Ybbs, Österreich

Riesen-Schlange in Auto gekrochen: Feuerwehr muss Fahrzeug demontieren

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Passanten sehen, wie sich eine 1,5 Meter große Schlange in ein Auto verkriecht. Die Feuerwehr rückt zur Tierrettung an – und muss das Fahrzeug auseinanderbauen.

Die Passanten dürften wohl ihren Augen kaum getraut haben: Am vergangenen Wochenende (KW39) haben Passanten beobachtet, wie auf der Donaulände in Ybbs (Bezirk Melk, Österreich) eine rund 1,5 Meter lange Schlange in einem Auto verschwunden ist, wie heute.at berichtet. Statt einfach weiterzulaufen, alarmierten die Passanten die Feuerwehr. Diese rückte zur Tierrettung an, um laut heute.at zu verhindern, dass die Schlange „womöglich gegrillt wird“.

Doch die Rettung der riesigen Schlange war alles andere als einfach. Das Reptil wurde von den Feuerwehrleuten zwar immer wieder gesehen, doch freiwillig herauskommen wollte es nicht – und versteckte sich raffiniert immer wieder woanders. Zuerst war die Schlange im rechten Radkasten – nachdem der Vorderreifen und sogar die Verkleidung des Autos demontiert wurden, kroch die 1,5 Meter lange Schlange flink auf die andere Seite – wie sollte es anders sein – in den linken Radkasten.

1,5 Meter Schlange in Auto versteckt: Feuerwehr musste Fahrzeug demontieren

Daraufhin demontierte die Feuerwehr also auch den linken Radkasten sowie die Verkleidung des Fahrzeugs. Doch an dieser Stelle sollte das Versteckspiel endlich ein Ende haben: Gerade als die Schlange wieder untertauchen wollte, konnte sie von den Tierrettern geschnappt und aus dem Motorraum befreit werden.

Bei der Schlange soll es sich um eine Äskulapnatter gehandelt haben. Die Äskulapnatter kann bis zu zwei Meter lang werden und gehört damit zu den größten Schlangenarten Europas. Sie ist wie die meisten Arten dieser Familie ungiftig und für den Menschen ungefährlich. Die Äskulapnatter ernährt sich von Kleinsäugern, vor allem von Mäusen,  Eidechsen und Vögeln. Da die Äskulapnatter entlang der Donau beheimatet ist, wurde sie nach der aufwendigen Rettungsaktion an Ort und Stelle wieder in die Freiheit entlassen.

In diesem Jahr schaffen es Schlangen immer wieder in die Schlagzeilen. Im Juli wurde ein 12-jähriges Mädchen bei einer Wanderung von einer Kreuzotter gebissen und musste ins Krankenhaus geflogen werden. Ebenfalls von einer Kreuzotter angegriffen wurde ein 25-jähriger Wanderer in den Dolomiten. Allgemein lauern vor allem in den Bergen und beliebten Wandergebieten auch Giftschlangen wie die Kreuzotter oder die Aspisviper, welche nicht unterschätzt werden sollten. *echo24.de verrät, wie sich am besten verhalten werden sollte, wenn Mensch auf Schlange trifft – und wie bei einem Angriff sowie Schlangenbiss richtig reagiert wird.

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