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Corona, RS-Virus oder Grippe? So unterscheiden sich die Symptome

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Von: Melissa Sperber

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Das RS-Virus macht deutschen Krankenhäusern und Ärzten aktuell schwer zu schaffen, Kinderkliniken arbeiten teils am Limit. Doch woher weiß ich, ob mein Kind mit RSV infiziert ist – oder mit Corona oder Grippe?

Husten, Schnupfen und Fieber: Erkältungssymptome, die vor allem im Herbst und Winter praktisch an der Tagesordnung sind. Warme Heizungsluft trocknet die Atemwegsschleimhäute aus, viele Menschen halten sich vermehrt in Innenräumen auf, Immunsysteme sind geschwächt: Perfekte Bedingungen für die Verbreitung von Viren! Dabei lässt sich eine Atemwegsinfektion bereits mit einfachen Tipps verhindern.

Besonders das RS-Virus bringt Kinderkliniken und Arztpraxen im November und Dezember an ihre Grenzen, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte bereits schnelle Hilfe. Wie das RKI berichtet, führen RSV-Infektionen bei Kleinkindern aktuell vermehrt zu Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen.

Symptome bei RS-Virus, Corona und Grippe teils ähnlich – im Zweifel Arzt aufsuchen

Doch woher weiß man überhaupt, ob es sich um eine Infektion mit dem RS-Virus oder doch mit einem Corona- oder Grippe-Virus handelt? Das Tückische: Das RS-Virus gehört zu den respiratorischen Viren – wie auch das Coronavirus oder Grippeviren. Anhand der Symptome ist eine Unterscheidung trotzdem möglich. Klar ist aber, dass im Zweifel immer ein Arzt aufgesucht werden sollte!

Das RS-Virus ist bei Säuglingen und Kleinkindern laut RKI der häufigste Auslöser für Infektionen der unteren Atemwege und Lungenentzündungen. Dabei ähnelt das Virus in den auftretenden Symptomen und der Saisonalität der Grippe:

Die Erkrankung dauert laut RKI etwa drei bis 12 Tage an, wobei besonders Husten über mehr als vier Wochen anhalten kann. Da es keine andauernde Immunität gibt, ist eine Mehrfachinfektion mit dem RS-Virus nicht ungewöhnlich.

Grippe kann im Ernstfall lebensbedrohlich sein: Welche Krankheitszeichen auftreten

Grippeviren können eine echte Grippe, auch Influenza genannt, auslösen – und die kann im Ernstfall auch lebensbedrohlich verlaufen. Doch der Verlauf einer Grippe-Erkrankung kann sehr unterschiedlich aussehen: Während einige Erkrankte schwere Symptome aufweisen, ist auch ein Verlauf ohne Beschwerden möglich. Häufige Symptome sind laut „infektionsschutz.de“:

Während die Beschwerden bei einem unkomplizierten Verlauf nach fünf bis sieben Tagen zurückgehen, kann der Husten deutlich länger anhalten.

Corona-Symptome erkennen – Krankheitszeichen noch Wochen bis Monate nach Infektion möglich

Im Dezember 2019 breitet sich SARS-CoV-2 weltweit aus – und bestimmte über viele Monate das öffentliche und private Leben. Corona-Infektionen können sehr unterschiedlich und auch unterschiedlich stark verlaufen. Das Problem: Das Coronavirus mutiert und Mutationen können sich in Krankheitsverlauf und Symptomatik unterscheiden. Zu den häufigen Krankheitszeichen zählen laut „infektionsschutz.de“:

Bei schweren Corona-Verläufen sind auch „Komplikationen wie Lungenentzündung, entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, des Gehirns oder der Hirnhaut, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber oder Nieren“ möglich. Auch Durchblutungsstörungen, Blutgerinnsel (Embolien) und Entzündungen des Herzmuskels können auftreten.

Auch Wochen bis Monate nach einer Corona-Infektion können noch Krankheitszeichen auftreten. Bestehen gesundheitliche Langfolgen mehr als vier Wochen nach einer Infektion, werden sie als Long Covid bezeichnet. Eine RSV spezifische Behandlung gibt es nicht, wie „wa.de“ berichtet. Eltern sollen vor allem darauf achten, dass Kinder ausreichend trinken und, falls nötig, etwas gegen Fieber tun.

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