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RS-Virus breitet sich aus: Atemwegsinfektionen mit einfachen Tipps verhindern

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Von: Melissa Sperber

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Besonders im Herbst und Winter verbreiten sich Atemwegsinfektionen wie das RS-Virus schnell. Dabei lässt sich das Ansteckungsrisiko einfach minimieren – das RKI gibt Tipps.

Das RS-Virus sorgt für überfüllte Kinderkliniken, viele Krankenhäuser arbeiten am Limit. Das Problem: Das RS-Virus gehört zu den respiratorischen Viren wie auch das Coronavirus oder Grippeviren – und diese verbreiten sich im Herbst und Winter, wenn sich Menschen vermehrt in Innenräumen aufhalten, leichter als im Frühjahr oder Sommer.

Durch Ausatmen, Sprechen oder Singen können sich die Viren verbreiten. Und sind zusätzlich die Atemwegsschleimhäute durch warme Heizungsluft ausgetrocknet und das Immunsystem nicht in Top-Form, kann eine Infektion schnell gehen. Besonders kleine Kinder sind dann gefährdet und stecken sich häufig an. Doch mit einigen einfachen Tipps können Kinder und Erwachsene wirkungsvoll vor Atemwegsinfektionen geschützt werden, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt.

Ansteckungen verhindern: Schutz vor Atemwegsinfektionen mit einfachen Tipps des RKI

Es scheint eigentlich auf der Hand zu liegen – und trotzdem wird der einfachste und effektivste Schutz gegen Atemwegsinfektionen häufig ignoriert. Wer Erkältungssymptome hat, sollte daheim bleiben und Kontakte vermeiden, soweit das möglich ist. Wichtig ist, dass Erkrankte sich so lange auskurieren, bis die Erkältungssymptome deutlich abklingen.

Was sind Erkältungssymptome?

Unter Erkältungssymptomen versteht man: Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur, Fieber, Kurzatmigkeit, allgemeine Schwäche

Quelle: RKI

Klingen Erkältungssymptome nicht ab, sondern werden stärker, sollte der nächste Weg zum Hausarzt führen, um die Infektion behandeln zu lassen. Hat der Hausrzt geschlossen, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen.

Im Herbst und Winter regelmäßig lüften – Infektionsrisiko stark minimieren

Halten sich Menschen im Herbst und Winter vermehrt in Innenräumen auf, lautet die goldene Regel: Lüften. Und zwar regelmäßig. Wird beispielsweise alle halbe Stunde stoßgelüftet, kann das Infektionsrisiko stark minimiert werden. Das RKI nennt als Daumenregel: „Je mehr Personen im Raum sind, desto häufiger sollte gelüftet werden. Am effektivsten ist Querlüften (gegenüberliegende Fenster werden gleichzeitig geöffnet).“

Ebenfalls sehr effektiv und durch die Corona-Pandemie auch in Deutschland bestens erprobt: das Tragen von Masken. So können Infektionen in Innenräumen auch dann vermieden werden, wenn sich dort viele Personen aufhalten und beispielsweise nicht ausreichend gelüftet werden kann oder kein Abstand eingehalten werden kann wie in Wartezimmern, Einkaufszentren oder im ÖPNV.

Bei Atemwegsinfektionen Rücksicht auf besonders gefährdete Gruppen nehmen

Befinden sich im eigenen Umfeld Menschen, die bei einer Infektion besonders gefährdet sind oder an bestimmten Vorerkrankungen wie einer Störung des Immunsystems leiden, sollte Rücksicht genommen werden. „Bei einer akuten Atemwegserkrankung schützt man sein Umfeld am besten, indem man den persönlichen Kontakt bis zur Genesung vermeidet“, erklärt das RKI weiter. Und das gilt sowohl für das RS-Virus, als auch für Corona- oder Grippeviren.

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