Situation an den Gymnasien

„Schlag ins Gesicht von Frau Eisenmann“: Kultusministerin sagt, Eltern wollen kein G9 - und liegt völlig falsch

Eine Schülerin der Oberstufe streicht an einem Gymnasium den Schriftzug "G8" an einer Tafel durch, daneben lässt sie "G9" unberührt
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Laut einer Umfrage wollen fast 90 Prozent der Eltern in Baden-Württemberg eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Laut einer Studie wünscht sich ein Großteil der Eltern in Baden-Württemberg eine Rückkehr zum neunjährigen Bildungsweg an Gymnasien im Land - entgegen den Behauptungen der Kultusministerin.

Stuttgart - Im Schuljahr 2004/2005 wurde in Baden-Württemberg flächendeckend der achtjährige Bildungsweg, kurz G8, an Gymnasien eingeführt. Die meisten Schüler der höchsten Bildungsstufe müssen auch heute noch das Abitur innerhalb von acht Jahren erreichen, nur 44 Gymnasien bieten einen doppelgleisigen Weg an. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte in der Vergangenheit, dass die Eltern mit G8 zufrieden seien. Eine Studie belegt nun das genaue Gegenteil. Fast 90 Prozent der befragten Eltern mit Kindern an Gymnasien im Südwesten wollen eine Rückkehr zum G9-Modell. Der Philologenverband fordert deshalb eine schnelle Umsetzung und mahnt auch vor den Folgen der Corona-Pandemie für die Schüler. Innerhalb von nur acht Jahren seien die durch die Schulschließungen entstandenen Defizite erst recht nicht aufzuholen.

Wie BW24* berichtet, sagt Kultusministerin, Eltern wollen kein G9 und liegt völlig falsch - „ein Schlag ins Gesicht von Frau Eisenmann“.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) führte bereits im Frühjahr 2020 zu wochenlangen Schulschließungen. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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