Die Skigebiete haben unterschiedliche Corona-Regelungen

Chaos-Regeln in Skigebieten – was in Deutschland, der Schweiz und Österreich gilt

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen
  • Dominik Jahn
    Dominik Jahn
    schließen

Deutschland, Österreich und Co.: Alle sind mittlerweile in die neue Ski-Saison gestartet. Doch wo gilt was? Worauf Skifahrer unbedingt achten sollten.

Update vom 29. Dezember: Wintersport-Fans haben es auch 2021 nicht leicht. Nicht nur das milde Winter-Wetter* macht Skifahrern und Snowboardern zu schaffen - nein, besonders die Corona-Pandemie schränkt den Spaß im Winterurlaub massiv ein. Zwar geht in diesem Jahr schon wieder mehr, als noch im Winter 2020, doch die Regeln sind auch weiterhin streng - und kompliziert. Deshalb hat echo24.de* die aktuellen Richtlinien der wichtigsten Winterurlaubs-Regionen für deutsche Winterfans zusammengestellt.

Ganz vorne mit dabei ist als Wintersport-Urlaubsziel Österreich. Viele Deutsche verbringen ihre Ferien hier, um über die Pisten zu brettern und Après-Ski zu feiern. Doch gerade Letzteres fällt aktuell vollständig flach. Zwar ist in Österreich mittlerweile der Lockdown aufgehoben, doch die Party nach der Abfahrt bleibt bis auf Weiteres verboten. Das ist aber noch lange nicht alles.

Skigebiete in Österreich: Diese Corona-Regeln gelten

Wie austria.info berichtet, gilt ab 22 Uhr in der Gastronomie eine Sperrstunde und auch auf der Piste sind Corona-Regeln zu beachten. So gilt die 2G-Regel in Hotels und Gaststätten, Kultureinrichtungen, beim Friseur und auch in Seilbahnen und Skiliften. Außerdem muss in öffentlichen Bereichen, sofern sie in geschlossenen Räumen stattfinden, eine FFP2-Maske getragen werden. Auch in Seilbahnen ist das der Fall.

Wer nach Österreich einreisen will, der muss nicht nur geimpft oder genesen sein - zusätzlich ist eine gültige Booster-Impfung oder ein PCR-Test nötig. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer diese Kriterien nicht erfüllt, muss direkt nach der Einreise für 10 Tage in Quarantäne. Das macht auch Tagesausflüge nach Österreich für all diejenigen unmöglich, die nicht der 2G-Plus-Regel entsprechen.

Skigebiete in Deutschland: Corona-Regeln von Bundesland zu Bundesland verschieden

Doch auch in Deutschland gibt es Skigebiete, die bei dem richtigen Wetter durchaus gut besucht sind. Die Regeln sind hier allerdings etwas undurchsichtig, da sie von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. In Skigebieten in Baden-Württemberg* beispielsweise gilt abhängig vom Infektionsgeschehen* 3G, 2G oder 2G-Plus, während in Bayerns Seilbahnen und Skiliften eine geschlossene 2G-Regel vorherrscht.

  • Baden-Württemberg: Abhängig vom Infektionsgeschehen gilt 3G, 2G oder 2G Plus.
  • Bayern: Für alle Seilbahnen und Skilifte gilt eine geschlossene 2G-Regel.
  • Thüringen: 3G gilt - Geimpfte, Genesene und Getestete können die Skilifte und Seilbahnen nutzen.
  • Nordrhein-Westfalen: Im Skigebiet Winterberg gilt 2G.

Hier haben also nur Geimpfte und Genesene Zutritt - außerdem ist der Zugang zu den Gondeln beschränkt. Skilifte in Thüringen sind für Geimpfte, Genesene und Getestete geöffnet, im Skigebiet Winterberg in Nordrhein-Westfalen gilt überall 2G - auch in den Hütten.

Skigebiete in der Schweiz: Lockere Corona-Regeln - das gilt jetzt

Die Schweiz ist laut ADAC noch das Land, das die wenigsten Regeln für seine Wintersportler hat. Hier gilt zwar in allen Seilbahnen, Skiliften und geschlossenen Stationsgebäuden, sowie in den Wartezonen, eine Maskenpflicht, doch eine flächendeckende 3G-Regel wurde bisher nicht eingeführt. Nur wer im Innenbereich von Restaurants oder Skihütten essen möchte, muss nachweisen, getestet, genesen oder geimpft zu sein.

