Immer weniger Corona-Risikogebiete

Sommer-Urlaub 2021: Weitere Reiseerleichterungen für viele Urlaubsländer

  • Lisa Klein
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Ab Sonntag (18. Juni) wird das Reisen erneut etwas einfacher: Zahlreiche weitere beliebte Urlaubsländer der Deutschen gelten dann nicht mehr als Risikogebiet.

Update vom 18. Juni: In der kommenden Woche starten in den ersten Bundesländern die Sommerferien – darunter Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Für den Sommer-Urlaub 2021 gilt es inzwischen immer weniger Hürden zu überwinden – erneut gibt es zahlreiche Erleichterungen für Reisende.

Für Reiserückkehrer aus Griechenland, Teilen Frankreichs, der Schweiz und weiteren Ländern und Regionen werden ab Sonntag (20. Juni) die Einreise-Bestimmungen gelockert. Dank sinkender Infektionszahlen werden die beliebten Urlaubsziele von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die Bundesregierung nimmt demnach auch Belgien, Norwegen und einzelne Regionen in Dänemark, den Niederlanden und Spanien von der Liste.

Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig wegen Corona keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die Regeln für Flugreisende bleiben allerdings bestehen: Jeder, der mit dem Flugzeug einreist – egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht – muss vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Sommer-Urlaub 2021: Weitere Länder und Regionen sind keine Risikogebiete mehr

Die Bundesregierung bewertet regelmäßig die Corona-Lage im Ausland und unterscheidet dabei zwischen „Virusvariantengebieten“, in denen sich neue Coronavirus-Varianten ausbreiten, „Hochinzidenzgebieten“ mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 und „Risikogebieten“ mit einer Inzidenz über 50. Die Einstufung ist für die Rückreise aus diesen Ländern wichtig, weil sich danach die Vorgaben für Tests, Registrierung und Quarantäne richten. Für die Einreise in das jeweilige Land gelten die dortigen Vorgaben, die auf der Internetseite des Auswärtigen Amts zu finden sind.

Was gilt in Deutschland als ein Corona-Risikogebiet?

Als Risikogebiete gelten Länder mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Als Hochinzidenzgebiete werden in der Regel Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt.

Von Frankreich bleiben nur wenige Überseegebiete auf der Risikoliste. Der gesamte europäische Teil des Landes wird gestrichen. In den Niederlanden fallen die Küstenregionen Friesland, Seeland und Groningen aus der Liste, in Dänemark die Region Süddänemark an der Grenze zu Deutschland. In Spanien sind unter anderem Katalonien mit der bei Urlaubern beliebten Küstenmetropole Barcelona und der Costa Brava sowie Madrid ab Sonntag risikofrei.

Auch mehrere Regionen Sloweniens sowie ganz Litauen und Estland sind ab Sonntag keine Risikogebiete mehr, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gesunken ist. Das gilt auch für Jordanien, die Palästinensischen Gebiete und St. Lucia in der Karibik.

Sommer-Urlaub 2021: Neubewertung der Risikogebiete

Die Kapverden, St. Kitts and Nevis und Uganda werden vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt für diese Länder die generelle Quarantänepflicht. Wer von dort einreist, kann sich davon freitesten lassen.

In einigen Ländern verschlechtert sich die Lage allerdings. Namibia rückt in die höchste Risikostufe und gilt nun als Virusvariantengebiet. Damit wird die Einreise von dort massiv eingeschränkt. Oman wird zum Hochinzidenzgebiet mit Quarantänepflicht.

Rückkehrer aus Risikogebieten, Hochinzidenz- und Variantengebieten müssen sich grundsätzlich vor der Rückreise im Internet über ein Einreiseportal („digitale Einreiseanmeldung“) registrieren und den Reiseort und weitere Daten angeben. Impf-, Test- oder Genesenennachweis können dort hochgeladen werden. Zu Hause gilt dann eine Quarantänepflicht. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, ist davon befreit. Bei Einreisen aus einem Variantengebiet – etwa Großbritannien – ist Quarantäne aber immer Pflicht, ob geimpft, genesen oder nicht.

Sommer-Urlaub 2021: Diese Länder sind keine Risikogebiete mehr

Erstmeldung vom 13. Juni: Die Temperaturen schießen in Deutschland in die Höhe, die Inzidenzen sinken und die Sommerferien 2021 rücken immer näher. Was die Urlaubsplanung angeht, sind viele unentschlossen, denn zahlreiche Länder galten bislang noch als Risikogebiet. Doch inzwischen sieht es für die Deutschen immer besser aus, denn seit Sonntag (13. Juni) gelten zahlreiche Länder in Deutschland nicht mehr als Risikogebiet. Einige Länder werden zudem nicht mehr als Hochinzidenzgebiet eingestuft, womit die Quarantänepflicht für einige beliebte Urlaubsziele auch für Nicht-Geimpfte entfällt – vorausgesetzt, ein negativer Corona-Test kann vorgelegt werden.

Ganz Österreich, Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz sowie jede Menge andere Länder und Regionen gelten seit Sonntag nicht mehr als Corona-Risikogebiete. In Kroatien sind seit Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste, alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind „risikofrei“. In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis – dazu zählen unter anderen Lesbos und Samos – von der Risikoliste gestrichen. 

Die Bundesregierung hat auch die verbliebenen zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Liste gestrichen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Auch die Inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika gelten dank der sinkenden Corona-Infektionszahlen nicht mehr als Risikogebiete, so auch die USA und Kanada.

Sommer-Urlaub 2021: Diese Länder gelten nicht mehr als Risikogebiet

Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere hingegen müssen auch weiterhin einen negativen Test vorweisen und einige Dinge beachten. Regeln anderer Staaten für die Einreise aus Deutschland bleiben davon allerdings unberührt.

Wer etwa aus Deutschland nach Österreich einreist, muss auch weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen können. Davon ausgenommen sind Geimpfte und Genesene. In den USA und Kanada gilt etwa nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Neben den bereits oben genannten Ländern und Gebieten sind folgende Staaten seit Sonntag keine Risikogebiete mehr:

  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien
  • Kosovo
  • Libanon
  • Moldau
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Serbien
  • Ukraine

Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Bundesregierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien.

Sommer-Urlaub 2021: Gelockerte Einreisebeschränkung für Deutsche

Gelockert werden die Einreisebeschränkungen auch für Georgien, Katar und Mexiko. Diese drei Länder werden vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet zurückgestuft. Damit entfällt die generelle Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen bei Einreise nach Deutschland. Wer einen negativen Test vorweisen kann, muss sich nicht mehr selbst isolieren. Sri Lanka, Malaysia, Namibia und Mongolei wurden dagegen mit den Änderungen zum Sonntag zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft mit Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland.

Einige der Änderungen der Corona-Risikoliste, die am Sonntag in Kraft traten, weisen allerdings auch in die andere Richtung: Die portugiesische Hauptstadt Lissabon und die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelten wieder als Corona-Risikogebiete.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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