Filiale musste geräumt werden

Nach Fall in Ludwigsburg: Spinne beißt Supermarkt-Mitarbeiter – Suche läuft

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Eine Spinne aus einer Bananenkiste sorgte in einem Supermarkt im Landkreis Osnabrück für Aufregung. Die Polizei musste die Filiale räumen.

Update, 30. Dezember, 14 Uhr: Entwarnung im Landkreis Osnabrück? In einem Supermarkt in Georgsmarienhütte war am Mittwochnachmittag ein Mitarbeiter beim Auspacken von Bananenkisten von einer Spinne gebissen worden. Der Mann musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Verdacht: Eine hochgiftige Bananenspinne könnte mit der Obstkiste aus Südamerika nach Deutschland gekommen sein. Nun gibt es neue Informationen.

Demnach liegt der Supermarkt-Mitarbeiter bisher immer noch auf der Intensivstation und wird dort überwacht. Wie der NDR berichtet, würden ihm dabei regelmäßig Blutproben entnommen, bisher sei aber kein Spinnengift gefunden worden. Dennoch bleibt der Laden vorerst geschlossen. Denn die Spinne konnte bisher nicht gefunden werden.

Spinne beißt Supermarkt-Mitarbeiter: War es eine hochgiftige Bananenspinne?

Deshalb ist auch weiterhin unklar, um welche Spinnenart es sich handelt. Die Beamten gehen zumindest aktuell nicht mehr davon aus, dass der Übeltäter, wie zunächst befürchtet, eine Bananenspinne ist. Wie der NDR weiter berichtet, hat ein Experte diese Spinnenart anhand der Herkunft der Kiste ausgeschlossen.

Ein Supermarkt-Mitarbeiter in Osnabrück wurde von einer Spinne gebissen – das Tier wurde noch nicht gefunden. (Archivbild)

Dennoch müsse die Supermarkt-Filiale so lange geschlossen bleiben, bis die Spinne endlich gefunden wurde. Diese diene dem Schutz der Mitarbeiter und Kunden, heißt es vonseiten der Polizei. Zur Spinnenjagd durchkämmen aktuell Supermarktangestellte gemeinsam mit einem Kammerjäger den gesamten Laden.

Sollte das Tier so nicht gefunden werden, soll zur Nachtzeit Schwarzlicht eingesetzt werden, um die Spinne besser zu erkennen. Auch den Supermarkt hermetisch abzuschließen und ein Gas einzuleiten ist laut NDR eine letzte Möglichkeit. Diese soll allerdings möglichst vermieden werden, da somit viele Lebensmittel vernichtet werden müssten.

Spinne beißt Mann im Supermarkt: Filiale in Osnabrück weiter geschlossen

Erstmeldung, 30. Dezember, 9:30 Uhr: Sie sind klein, haarig und für die meisten Menschen furchteinflößend: Spinnen. Niemand begegnet den Krabbeltierchen gerne – oder noch schlimmer – wird von ihnen gebissen. Doch genau das ist im Landkreis Osnabrück passiert. Eine Spinne, offenbar aus einer Bananenkiste, hat einen Supermarkt-Mitarbeiter gebissen.

Der Mann sei zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Es ist aber nicht gefährlich“, betonte die Beamtin.

Spinne aus Bananenkarton beißt Supermarkt-Mitarbeiter – Filiale nahe Osnabrück muss geräumt werden

Nach dem Biss wurde der Markt im Landkreis Osnabrück sofort geräumt. Rund drei Stunden suchten Polizisten und Mitglieder der Feuerwehr gemeinsam mit einem Spinnenexperten nach dem Krabbeltier. Gegen 17.45 Uhr wurde die Suche eingestellt. „Wir konnten der Spinne noch nicht Herr werden“, sagte eine Polizeisprecherin.

Ob das Geschäft am Donnerstag (30. Dezember) wieder öffnen könne, werde nun in Absprache mit dem Gewerbeaufsichtsamt, dem Ordnungsamt und eventuell auch der Veterinärbehörde geklärt.

Auch interessant: Schwarze Witwe: Wie gefährlich ist die europäische Giftspinne wirklich?

Spinnen in Bananenkisten keine Seltenheit

In Bananenkisten werden immer wieder mal Spinnen gefunden. Erst kürzlich entdeckte ebenfalls ein Supermarkt-Mitarbeiter in Ludwigsburg eine große Spinne in einem Bananenkarton, wie echo24.de berichtete. In diesem Fall stammten die Bananen nach Polizeiangaben aus Kolumbien und der Dominikanischen Republik. Um welche Spinnenart es sich handelte, sei unklar. Bisse von giftigen Spinnen sind Experten zufolge nicht zwangsläufig gefährlich für Menschen. Allerdings gibt es durchaus Arten, deren Biss zu Tod oder Amputation führen kann.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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