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Silvester ohne Böller? Bundesärztekammer fordert „dauerhaftes und umfassendes“ Verbot

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Von: Melissa Sperber

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In den vergangenen beiden Jahren gab es wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Böller-Verbote. Der Chef der Bundesärztekammer fordert das dauerhaft – und hat dafür Argumente.

Alle Jahre wieder ist es ein Streitthema: Böller an Silvester, ja oder nein? 2020 und 2021 hatte die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass durch weitreichende Verbote der Jahreswechsel vielerorts stiller ausfiel als gewohnt. Der Grund: Krankenhäuser sollten wegen Verletzungen durch Böller nicht noch stärker belastet werden. Und auch in diesem Jahr haben Städte in Baden-Württemberg unterschiedliche Feuerwerksregeln aufgestellt.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, bezieht zum Thema Silvesterfeuerwerk eine klare Position, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ schreibt: Reinhardt habe sich gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) für ein „dauerhaftes und umfassendes“ Böllerverbot ausgesprochen. Die „ungeregelte Knallerei“ sei „schlecht für Umwelt und Klima und führt immer wieder zu schweren Verletzungen“.

Verletzungen durch Silvesterfeuerwerk: Zusätzliche Belastung für Kliniken

Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren seien von Knalltraumata betroffen, dazu kämen Verletzungen am Auge und Verbrennungen. „Das bedeutet eine starke zusätzliche Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, die ohnehin schon seit Monaten am Limit arbeiten“, sagte Reinhardt.

Reinhardt wünschte sich auch angesichts der Weltlage ein Umdenken: Es sei „vollkommen fehl am Platz, das neue Jahr mit Raketen zu begrüßen, während in Europa ein Krieg wütet“, sagte er. „Bei zahlreichen Geflüchteten aus Kriegsgebieten löst die Silvesterknallerei schlimme Gefühle aus, bei manchen sogar Todesängste. Statt Geld für Böller und Raketen auszugeben, wäre mir ein Spenden-Feuerwerk für diese Menschen lieber.“

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