Armes Balkanland

Rumänien nimmt möglicherweise 2000 Flüchtlingen auf

Rumänien hat die Aufnahme von fast 2000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien in Aussicht gestellt.

Bukarest - Der rumänische Außenminister Teodor Melescanu sagte am Samstag dem Sender Realitatea TV: "Wir haben kürzlich ein Angebot für 1942 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien unterbreitet, die wir in Rumänien aufnehmen können." Derzeit seien schon etwa 700 Flüchtlinge im Land. Zudem würden dieses Jahr 5,3 Millionen Euro für humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern von Syrien bereitgestellt.

Umstrittene Quoten-Regelung

Rumänien, eines der ärmsten Länder der EU, hatte sich anfangs gegen Quoten zur verpflichtenden Aufnahme von Flüchtlingen aus anderen EU-Ländern gesträubt. Später akzeptierte das Land den umstrittenen Mechanismus. Bisher haben aber nur ein paar hundert Flüchtlinge ihre Bereitschaft erklärt, nach Rumänien gebracht zu werden. In der Europäischen Union sperren sich vor allem Polen und Ungarn gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. 2015 hatten die EU-Innenminister gegen den Widerstand mehrerer osteuropäischer Staaten per Mehrheitsentscheidung die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen, um die Hauptankunftsländer Italien und Griechenland zu entlasten.

afp

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