Es gibt allerdings eine große Ausnahme: Das Skigebiet Samnaun ist zum Großteil für alle Wintersportler auf 2G beschränkt. Das ergibt sich daraus, dass die Anlagen in Samnaun im Verbund mit Ischgl in Österreich steht. Es gibt allerdings auch hier einen Teil, der für Ungeimpfte mit einem negativen Testzertifikat geöffnet ist.

Die Einreise in die Schweiz ist ebenfalls unkomplizierter, als nach Österreich. Jeder ab 16 Jahren benötigt bei der Einreise einen negativen Corona-Test und Ungeimpfte müssen sich dann nach vier bis sieben Tagen erneut testen lassen. Wer allerdings in Baden-Württemberg oder Bayern wohnt und nur einen Ausflug in ein Skigebiet in der Schweiz unternehmen möchte, muss weder ein Einreiseformular ausfüllen, noch einen Test vorweisen.

Für Skifahrer gelten in dieser Wintersaison unterschiedliche Corona-Regeln. Vor einem Urlaub sollte man sich deshalb gut informieren.

Skigebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Corona-Regeln machen Urlaub kompliziert

Erstmeldung vom 12. November: Der Winter kommt mit großen Schritten. Wie echo24.de* berichtet hat, rechnen Wetter-Experten zeitnah mit einem richtigen Wintereinbruch*. Bald könnte es ab gehen auf die Piste. Doch was erwartet die Skifahrer? Welche Regeln gelten in den Skigebieten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Österreich, Frankreich und der Schweiz?

Eine Après-Ski-Party im österreichischen Ischgl ist aktuell eher undenkbar. Der erste Corona-Hotspot gilt als Mahnmal in der Pandemie. In Österreich gilt 8. November in vielen Bereichen inklusive Wintertourismus die 2G-Regel. Nur Geimpfte und Genesene haben zu Bars, Restaurants und weiteren Aktivitäten Zutritt. Ein Antigen-, PCR- oder Antikörper-Test reichen derzeit nicht mehr aus.

Skigebiete in Österreich: So sehen die Corona-Regelungen aus

Die Skigebiete in Österreich haben sich gut vorbereitet. Die Seite austria.info hilft weiter, wenn es um die harten Regelungen für eine optimale Pisten-Gaudi in Zeiten der Pandemie geht. Die Regelungen für Skifahrer im Überblick:

  • Seilbahnen
  • FFP2-Maske in geschlossenen Gondeln und Kabinen sowie im Seilbahnbereich (bis 14. November).
  • Ab 15. November: 2-G-Regel („geimpft, genesen“), dafür keine Maskenpflicht mehr.
  • Wichtig: Tests (Antigen, PCR, Antikörper) nicht für Zugang ausreichend
  • Après-Ski
  • 2G-Regel - geimpft oder genesen
  • Tests (Antigen, PCR, Antikörper) nicht für Zugang ausreichend
  • Adventmärkte
  • 2G-Regel - geimpft oder genesen
  • Tests (Antigen, PCR, Antikörper) nicht für Zugang ausreichend

Außerdem müssen alle Personen, die Einkaufen gehen und Museen besuchen zwingend eine FFP2-Maske tragen. Dazu sollten Reisende in Skigebiete in Österreich beachten, dass „die Gültigkeit der Impfzertifikate reduziert sich ab 6. Dezember auf neun Monate ab erfolgter Vollimmunisierung (bisher 12 Monate)“. Womöglich sollten sich Skifahrer rechtzeitig um eine Booster-Impfung bemühen.

