Pauschalreisende haben Chancen auf eine Stornierung

Österreich im Lockdown: Skiurlaub jetzt noch stornieren - alle Infos

Winter in Österreich
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Lockdown in Österreich: Was passiert mit meinem Skiurlaub? Infos zum Stornieren.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Skifahren in Österreich: Ab 22. November gilt der Lockdown für alle. Urlauber müssen sich jetzt um ihr Geld kümmern. Ein Experte klärt auf.

Jetzt ist es soweit, in Österreich gilt ab dem 22. November der Lockdown für alle. Die Top-Skigebiete in der Alpenrepublik, in hatten zuletzt noch auf harte Regeln für Skifahrer gesetzt für die anstehende Wintersaison. Jetzt geht gar nichts mehr. Für die Urlauber geht‘s ums Stornieren und um Erstattungen für den ausgefallenen Pisten-Spaß.

Österreich mit Lockdown: Deutsche Skifahrer müssen draußen bleiben

Der von der österreichischen Regierung angeordnete landesweite Lockdown soll maximal 20 Tage dauern. Es treten ganztägige Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Dazu muss die Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und alle Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, schließen.

Laut austria.info sind während des Lockdowns keine touristischen Reisen nach Österreich in die Skigebiete möglich. Nach 10 Tagen wird die Regierung die Corona-Lage erneut prüfen. Spätestens am 13. Dezember könnten die verschärften Maßnahmen beendet sein. Danach gelten wieder die geplanten Regeln für die Skigebiete in Österreich.

Skiurlaub in Österreich: Experte sieht Chancen auf Stornierung

Doch wie müssen sich Urlauber jetzt verhalten, wenn der geplante Skiurlaub in Österreich genau in den Lockdown fällt? Ein Jurist des Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) sieht zumindest nach deutschem Recht „eine Möglichkeit zum kostenlosen Rücktritt“. Grund: Sollten durch den Lockdown „die gebuchten Leistungen nicht mehr so erbracht werden können, wie es vertraglich vereinbart war“.

Für die Stornierung einer Reise in ein Hochrisikogebiet gilt demnach: „Pauschalurlauber haben unter anderem dann die Möglichkeit ihre Reise kostenlos zu stornieren, wenn außergewöhnliche Umstände am Urlaubsort die Durchführung der Pauschalreise erheblich beeinträchtigen“. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt in der Regel als Hinweis auf „außergewöhnlicher Umstände“.

Stornierung der Reise nach Österreich: Dauer der Pandemie als Problem

Juristen sehen allerdings in der Dauer der Pandemie ein Problem. Nach fast zwei Jahren Corona-Krise, ist es fraglich, ob noch immer ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, wenn ein Land oder ein bestimmtes Gebiet nach der Buchung zum Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet wird. Es sollte daher unbedingt eine gütliche Einigung mit dem Reiseveranstalter angestrebt werden.

Skiurlaub in Österreich: Individualurlaubern droht Stornogebühr

Wer als Individualuraluber seine Reise in eines der Skigebiete in Österreich gebucht hat, der könnte es deutlich schwerer haben seinen Vertrag aufzulösen. Laut dem ADAC ist hier entscheidend, „ob der Anbieter die gebuchte Leistung (z.B. den Flug oder die Übernachtung) erbringen kann“.

Nur, wenn dies der Fall ist und sich die aktuelle Einstufung nicht auf die vertraglich geschuldete Leistung auswirkt, können Individualreisende ihren Skiurlaub absagen. Ihnen drohen aber Stornokosten. Kostenfrei wird es wohl eher nicht klappen.

Eine gute Chance auf eine kostenlose Stornierung hätten Individualurlauber bei ihrem geplanten Skiurlaub, wenn Österreich oder eine Region im Land ein offizielles Beherbergungsverbot ausgesprochen hat. Dann könnte das Hotel den Vertrag nicht erfüllen. Solange eine Anreise oder die Unterbringung grundsätzlich möglich - selbst bei Quarantänebedingungen - müssen die Urlauber zahlen.

Skigebiete in Deutschland und der Schweiz: Aktuelle Corona-Regelungen

Auch in den Top-Skigebieten in Baden-Württemberg und den Skigebieten in den Schweiz gelten aktuell spezielle Corona-Regeln. Die Schweiz geht dabei noch etwas zurückhaltender vor. Mit Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen in Baden-Württemberg, bleibt abzuwarten, ob die Pisten-Fans in Deutschland auf ihre Kosten kommen.

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