Gefährdet Autofahrer

Verfolgungsjagd über 250 Kilometer! Psychisch Kranker (41) flüchtet vor Polizei

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Psychisch Kranker (41) flüchtet vor Polizei (Symbolfoto)

Ein Mann bricht aus einem psychischen Krankenhaus aus und ergreift die Flucht. Mit der Polizei im Nacken legt er eine 250 Kilometer lange Strecke zurück.

Schwäbisch Hall/Walldorf/Iffezheim - Aufgrund seiner psychischen Erkrankung lebt ein 41-Jähriger in einem psychiatrischen Krankenhaus in Weinsberg. Eine Eigen- und Fremdgefährdung kann bei ihm nicht ausgeschlossen werden. 

Ausbruch aus Psychiatrie

Am Sonntag (18. November) gegen 16 Uhr ergreift der Mann die Flucht, sofort startet eine Fahndung. Durch Zeugen erfährt die Polizei, dass der Flüchtige gegen 21:20 Uhr an seiner Wohnanschrift in Vellberg in sein VW Golf eingestiegen und davon gefahren ist. Um kurz vor 22 Uhr nehmen die Beamten die Verfolgung in Schwäbisch Hall auf. 

Rasante Flucht bis in die Metropolregion Rhein-Neckar

Der 41-Jährige reagiert weder auf Anhaltezeichen, noch auf eine Straßensperre und rote Ampeln. Die Flucht geht über die B19 und weiter auf die A6 in Richtung Nürnberg. Mit hoher Geschwindigkeit und riskanter Fahrweise verläuft die Fahrt in Richtung Mannheim. 

Er gefährdet einen anderen Autofahrer, als er ihn rechts überholt und zu einem Bremsmanöver zwingt. Der Fahrer gerät ins Schleudern und kann gerade so noch einen Unfall verhindern. 

Polizei macht Jagd auf Flüchtigen mit Hubschrauber und zahlreichen Streifen

Mit einem Hubschrauber und zahlreichen Streifenbesatzungen der Polizeipräsidien Heilbronn, Mannheim, Karlsruhe, Offenburg und Aalen, sowie aus Bayern geht die Verfolgungsfahrt weiter.

Die Polizeistreifen versuchen immer wieder den 41-Jährige zu überholen, doch er kann ihnen ausweichen. Aus Sorge, der Mann könne seine Risikobereitschaft noch weiter erhöhen, schalten die Beamten sogar teilweise das Blaulicht aus und Halten größeren Abstand.

Gestoppt und überwältigt!

Am Kreuz Walldorf geht es weiter in Richtung Baden-Baden. Dort verlässt er schließlich die Autobahn und rast die B500 in Richtung Frankreich entlang. In Iffezheim endet schließlich die halsbrecherischen Flucht in den führen Morgenstunden, nachdem der Raser zwei Streifenwagen rammt. 

Um 4 Uhr können die Polizisten dem Mann Handschellen anlegen. Der verursachte Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Verletzte gibt es zum Glück keine! 

Die Beamten bringen den 41-Jährigen zurück nach Weinsberg. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, die Ermittlungen dauern an.

Menschen, die durch die Fahrweise des VW-Lenkers gefährdet werden, sollen sich bei der Verkehrspolizeidirektion Schwäbisch Hall (☎07904/94260) melden.

*MANNHEIM24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

pol/jol

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