheingau mit schweren Verletzungen vor. Daraufhin habe er die Rettungskräfte informiert, teilte die Polizei am Montag (17.02.2020) mit. 

Nach Sturm "Sabine": Waldarbeiter in Hessen tot 

Um 16.48 Uhr sei die Meldung bei der Rettungsleitstelle eingegangen, woraufhin die Feuerwehr und ein Krankenwagen zum Unfallort gerufen wurden. Erst dann sei die Polizei alarmiert worden.

Beim Eintreffen habe der schwer verletzte Mann neben einem Baumstumpf gelegen. Die Verletzungen deuten laut Polizei auf einen Unfall bei der Waldarbeit hin. Nähere Angaben zu Unfallursache und -hergang konnte die Polizei vorerst nicht machen. Sie verwies auf weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei und der zuständigen Behörde für Arbeitsschutz. Letztere ist involviert, weil der Mann nicht als Privatperson im Wald tätig war.

Sturm „Sabine“:  Waldarbeiter stirbt nach bei Aufräumarbeiten in Hessen

Wie der Wiesbadener Kurier berichtet, sei der schwer verletzte Waldarbeiter zunächst durch die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Wollmerschied betreut worden. Mit der Hilfe nachrückender Feuerwehrkräfte hätten auch die Rettungskräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes die kilometerweit von der Straße abgelegene Unfallstelle erreichen können – der Waldweg zum Unfallort sei nicht befahrbar gewesen. Wie der Kurier weiter berichtet, wurde der Verletzte auf einer Hubschraubertrage durch den Wald zum Rettungshubschrauber getragen.

Der Hubschrauber flog den Waldarbeiter vom des Landesbetriebs „Hessen Forst“ vom Unfallort im Rheingau zu einem Krankenhaus im rund 40 Kilometer entfernten Koblenz. Dort erlag er seinen schweren Verletzungen. 

Sturm „Sabine“: „Hessen Forst“ warnt vor Wald-Spaziergängen

Der Landesbetrieb „HessenForst“ warnt auf seiner Webseite vor den Folgen von Sturm „Sabine“. Waldbesucher sollten den Wald derzeit meiden, heißt es dort: „Denn auch nach dem Sturmtief ist im gesamten Wald mit herabstürzenden Ästen und Bäumen zu rechen. Einzelne, halb umgefallene Bäume und in den Baumkronen hängende Starkäste können eine ernste Gefahr für Waldbesucher darstellen.“

Deshalb sollten Waldbesucher in den Tagen nach dem Sturm „Sabine“ auf Wald-Spaziergänge verzichten und „besser die freie Landschaft nutzen“. Nicht nur herabstürzende Äste und Bäume, sondern auch unter Spannung stehende, umgefallene Stämme seien gefährlich. 

Jakob Maurer mit dpa

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