Sinnloser Streit

Wichtige Botschaft: Krebskranker Polizist löst Streit auf rührende Weise

Ein krebskranker Kölner Polizist wurde kürzlich zu einem Unfall gerufen, der eigentlich keiner war - und löste den Konflikt auf seine eigene Art. Eine wichtige Botschaft für uns alle.

Köln - Der Kölner Polizist Dirk „Don“ Rohde wurde vor zwei Jahren mit Mundbodenkrebs diagnostiziert. Doch anstatt aufzugeben, kämpfte er erfolgreich gegen seine Krankheit an und geht nun wieder seiner Leidenschaft nach: Streife fahren. Auf einer solchen Streifenfahrt wurde der 53-Jährige vor ein paar Tagen zu einem Einpark-Unfall gerufen, wie express.de berichtet. Eine ältere Frau und ein junger Mann hatten gleichzeitig versucht, in dieselbe Parklücke zu fahren, wobei sich die Stoßstangen ihrer beiden Autos berührten. Als der Mann ausstieg, um einen eventuellen Schaden zu begutachten, stieß die Dame mit ihrem rollenden Wagen aus Versehen gegen sein Schienbein. In dem daraus resultierenden Streit riefen die beiden die Polizei - und Don kam.

„Streit über sinnlose Dinge“

Der Polizist musste die hitzige Diskussion der beiden unterbrechen, um sich einen Überblick über den Unfallhergang verschaffen zu können. Dabei stellte er fest, dass an keinem der beiden Autos ein Schaden entstanden war - und auch der junge Mann war unverletzt. „Früher hätte ich Verwarngelder erhoben und beide in unterschiedliche Richtungen geschickt. Aber damit hätte ich nichts erreicht. Sie wären beide sauer gewesen, wären sauer auf die Polizei und hätten nichts verstanden“, erklärte Don in einem Interview. Doch nun entschied sich der Polizist für eine andere Strategie: Kurzerhand zeigte er den beiden seine Operationsnarben am Hals und erzählte von seiner schweren Krankheit - von der er nicht wisse, ob er sie überleben würde. 

„Das Leben ist zu kurz und zu wertvoll um sich zu streiten", teilte er ihnen laut seiner eigenen Schilderung der Situation in seinem Facebook-Post eine wichtige Lektion mit. Die Konfrontation mit einem derart ernsten Problem ließ dann auch die beiden Streithähne innehalten - und die Banalität des Vorfalls erkennen. Sie gaben sich friedlich die Hand.

Facebook- Erfolg

Über 500.000 Menschen erreichte Don mit seinem Facebook-Post über den Vorfall - das große Medienecho ist ihm ein wenig unangenehm. Der Polizist nutzt das soziale Netzwerk, um über seine Krankheit zu schreiben, was ihm neben der Unterstützung seiner Kollegen bei der Verarbeitung seiner Krankheit hilft.

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