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Bundesweiter Streik bei der Post: Verdi ruft zu Arbeitsniederlegungen auf

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Von: Michaela Ebert

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Bei der Post soll es ab Donnerstagnachmittag zu Streik im ganzen Land kommen. Nachdem sich der Tarifkonflikt zugespitzt hatte, kündigt das die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag an.

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post spitzt sich zu. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem bundesweiten Streik auf. Die Beschäftigten in allen Brief- und Paketzentren seien ab Donnerstag um 17.00 Uhr sowie am Freitag ganztägig zum Streik angehalten, teilte Verdi mit. „In den folgenden Tagen werden weitere Streiks folgen.“

In der zweiten Verhandlungsrunde für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten hatte es in Köln keine Fortschritte gegeben. „Die Arbeitgeber haben sich sehr deutlich geäußert, dass sie nicht bereit sind, den Reallohnverlust und die Inflation auszugleichen“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Verdi halte die Forderungen jedoch für „notwendig, gerecht und machbar“, so die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) am Donnerstag.

Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Der überwiegende Teil der Verdi-Mitglieder bei der Post habe ein niedriges Einkommen und könne Reallohnverluste nicht verkraften, betonte Kocsis. „Dass die Arbeitgeber den Ausgleich von Reallohnverlusten verweigern, ist angesichts der Milliardengewinne des Konzerns eine Provokation. Darauf werden die Beschäftigten in den Betrieben nun eine klare Antwort geben und ihren Forderungen mit Streiks Nachdruck verleihen.“

Ein gelber Kasten der Deutschen Post
Streik bei der Deutschen Post: Verdi ruft Mitarbeiter in Brief- und Paketzentren zur Arbeitsniederlegung ab Donnerstag, 17 Uhr auf. © Kirchner-Media/Wedel/Imago

Die Deutsche Post DHL ist hochprofitabel. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt allerdings im Ausland.

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