Vorsicht: Wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) meldet, gilt Österreich ab 14. November als Hochrisiko-Gebiet. Ausgenommen sind nur die Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Es gilt: „Bei der Rückkehr nach Deutschland bedeutet dies: eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht, von der man sich frühestens am fünften Tag freitesten kann. Zusätzlich zur digitalen Einreiseanmeldung ist bereits vor der Einreise nach Deutschland ein Corona-Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) verpflichtend. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantäne-Pflicht befreit“

Baden-Württemberg: Skigebiet am Feldberg mit 2G-Plus-Regel

Laut dem ADAC will man in Deutschland mit der 3G-Regel in den Skigebieten in die neue Saison starten (Stand 12. November). Damit dürfen nur Geimpfte, Genesene und Getestete rauf auf die Piste. Kinder bis 6 Jahre sowie Schulkinder sind davon ausgenommen. In den Liften gilt Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Doch am Feldberg in Baden-Württemberg hat man sich für das Skigebiet bereits im September auf eine andere Regelung festgelegt*, wie echo24.de* berichtet hat. Und es scheint bei der 2G-Plus-Regelung zu bleiben. Auf der Seite des Liftverbundes Feldberg ist der Hinweis darauf noch da. Geimpfte, Genesene und schulpflichtigen Kinder (bis einschließlich 17 Jahre) können hier auf die Piste.

In Bayern wurden inzwischen laut ADAC die Corona-Regelungen in den Skigebieten ebenfalls verschärft. Als erstes wird die Zugspitze ab dem 19. November in den Wintersportbetrieb startet - hier gilt dann „in den Bergbahnen die 2G-Regel (geimpft oder genesen) und FFP2-Maskenpflicht“.

Skigebiete in der Schweiz: Die Corona-Regelungen

Bis jetzt gab es vom schweizerischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) nur einen Hinweis darauf, dass „in allen geschlossenen Berg- und Seilbahnen, Skiliften und Sesselbahnen sowie in geschlossenen Stationsgebäuden, Wartezonen und Liftkarten-Verkaufsstellen eine Maske zu tragen ist“. Von ADAC ist zu lesen, dass genaue Pläne in der Schweiz „noch nicht bekannt sind. Ob eine 3G-Pflicht kommt, ist noch in der Diskussion“.

Nur aus dem kleinen Skigebiet Fideriser Heuberge im Kanton Graubünden wurde bereits vermeldet, man wolle in der Skisaison 2021/2022 auf 3G setzen.

Skifahrer müssen sich in diesem Winter auf unterschiedliche Corona-Regeln einstellen.

Skigebiete in Italien und Südtirol: 3G-Regel, Masken- und Abstandspflicht

Eine 3G-Regelung für die Skigebiete wird es auch in Italien geben. In einem ADAC-Bericht heißt es dazu: Skifahrer über 12 Jahre müssen eine Impfung, Genesung oder Testung in Form des digitalen Covid-Zertifikats der EU* (auf Italienisch: „Certificazione verde Covid-19“ = Grüner Pass) nachweisen.

Geschlossene Kabinenbahnen und Sessellifte mit geschlossener Haube sollen zudem nur zu 80 Prozent ausgelastet werden. Fahrgäste müssen außerdem einen Sicherheitsabstand einhalten und ab einem Alter von sechs Jahren eine Maske tragen. Für die Skigebiete in Italien sollen für die Einhaltung des Abstandes „spezielle Wege“ angelegt werden. Die Skipässe wird es zumgrößten Teil nur online geben.

Skigebiete in Frankreich: Lockere Regelungen für Skifahrer

In den Skigebieten in Frankreich könnte es im Winter 2021/2022 etwas lockerer zugehen. Die Corona-Regelungen kommen in jedem Fall etwas ausgedünnter daher. Wie der ADAC nach verschiedenen Medienberichten aus Frankreich vermeldet, müssen an Ski-Liften, beim Anstehen Masken und in geschlossenen Liften wie Gondeln getragen werden. In offenen Sesselliften dürften die Skifahrer die Masken auch wieder abnehmen.

Dem Artikel zur Folge wird ein Gesundheitspass, entspricht dem digitalen Covid-Zertifikat der EU, nicht notwendig sein. Eine Verschärfung der Corona-Regelungen in den Skigebieten wird wohl nur dann erfolgen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 200 steigt. Dann soll ein Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests (3G-Regel) zur Pflicht werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bildagentur-online/Fischer/dpa

Mehr zum Thema