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Sprit so günstig wie seit Monaten nicht – aus zwei Gründen

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Autofahrer dürfen kurz wenigstens ein bisschen aufatmen. Die Spritpreise sind auf einem Niedrigstand seit Monaten. Der ADAC nennt die Gründe.

Die letzten Monate waren für Autofahrer einfach zum Haare raufen: Bei teils unfassbaren Benzinpreisen fragten sich viele, wo das Tanken wenigstens vergleichsweise am günstigsten ist. Dazu kommen neue Regeln für Autofahrer ab 2023, die Aufgabe, das Auto winterfest zu bekommen und hohe Bußgelder, die speziell bei Winterwetter gelten. Aber: Es gibt einen kleinen Lichtblick! Das Tanken ist aktuell so günstig (naja, im Vergleich eben) wie seit August nicht mehr. Auch, nach Frankreich zu fahren, um zu tanken, lohnt nicht mehr. Laut ADAC hat das zwei Gründe.

Spritpreise sinken – Frankreich reduziert seinen Tankrabatt

Wer in seiner Spritpreis-Verzweiflung schon die Ländergrenze nach Frankreich überquert hat, dem sei gesagt: Das lohnt nicht mehr. „Zum einen sanken die Spritkosten in Baden-Württemberg in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit August und zum anderen reduzierte das Nachbarland seinen Tankrabatt von bisher 30 auf 10 Cent pro Liter“ teilt ein ADAC-Sprecher mit.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt: „ Im Sommer war in Deutschland der Tankrabatt noch in Kraft gewesen. Der Preisunterschied zwischen den beiden Ländern sei mittlerweile relativ gering.“ Wer ohnehin grenznah wohnt, der muss von Einzelfall zu Einzelfall entscheiden. „Gerade, wenn man beruflich oder in der Freizeit sowieso eine Fahrt nach Frankreich unternimmt und vor Ort tanken kann.“

Tanken wird etwas erträglicher – Spritpreise so niedrig wie im August

Als Grund für die vergleichsweise niedrigen Preise nannte der Sprecher: „In Teilen der Industrie kam in den letzten Monaten oft Diesel statt Gas zum Einsatz. Diese erhöhte Nachfrage hat nun nachgelassen, was den deutlich überhöhten Dieselpreis fallen lässt.“ Bei Benzin mache sich die traditionell geringere Nachfrage zum Jahresende bemerkbar. „Zudem greift der Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt momentan wieder stärker, wodurch die Spritpreise nachgeben. Hinzu kommen sinkende Rohölpreise aufgrund wachsender Sorgen um die Weltwirtschaft und einer geringeren Nachfrage.“

Aus Sicht des ADAC war es „längst überfällig“, dass die Kosten nach unten gingen – und es gebe «weiter erheblichen Spielraum für Preissenkungen». Wie es in Zukunft weitergeht, sei unter anderem von den politischen Entwicklungen abhängig. «Autofahrerinnen und Autofahrer können den Wettbewerb und damit auch den Preisrückgang an den Zapfsäulen weiter befeuern, indem sie sich beim Tanken preisbewusst verhalten: vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im Umkreis informieren, gezielt die günstigste Tankstelle ansteuern und am besten abends zwischen 20 und 22 Uhr tanken», hieß es. Nach ADAC-Angaben können Autofahrer abends im Schnitt zwölf Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden sparen.

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