Einzigartiger Fund

Sensation in Ägypten: Archäologen entdecken 4000 Jahre altes Grab - und trauen ihren Augen kaum

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Der Eingang zu dem Grab von „Wahtye“.

Archäologen haben in Ägypten ein 4000 Jahre altes Grab entdeckt, das außergewöhnlich gut erhalten ist. Ob sich darin auch eine Mumie befindet?

Sakkara/Ägypten - Ägyptische Archäologen haben ein Tausende Jahre altes Grabmal eines Priesters in der Pyramidenanlage Sakkara nahe Kairo entdeckt. Das Grab sei "außergewöhnlich gut erhalten, farbig, mit Skulpturen im Inneren", sagte Antikenminister Chaled al-Enani am Samstag vor geladenen Gästen und Journalisten in Sakkara. Das Grabmal gehöre einem Hohepriester mit Namen "Wahtye" und sei mehr als 4400 Jahre alt, fügte er hinzu.

Ägypten: Grabmal sei „einzigartiger Fund“

„Es handelt sich um eine der schönsten Entdeckungen, die wir in der vergangenen Zeit gemacht haben“, erklärte al-Anani noch. Die Begräbnisstätte sei mit Szenen dekoriert, die das Leben des königlichen Priesters mit seiner Mutter, seiner Frau und anderen Familienmitgliedern, wahrscheinlich Kindern, zeigten, erklärte das Antikenministerium. Unter anderem handele es sich bei den Szenen um Musikaufführungen, Segelboote und Jagdszenen. Demnach war "Wahtye" während der fünften Dynastie (2500 bis 2300 vor Christus) Hohepriester unter König Neferirkare. Insgesamt enthalte die Grabkammer 18 Nischen.

In der Gruft sind auch 24 farblich gestaltete Statuen gefunden worden, wie die britische Tageszeitung Daily Mail berichtet. Auch diese seien erstaunlich gut erhalten. „Es ist ein einzigartiger Fund,“ erklärte Mostafa Waziri, Generalsekretär des obersten Rates der Antiquitäten, der englischen Zeitung. Die zehn Meter lange und drei Meter breite Gruft sei in einem nahezu perfekten Zustand, was bei den meisten Funden normalerweise nicht der Fall sei. Außerdem sei sie unberührt und ungeplündert vorgefunden worden.

Ein Archäologe steht in der Gruft, an der Wand befinden sich die Statuen.

Ägypten: Archäologen erwarten „erstaunliche Ergebnisse“

Zudem sind laut Daily Mail weitere fünf Schächte gefunden worden. Einer davon sei leer, die anderen vier seien immer noch verschlossen. Waziris große Hoffnung ist es, in einem von den vier Schächten den Besitzer des Grabes zu finden, sodass Forscher dadurch an noch mehr Informationen über das ägyptische Volk gelangen. Der Generalsekretär ist sich trotzdem sicher, dass Archäologen in den nächsten Wochen die Welt mit „neuen erstaunlichen Ergebnissen“ überraschen werden. 

Erst im November hatte dasselbe Team ägyptischer Archäologen Tausende Jahre alte Steinsärge für Katzenmumien und mumifizierte Skarabäen am Rand der Nekropole von Sakkara entdeckt. Von den sieben Särgen waren vier aus dem Alten Reich, der ältesten der klassischen Perioden des Alten Ägyptens, und somit über 6000 Jahre alt.

Eine Pyramide in Ägypten sorgte vor einigen Tagen für ganz andere Schlagzeilen: Ein junges Paar war auf eine Gizah-Pyramide geklettert und hatte sich dort beim Geschlechtsverkehr gefilmt - mit bösen Folgen!

afp/fm

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