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Streik bei Eurowings: Welche Rechte Passagiere jetzt haben

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Von: Michaela Ebert

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Flugreisende der Airline Eurowings müssen sich derzeit erneut auf erhebliche Probleme einstellen: Die Piloten streiken bis Mittwoch. echo24.de verrät, was die Passagiere zumindest aus rechtlicher Sicht tun können.

Eurowings-Passagieren müssen derzeit erneut mit massiven Problemen während der Flugreise rechnen. Die Piloten der Fluggesellschaft Eurowings hatten zuletzt am Donnerstag (6. Oktober) zum ganztägigen Streik aufgerufen. In Deutschland war davon jeder zweite Flug der Lufthansa-Tochter betroffen. Nun wollen die Piloten von Montag (17. Oktober) bis Mittwoch (19. Oktober) wieder ihre Arbeit niederlegen.

In Stuttgart wurden beispielsweise bereits beinah 50 Flüge gestrichen. Insgesamt sollen in ganz Deutschland laut Merkur.de am Montag etwa die Hälfte der rund 400 geplanten Flüge betroffen sein. Da liegen bei einigen Fluggästen natürlich die Nerven blank - doch zumindest aus rechtlicher Sicht lässt sich etwas dagegen tun.

Streik bei Piloten der Airline Eurowings - Fluggäste können von Rechten Gebrauch machen

Ganz allgemein kann schon mal gesagt werden: Bei Verspätungen oder Annullierungen von Flügen durch einen Pilotenstreik, können die Reisegäste auf ein Entgegenkommen durch die Airline hoffen. Dazu zählen Ansprüche auf eine Ersatzbeförderung, Verpflegung und auch teilweise eine Ausgleichszahlung. Diese kann nach der EU-Fluggastrechteverordnung sogar bis zu 600 Euro betragen.

Falls Flugreisende den Verdacht haben, dass durch einen geplanten Streik, wie etwa dem der Piloten von Eurowings, auch der eigene Flug betroffen sein könnte, gilt es, ein paar Schritte zu beachten. Zuerst sollten die Reisenden direkt ihre Fluglinie kontaktieren und eine Bestätigung über den Ausfall oder die Stornierung des Fluges verlangen. Trifft dies zu, haben sie gleich mehrere Möglichkeiten.

Flugausfälle durch Streik bei Eurowings: Reisende haben zwei Optionen

Die erste Option trifft vor allem dann zu, wenn ein Flug ausfällt oder sich um mehr als drei Stunden verspätet. Dann sollte den Passagieren des jeweiligen Fluges eine alternative Beförderung durch die Airline angeboten werden. Dies kann beispielsweise durch die Umbuchung auf einen anderen Flug geschehen. Alternativ kann den betroffenen Passagieren auch eine Bahnfahrkarte angeboten werden. Das gilt dann vor allem bei innerdeutschen Flügen.

Option zwei kann vor allem dann gewählt werden, wenn es sich um eine Flugstornierung handelt. Dann sollte den Passagieren nämlich entweder eine Ersatzbeförderung oder, als zweite Möglichkeit, die Rückerstattung des Ticketpreises angeboten werden. Im zweiten Fall müssen sich die Reisenden jedoch selbst darum kümmern, wie sie ans Ziel gelangen. Die Summe für das Ticket sollte ihnen dann innerhalb von sieben Tagen ohne Abzüge erstattet werden.

Eine Rückerstattung ist übrigens auch dann möglich, wenn sich der vom Streik betroffene Flug um mehr als fünf Stunden verspätet. Passagiere können auch dann die Ticketkosten zurückverlangen.

Diese Websites und Apps helfen Passagieren bei Flugausfällen

Wer sich einen genauen Überblick darüber verschaffen möchte, welche Rechte für Flugreisende gelten, findet auf den Websites der Verbraucherzentrale oder der Stiftung Warentest hilfreiche Informationen. Auch die kostenfreie App „Flugärger“ der Verbraucherzentrale NRW kann einigen Passagieren Tipps liefern. Zudem finden betroffene Fluggäste ein browserbasiertes Selbsthilfe Tool des Europäischen Verbraucherzentrums im Web.

Aber Achtung bei einer Pauschalreise: Haben die Passagiere ihren Flug über einen Reiseveranstalter gebucht, ist dieser der erste Ansprechpartner bei Problemen - und nicht die jeweilige Airline.

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